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Mann sitzt vor Computer und tippt.

Auf der Suche nach dem Google-Syndrom

Wissenschaft
16.11.2008|06:00

Suchmaschinen haben die Arbeitsweise von Wissenschaftlern und Hochschullehrern nachhaltig verändert. Sie verschaffen schnellen Zugriff auf dringend benötigte Informationen, helfen aber auch Plagiatoren bei ihrem betrügerischen Spiel mit den Institutionen. Der Historiker und Informationswissenschaftler Peter Haber beschäftigt sich damit, wie die Wissenschaft im Zeitalter von Google funktionieren kann.

Studieren bedeutete früher, in die Bibliothek zu gehen, Karteikarten durchzublättern und Bibliografien zu wälzen, Bücher zu bestellen, darauf zu warten, dass sie aus dem Lager geliefert werden, sie zu lesen und durchzublättern, Auszüge und Abschriften oder Kopien zu machen und sich von dort auf weitere Literatur verweisen zu lassen.

Wie bequem ist es doch heute, da man nur den Computer einschalten muss, sich vors Internet setzt, Google anwirft, das Gesuchte eintippt und schon alles vor einem ausgebreitet wird.
Man muss nur noch kopieren und einfügen. Doch halt, war da nicht noch irgendwas? Ist das noch wissenschaftliches Arbeiten? Dieses Gefühl, das einen beschleicht, wenn man als Wissenschaftler oder Student im Internet recherchiert, hat der Basler Historiker und Informationswissenschaftler Haber als "Google-Syndrom" bezeichnet.

Zur Person:

Peter Haber hat Geschichte, Soziologie, Philosophie und Staatsrecht studiert und eine Zusatzausbildung in Archiv- und Informationswissenschaften gemacht. Vor zehn Jahren gründete er gemeinsam mit Jan Hodel Hist.net, eine Plattform für digitale Medien in den Geschichtswissenschaften. Seit drei Jahren beschäftigt er sich in seinem Forschungsprojekt "digital.past" am Historischen Seminar der Universität Basel mit den Auswirkungen neuer Medien auf die Geschichtswissenschaften.

"Sehr fantastisch"

"Wir haben, wenn wir mit Google suchen, ja sehr oft diese Erfahrung, dass man immer irgendetwas findet", sagt Haber. "Also man gibt irgendeinen Begriff ein, und es kommt etwas zurück, und das ist sehr fantastisch. Und auf der anderen Seite geht es mir immer so - und ich glaube, es geht vielen Menschen so -, dass immer so ein komisches Gefühl übrig bleibt: Da müsste doch eigentlich noch mehr gewesen sein. Der andere Teil ist, dass mit der Google-Suche, wobei Google da nur als Synonym für Suchmaschinen steht, die ganzen Kontexte ausgeblendet werden. Diese sind, dass Wissen nicht wertfrei ist, dass Informationen noch nicht Wissen sind, dass Wissen einen Wert hat, dass Wissen nicht neutral sein muss. Das alles habe ich mit dem Begriff Google-Syndrom zusammengefasst."

Wer nur schnell einmal eine Information sucht und rasch eine Antwort findet, wird dieses Gefühl vermutlich nicht haben. Beim wissenschaftlichen Arbeiten hat man jedoch den Anspruch, ein Thema vollständig zu recherchieren und zu bibliografieren. Das Wissen darüber, wie man recherchiert und wo man die passenden Quellen findet, gehört zum Handgepäck eines Forschers oder einer Forscherin - zumindest in den Geisteswissenschaften.

Google zerschlagen?

Wie wir das Web wahrnehmen, wird erheblich von Suchmaschinen beeinflusst - insbesondere von Marktführer Google. Doch diese einseitige Art der Informationsbeschaffung ist undemokratisch, meint Informationswissenschaftler Bernhard Rieder. Im Gespräch mit ORF.at erklärt er, wie die Websuche besser und vielfältiger werden könnte. Google werden seine Ideen nicht gefallen.

OPAC-Antike und Google-Syndrom

"Die wissenschaftliche Recherche lief früher so, dass man in den Bibliothekskatalogen geschaut hat, was es alles gibt. Das war im besten Fall digital in einem sogenannten OPAC, in den vergangenen zehn, 20 oder 30 Jahren war das im deutschsprachigen Raum schon Standard. Da musste man aber wissen, wie man damit arbeitet. Also, will ich nach dem Autor suchen oder will ich ein Stichworten eingeben - es waren keine Volltexte da", so Haber.

"Das heißt, man musste sich auf die Metadaten beschränken, also die Informationen über die Informationen. Dann gab es Fachbibliografien, meist in gedruckter Form, da musste man sich Jahr für Jahr durcharbeiten. Und heute habe ich schon Reaktionen in Semarien gehabt: 'Was, ich soll in die Bibliothek gehen? Also bitte, wenn das nicht mit Google zu finden ist, dann werde ich das in meiner Seminararbeit oder in meinem Referat nicht verwenden.'"

Allwissenheit und Leere

Sollte diese Meinung vorherrschen, besteht die Gefahr, dass das alte Handwerkszeug der Recherche aus dem Zeitalter vor Google verloren geht. Dabei geht es nicht um ein Bejammern der guten alten Zeit, sondern um konkrete Auswirkungen auf die Forschung, wie Haber erläutert: "Das Problem ist, dass man ja immer etwas findet und dann sehr schnell sich damit zufriedengibt. Man denkt sich dann, warum soll ich mir die Mühe machen, das Gleiche noch einmal in einer Bibliothek, in einem Archiv, in einer Bibliografie oder einem Fachportal zu suchen. Ich habe ja eh schon so viele Treffer, das kann ich ja gar nicht alles lesen. Diese Allwissenheit und die Leerstelle gleichzeitig, das ist das, was ich meine mit dem Google-Syndrom."

Die mit Suchmaschinen im Internet mögliche Volltextsuche erscheint auf den ersten Blick weitaus erfolgreicher als die früheren Methoden, weil man zu fast jeder beliebigen Zeichenfolge irgendeinen Treffer erzielen kann. Die Leerstelle, die Haber bei der "modernen" Suche spürt, resultiert jedoch daraus, dass nicht transparent ist, in welchen Datenbeständen und mit welchen Suchalgorithmen gesucht wurde. Bei der "alten" Suche hingegen bewegt man sich in Datenbeständen, die bereits eine Qualitätskontrolle durchlaufen haben. Ein Buch aus einer wissenschaftlichen Bibliothek ist vermutlich in einem renommierten Verlag erschienen, wurde im Verlag lektoriert, dann rezensiert, von einem Fachreferenten der Bibliothek ausgewählt und für den Bibliothekskatalog ausgewertet.

Mehr zum Thema:

Anlässlich der Konferenz "Deep Search" haben Experten in Wien über die gesellschaftliche Macht der Suchmaschinen debattiert. ORF.at hat mit den Konferenzveranstaltern Konrad Becker und Felix Stalder vom World Information Institute über digitale Wissensordnungen, Bürgerrechte bei Google und Paranoia als Erkenntnisinstrument gesprochen.

Text und Paratext

"Ein Teil der wissenschaftlichen Sozialisation ist ja, dass man den Umgang mit der Recherche und den Quellen lernt", sagt Haber. "Dann kommt bei gedruckten Werken noch etwas dazu, das man als Paratexte bezeichnen könnte, als Zusatzinformationen, die ein bisschen versteckt sind. Also die Danksagung oder die Einleitung beschreiben ja, in welchem Netzwerk sich der Autor befindet oder befinden möchte. Der Klappentext gibt eine kurze Zusammenfassung, das Literaturverzeichnis zeigt mir, was der Autor gelesen hat, bevor er dieses Werk geschrieben hat. Das sind alles Zusatzinformationen, mit denen man umzugehen lernt. Wenn ich mit Google suche, dann wühle ich einfach in einer großen Kiste und ziehe irgendwas heraus und habe diese Zusatzinformationen nicht."

Wenn man nicht weiß, woher Quellen stammen und wie sie einzuschätzen sind, kann man die in ihnen enthaltenen Informationen für wissenschaftliche Arbeiten aber nicht oder nur mit Vorbehalt verwenden. Die scheinbar einfachere Suche nach Informationen über das Internet wird damit zu einer schwierigeren, weil die Vorarbeit, die Verlage, Lektoren, Bibliothekare und andere Wissenschaftler erbracht haben, wegfällt und vom Recherchierenden selbst geleistet werden muss.

Das Erscheinungsbild des Trash

Bei einem Buch kann man oft auch schon am äußeren Erscheinungsbild erkennen, ob es sich um ein wissenschaftliches oder triviales Werk handelt, ob es von hoher oder geringer Qualität ist oder in welche ideologische Richtung es geht. Ein Groschenroman wird auf jeden Fall eindeutig von einem Fachbuch zu unterscheiden sein. Diese Bildsprache wurde über lange Zeit gelernt. Diese Regeln seien aber nicht so einfach auf das Internet zu übertragen, so Haber.

Heute Abend in "matrix":

Am Sonntag hören Sie um 22.30 im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" das vollständige Gespräch mit Peter Haber über Wissenschaft und Suchmaschinen sowie einen Beitrag von Sonja Bettel über die Fachkonferenz "Deep Search".

"Es gibt dort auch bestimmte Regeln", sagt der Historiker. "Es gibt zum Beispiel eine Untersuchung, bei der man Menschen gefragt hat, welche Farbe die seriöseste ist, und das war Blau. Das heißt, es gibt natürlich eine Tendenz, wissenschaftliche Sites in Blau zu halten. Es gibt auch Checklisten, wo man relativ schnell herausfinden kann, ob eine Information etwas taugt oder nicht. Das sind zum Beispiel: Wird der Autor genannt, wer betreibt die Website, gibt es eine institutionelle Anbindung, mit welcher Absicht wurde dieser Text veröffentlicht oder wie oft wird die Website aktualisiert. Man muss diese Zeichen aber lesen können. Die Historiker nennen das Quellenkritik, und diese ist das A und O des Handwerks. Das Problem ist jedoch, dass die Quellenkritik nicht so einfach auf digitale Medien übertragbar ist. Wir kennen sie für Münzen, für Urkunden, für Wappen und alles Mögliche, aber wir haben noch keine Quellenkritik des Digitalen."

(matrix/Sonja Bettel)

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Forum

 
  • Das betrifft aber wohl nur Pseudowissenschafter

    tomtiger, vor 449 Tagen, 19 Stunden, 12 Minuten

    oder Privatwissenschafter. In jeder besseren Uni, egal ob MIT, Stanford, Cal, CMU etc. hat eine digitale Bibli, zum Teil mit (Passwort gesichertem) Gateway zum Internet.

    Das die Studenten auch nur im Ansatz erwägen, statt der eigenen Bibli das Internet als Quelle heranzuziehen, ist unvorstellbar.

    • muriem, vor 449 Tagen, 8 Stunden, 26 Minuten

      Auch die Uni Wien hat eine digitale Bibli, dazu musst nicht so weit über den Teich schieße.

      Aktuele Papaers kriegt man sowiso alle nur mehr als PDF von seiner Universitätsbibliothek... Zum Journal in Druckversion watschelt ja kaum einer mehr hin.

  • Die Paten und Urheberrechtstfalle!

    solala, vor 449 Tagen, 21 Stunden, 33 Minuten

    Als Wissenschaftler ist man im auch auf der Suche nach Kombinationen...

    Fiktifis Besipiel:
    Suche nach Kohlenwasserstoffen, und Motoren und Elektrolyse...

    Der Suchmaschienenhersteller wird durch diese Kombinierte suche, es wird ja bekanntlich jede IP gespiechert, und jede Suchabfrage, erkennen an was gearbeitet wird, und wie weit man ist, mit dem Projekt!

    Und da könnte der Suchmaschienenbetreiber einhaken, mit Angestellten Wissenschaftlern die diese Suchabfragen Analsysieren oder an Firmen und Universitäten weiterzugeben, und dann versuchen schneller zu sein, als der Wissenschaftler...

    Das wird alle Innovativen Suchabfragen betreffen, und es hilft auch kaum etwas, blinde abfragen durchzuführen, diese Verschleierung wird schnell erkannt!

    Über diese Gefahr wird kaum berichtet...

    Von dem abgesehen sollte man sich auch klar sein, das die kombinierten Suchabfragen, sein eigenes Gesitiges Eigentum ist, und nicht die des Suchmaschienenbetreibers!

    So gesehn kann eine einizge unbedachte Suchabfrage ein teures und langwieriges Projekt schlagartig vernichten!

    Die Geschichte lehrt, das alles Böse gemacht wird, wenn es nur irgendwie geht, und die Moral dann im besten Fall ein Fremdwort ist!!!

    • muriem, vor 449 Tagen, 21 Stunden, 18 Minuten

      Irrtum! Deine Suchanfragen werden zum Nutzungsrecht von Google!

      Zumindest ganz deutlich bei den TOS für google.us (11)
      """By submitting, posting or displaying the content you give Google a perpetual, irrevocable, worldwide, royalty-free, and non-exclusive licence to reproduce, adapt, modify, translate, publish, publicly perform, publicly display and distribute any Content which you submit, post or display on or through, the Services. """

  • muriem, vor 449 Tagen, 21 Stunden, 45 Minuten

    """Bei einem Buch kann man oft auch schon am äußeren Erscheinungsbild erkennen, ob es sich um ein wissenschaftliches oder triviales Werk handelt"""

    Wenns nur so leicht wäre, dann bräuchten wir keine Wissenschaftsphilosophie um zu überlegen, wann etwas wissenschaftlich ist und wann nicht.

    Ansonstem stimm ich Peter Haber völlig zu.

  • Auch mit Google ...

    nulac, vor 449 Tagen, 23 Stunden, 4 Minuten

    ... kann man nach wissenschaftlichen Arbeiten suchen. Und das sowohl nach Author, Titel oder Volltext.
    Das geht ganz einfach, bei scholar.google.at
    Und dort hat man auch genaue Quellenangaben. Das wurde mir auf der Uni empfohlen und damit finde ich genau das, was zu meinem Thema passt. Und zwar im PDF-Format.

    • muriem, vor 449 Tagen, 22 Stunden, 17 Minuten

      Was heißt auf der Uni? Von 'nem Studenten oder von einem LV-Leiter?

  • so bequem ists auch nicht

    derskalarvonperl, vor 450 Tagen, 3 Stunden, 45 Minuten

    wenn für 30-50 Seminarteilnehmer nur 2-3 Exemplare von nem Schmöker in den Uni-Bibliotheken liegen, ists nix mit beqeum studieren. PDFs gehören her! Dann ists bequem.

    • da geb ich dir recht

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 3 Stunden, 41 Minuten

      allerdings kommt man nicht darum herum standartliteratur zu kaufen. Bei unseren Seminaren bekommt jeder aber ein eigenes Thema zugewiesen das er bearbeiten soll, somit ergibt sich das Problem mit der Literatur nicht.

    • Das stimmt, ...

      nulac, vor 449 Tagen, 22 Stunden, 48 Minuten

      ... ich durfte mir das Thema sogar selbst aussuchen! Und das habe ich auch so schnell wie möglich gemacht, damit noch eines frei ist das mich auch interessiert.

    • muriem, vor 449 Tagen, 21 Stunden, 43 Minuten

      Dafür gibts die Lehrbuchsammlung. D.h. wenn so ein Buch 20-30 mal gebraucht wird, sollte es da aufgenommen sein. Ansonsten sollte sowas ein LV-Leiter nicht machen. Aber es geht hier um die Recherche von zumindest einer Seminararbeit. Wenn da 30 Studenten zugleich aufs gleiche kommen, hats woanders ein Hacken in der Aufgabenstellung.

  • Die gute Nachricht ist, daß jetzt

    omen, vor 450 Tagen, 4 Stunden, 42 Minuten

    eine riesengroße Armee von Wissenschftlern arbeitslos wird. Ich meine die "sehr wichtige", ernste Leute im wießen Mantel, die in der Wirklichkeit nur alles komplizieren, nichts verstehen und den Fortschritt bremsen. Die selbsternannten Eigentümer der einzigen richtigen Wahrheit. Weil die richtigen Erfinder passen meistens nicht in diese schreckliche Gruppe der Grenzenhüter und Gewandträger, die aber ständig bereit ist jede Menge Geld zu verbraucben und nichts herausfinden (Krebs Forschung, AIDS Forschung, Kernfusion Forschung, etz.)

    • ... also CUT OUT THE

      omen, vor 450 Tagen, 4 Stunden, 38 Minuten

      MIDDLEMAN, Google ! Es ist an der Zeit, das Mittelalter mit seinen lächerlichen Universitäten ist nämlich mit Internet endgültig vorbei ... [Dipl. Ing. Omen, MBA]

    • sleepyhead, vor 450 Tagen, 4 Stunden, 24 Minuten

      @omen

      soll sich jeder nur mehr durch wikipedia bilden oder wie?

    • völlig absurdes posting

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 4 Stunden, 11 Minuten

      Hat sich bei dir irgendwas aufgehängt im Cerebrum, oder was gibts du da Zusammenhangsloses von dir? Tut mir leid wenn das zu hart klingt, aber bei solchen Postings wird mir schlecht.

  • Zusammenfassend nochmal gesagt

    niemandmehr, vor 450 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten

    Wissenschaftliches Arbeiten alleine mit dem Internet (unabhängig von Google, wikipedia oder sonstwas) ist nicht möglich. Die meiste Information findet sich eben noch in der Literatur. Daher ja auch der Versuch von Google alle Bücher gratis einscannen zu dürfen. Gelingt der Firma dies, hat sie das alleinige Monopol auf Wissen und Wissenszugang - man möge sich davor fürchten, sollte einmal ein Machtergreifender Vorstand dieses Unternehmen in Zukunft führen...

    Ich habe schon mehrere Arbeiten geschrieben, und egal zu welchem Thema - das Intenet alleine als Quelle führt zu keinen speziellen hochwertigen Daten.

    Wikipedia mag deshalb in diesem Artikel fehlen, da das dortige Wissen ja als Allgemeinwissen gilt - ein Wissenschaftler also kaum in die Verlegenheit kommen wird Daten aus seinem Fachbereich dort suchen zu müssen!

    Warum Wikipedia als erstes Ergebnis bei google erscheint? Ich kann es Ansatzweise erklären: Das Internet mit all seinen Benutzern und der Art wie google Suchergebnisse zur Verfügung stellt führt zu einer großen Verallgemeinerung des Wissens. Der Durchschnittsbenutzer verlinkt eben zu wikipedia, und diese Benutzer sind in der Mehrheit. Auch wenn dort z.B. völlig falsche Daten stehen würden, würde google immer noch dorthin verlinken. Das liegt eben daran, dass der allgemein...

    • hm, zu lange Kommentare

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 6 Stunden, 25 Minuten

      werden wohl einfach abgeschnitten? Seltsames Forum.
      -----

      Das liegt eben daran, dass der allgemein gebildete Mensch gar nicht mehr darüber wissen muss. Nun zu sagen, wikipedia wäre das BESTE finde ich übertrieben. Zu jeder Seite auf wikipedia gibt es mit ziemlicher Sichheit eine weitaus umfangreichere Seite mit mehr Informationen. Und ein weitaus umfangreicherer Buch.

      Fazit: wikipedia suche, Literlaturliste unten ansehen, Bücher ausleihen: So funktioniert die Arbeit heutzutage.

      Nächster Schritt wäre: Alle Bücher wirklich zu scannen, und Universitäten kaufen einen Zugang zu diesen Daten für ihre Studenten (so wie man jetzt gratis Zugang zu den Büchern der Unis hat)

    • sleepyhead, vor 450 Tagen, 4 Stunden, 38 Minuten

      Ich hab zwar damals nur eine Fachbereichsarbeit fuer die Matura geschrieben, aber ich fands toll an die Grenzen des Internets zu stossen :>

      Wie schon erwaehnt findet man haufenweisen Allgemeinwissen, aber sobald man wirklich sehr spezielle Dinge sucht oder tiefer in die Materie dringt, fuehrt der Weg dann doch wieder zurueck zu den Buechern.

  • Wer den Büchern glaubt

    xphönix, vor 450 Tagen, 7 Stunden, 50 Minuten

    Bücher lügen wie gedruckt, besonders jene mit schönem Einband.

    Die Kombination aus Google und WIKI, Kopieren und einfügen, sind der! Fortschritt welchem wir die heutige Wissensexplosion dadurch erst mögliche Produktionssteigerung der Industrie und somit unsere heutige Lebenserwartung und unseren aktuellen Wohlstand verdanken.

    Früher trafen sich noch Wissenschaftler mühsam auf Konferenzen, heute geht das in Millisekunden.

    • es gibt nun 2 möglichkeiten

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 7 Stunden, 32 Minuten

      a) du hast den text nicht gelesen
      b) nicht verstanden

      Dazu folgendes Beispiel: Du bist Wissenschaftler bei der Nasa und möchtest die Umlaufbahn irgendeines Planeten gerne berechnen. Wirst du: a) mal kurz bei wikipedia gucken, b) halt doch googeln oder c) in mehreren einschlägigen Werken (Bücher) nachsehen?
      Viel Glück

    • und des weiteren:

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 7 Stunden, 17 Minuten

      Wissenschaftler treffen sich immer noch auf Konferenzen. Kopieren und Einfügen ist keine WissensEXPLOSION, derjenige der kopiert und einfügt verfügt nämlich danach nicht einmal über dieses Wissen, er weiß nur wie man die beiden Tasten verwendet. Auch ist kopieren und einfügen nicht nötig, da es im internet die viel bessere Möglichkeit des VERLINKEN gibt.

      Ich bezweifle, dass du jemals irgendeine Arbeit geschrieben hast.

      Die Produktionssteigerung der Industrie erfolgte schon lange VOR dem Dienstleistungszeitalter (mein Junge du sprichst von der Zeit um 1800 als die Dampfmaschine erfunden wurde). Heute wird durch bessere Maschinen keine Produktionssteigerung mehr erwartet, sondern Personaleinsparung, Gewinnmaximierung, und damit ein soziales Dessaster für die mittlere Bevölkerungsschicht. Wenn ein Wissenschaftler bei irgendeiner Firma deinen neuen i-pod erfindet wird er kaum vorher mal googeln wie sowas wohl funktionieren könnte.

    • @niemandmehr

      hfrmobile, vor 450 Tagen, 6 Stunden, 58 Minuten

      Stimme nicht 100%ig mit der Aussage von xphönix überein, aber deine Aussagen zeigen ganz drastisch, dass du ein A l l e s b e s s e r w i s s e r bist ;-)

      Wie ist deine Doktorarbeit zustande gekommen!?

    • Tja

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 6 Stunden, 5 Minuten

      mit welchen Aussagen von xphönix stimmst du denn dann überein?

      Bücher lügen alle wie gedruckt? (auch die mit dem blauen Einband, oder nur die mit halbnackten Frauen am Cover?)
      STRG-C, STRG-V = Wissensexplosion? (Oder ist das eher eine Datenexplosion?)
      Google und Wiki ermöglichten die Produktionssteigerung der Industrie? (Sekundärer Sektor wird aber immer weniger wichtig...)
      Produktionssteigerung der Industrie erhöht die Lebenserwartung? (Ne, das ist die medizinische Forschung, nicht der erhöhte Output von technischen Spielereien)
      Wissenschaftler treffen sich heute nicht mehr auf Konferenzen? Komisch, der Konferenztourismus boomt, manche Hotels werden sowieso nur mehr dafür gebaut.

      Allesbesserwisser hin oder her, aber keine dieser Aussagen stimmt auch nur irgendwie. Und das muss schon mal gesagt werden - und es stimmt, sowas verärgert mich auch, wenn es unkommentiert hier steht.

      Magisterarbeit, das genügt = Feldforschung gewesen. Da gibts auch nichts abzuschreiben.

    • xphönix, vor 450 Tagen, 2 Stunden, 39 Minuten

      Früher hat so mancher Wissenschaftler vor sich hingeforscht, nur um schließlich zu erkenne das Rad nochmals erfunden zu haben.

      Grund war veraltete Literatur, hat er dann einen Fehler im Fachbuch erkannt, so war er nicht in der Lage diesen zu korrigieren, Bildbibliotheken haben kein Geld für tausende aktuelle Auflagen.

      Ich finde Kopieren und einfügen hat aus dem Schmied welcher ein und einen Pflug fertigt, eine Fabrik welche nun tausende bessere Pflüge erzeugt gemacht.

      Google vermeidet doppelgleisigkeiten in der Forschung

  • plagiat hin oder her

    vendul, vor 450 Tagen, 8 Stunden, 9 Minuten

    wiki ist besser als brokhaus und google schneller als ein buch. wenn jemand abschreibt und damit was toller bewirkt zb menschenleben rettet soll er ruhig abschrieben dieses ganze gesudere von 'wissenschaftlern' ist ja nicht auszuhalten!

    • oder er tötet menschen

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 7 Stunden, 30 Minuten

      weil er irgendeine Einstellung für die Anreicherung von Uranium von einer Webseite übernimmt? Was nu? Hier geht es nicht um das Zitieren von Simpsons Folgen, sondern um ernsthafte Arbeiten.

    • mein gott wie einfach denkt ihr eigentlich?

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 7 Stunden, 11 Minuten

      Glaubt ihr tatsächlich dass ALLES im Internet steht? Weißt du wieviele Bücher es gibt, und wieviele sinnlose Webseiten? Das Internet hat gerade mal ein paar % des Wissens aller Bücher, nur halt 10.000 mal kopiert (STRG-C STRG-V), daher sieht es so aus als gäbe es hier wahnsinnig Information zu holen. Aber such mal nach etwas Speziellem - du wirst merken es ist sehr wenig, und sehr oft das Gleiche.

      Wikipedia ist SCHNELLER als Brockhaus (bitte so schreibt man das), und das ist schon alles. Von besser kann keine Rede sein, da dort jeder ohne Kontrolle irgendeinen Blödsinn hineinschreiben kann.

    • Der Ton macht die Musik

      hfrmobile, vor 450 Tagen, 6 Stunden, 54 Minuten

      und "niemandmehr" hat offensichtlich einen schlechten Tag und nichts besseres zu tun, als hier herumzupöbeln ... Ego-Problem? "niemandmehr"?

      Also, UPPERCASE vermeiden ;-)

      Ciao und schönen Sonntag noch!

  • Suchmaschinentraining für Wissenschaftler

    founder, vor 450 Tagen, 10 Stunden, 14 Minuten

    Sehr wichtig wäre in dem Zusammenhang ein ordentliches Suchmaschinentraining für puplizierende Wissenschaftler.

    Das heißt ein Wissenschaftler muß traniert werden, wie er seine Publikation so gestaltet, daß diese auch gefunden werden kann.

    Die Fähigkeit sich allgemein verständlich auszudrücken ist bei Wissenschaftlern meist sehr rudimentär.

    Das heißt, wenn Wissenschaftler nach etwas in Google sucht, dann wird er sehr heufig auf Webseiten von nicht Wissenschaftlern stoßen, weil eben seine Kollegen ihre Arbeiten sehr schlecht für Suchmaschinen aufbereiten.

    • sehr guter ansatz.

      taffit1, vor 450 Tagen, 8 Stunden, 18 Minuten

      zusätzlich zur suchmaschinen-kompetenz muss aber auch noch sichergestellt werden, dass di arbeit an sich mit allen technischen neuerungen ausgestattet ist und so möglichst nachhaltig im netz bleibt.

      damit meine ich format, ver-stichwort-ung(tags) und zugriffsmöglichkeit anstatt kopierter seiten oder .rtf-dokumente!

      ich bin der überzeugung, wissenschaft hat immer noch angst - zurecht - kopiert zu werden und sträubt sich aus diesem gedanken heraus davor, sich zu offenbaren.

      ich begrüße die einführung von plagiatssoftware, aber meine, dass dazu auch noch ein fähigkeitsschub in sachen informationstechnologie nötig ist.

    • guter Ansatz

      hfrmobile, vor 450 Tagen, 8 Stunden, 6 Minuten

      Ob das Internet überhaupt der richtige Ort für die Speicherung von wissenschaftlicher Arbeit ist und man im "Nachhinein" mit Plagiatssoftware wirklich Plagiate verhindern kann...?

      Was fängt ein durchschnittlicher Googler mit wissenschaftlicher Information überhaupt an?

      Wäre es nicht besser, ein eigenes Netz für Wissenschaftler zu haben? ARPA-Netz ... ist schon lange her ;-)

      So nebenbei fehlt mir in diesem Artikel die Erwähnung von Wikipedia ...

    • warum fehlt wohl wiki

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 7 Stunden, 25 Minuten

      weil das keine wissenschaftliche Seite ist. Du kannst ja deine wissenschaftliche Arbeit auch nicht ausm Brockhaus abschreiben, weil da stehen meist nur 3 Zeilen zu jedem Thema. Genauso gibt wiki nicht viel mehr her als einen kurzen Überblick a'la 'Was ist was'. Oder willst du ernsthaft behaupten das ganze Wissen der Menschheit steckt inzwischen in Wikipedia? Wenn ich etwas für meine Arbeiten suche ist wikipedia gerade mal ein kleiner Ansatz. Eher sehe ich die Seite inzwischen als ein Sammelsurium teils sehr unnützen Wissens der gelangweilten Allgemeinheit, die dort z.B. Simpsons Folgen dokumentiert.

    • @niemandmehr

      hfrmobile, vor 450 Tagen, 7 Stunden, 1 Minute

      du hast da ganz offensichtlich was falsch verstanden ;-)

      Oder glaubst du etwa, dass Google eine wissenschaftliche Seite ist...!? Ist eine Suchmaschine.

      Wikipedia ist eine Online-Enzyklopädie (wohl eine der größten, die es zur Zeit gibt und wurde ja schon mit Brockhaus verglichen und wer da "besser abgeschnitten" hat, einfach mal nachlesen!)

      BTW, wenn'st mit Google sucht, dann kommt relativ oft ein Ergebnis zustande, welches auf eine Wikipedia-Seite verweist.

      Darum, ARPA :o)

    • hfrmobile

      niemandmehr, vor 450 Tagen, 6 Stunden, 27 Minuten

      wo habe ich geschrieben, dass ich glaube google wäre eine Wissenschaftliche Seite? ;-)

      Zu der Erklärung warum google wikipedia Ergebnisse liefert habe ich einen extra Kommentar geschrieben.

    • muriem, vor 449 Tagen, 20 Stunden, 28 Minuten

      @founder, die meisten wissenschaftler sind ziemlich talentiert ihre Artikel so in Journals zu stellen, dass sie von anderen *wissenschaftlern* gefunden werden. Ob sie aus google aus sichtbar sind, ist ihnen bisher bei weitem egal, wichtig ist dass sie im "ISI Web of Knowledge" oder so leicht gefunden werden, weil dann erreichts auch die Zielgruppe.