Handy als Beschützer in allen Lebenslagen
Jede zweite Britin unter 25 greift laut einer aktuellen Studie zum Handy, um sich aufdringliche Männer vom Leib zu halten.
Das Handy hat sich zum Begleiter durch dick und dünn entwickelt und den sozialen Umgang seiner Nutzer verändert.
Handy als "Abschreckung"
In Großbritannien etwa nutzen 54 Prozent der befragten Frauen unter 25 Jahren ihr Mobiltelefon in der Öffentlichkeit auch dazu, um aufdringliche Männer davon abzuhalten, sich ihnen zu nähern.
Früher hätten Frauen eine Zeitung oder eine Zeitschrift als psychologische Barriere benutzt, um zum Beispiel im Zug nicht in ein unerwünschtes Gespräch verwickelt zu werden, heißt es in einer aktuellen Studie. Heute erfülle das Handy diese Funktion.
Handynutzer lassen auf sich warten
Für britische Handybesitzer ist Unpünktlichkeit nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Sie lassen Freunde und Bekannte im Durchschnitt zwischen 20 und 47 Minuten warten - ohne schlechtes Gewissen.
SMS wichtiger als Telefonie
Die Studie ergab außerdem, dass mehr Menschen das Handy zum Versenden von SMS benutzen als zum Telefonieren. Durchschnittlich würden 3,6 SMS pro Tag verschickt, aber nur 2,8 Mal telefoniert. Das treffe vor allem auf die 18- bis 24-Jährigen zu.
Rund 3,8 Millionen Briten leiden Studien zufolge an chronischer Sehnenscheidenentzündung und anderen Schmerzen - auf Grund exzessiven SMS-Tippens.
Handy statt TV
In dieser Altersgruppe ist besonders den Frauen das Handy wichtiger als der Fernseher. 32 Prozent gaben an, sie hätten lieber ein Handy als einen Fernseher, während nur elf Prozent eher auf ihr Telefon verzichten würden.
Das ergab eine groß angelegte Studie der London School of Economics und von Carphone Warehouse, zu der 16.500 Menschen befragt wurden.
[dpa]


