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US-Musikindustrie kündigt Online-Ermittler

COPYRIGHT
05.01.2009|09:58

Kopenhagener Firma ersetzt MediaSentry

Der US-Musikindustrieverband Recording Industry Association of America (RIAA) hat am Sonntag gegenüber dem "Wall Street Journal" ("WSJ") bestätigt, die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Online-Ermittlungsfirma MediaSentry beendet zu haben. Gründe für diese Entscheidung gab der Industrieverband nicht an. Der "WSJ"-Artikel geht auf einen Bericht der Fachwebsite Ptpnet zurück.

MediaSentry war damit betraut, Beweismaterial für die Prozesse gegen US-Filesharer zu beschaffen. Die Ermittler der Firma luden zu diesem Zweck aus freigegebenen Ordnern Copyright-geschützte Musikstücke herunter und beschafften sich über die IP-Adresse Namen und Anschrift der Filesharer.

Europäischer Ermittler

Als Ersatz für MediaSentry soll die Kopenhagener Firma DtecNet Software ApS dienen. DtecNet brüstet sich auf seiner Website damit, Marktführer in Sachen Anti-Piraterie-Software zu sein und "elektronisch erstellte Abmahnungen" auf den Weg bringen zu können. Die Musikindustrie habe bereits mit DtecNet zusammengearbeitet und sei von der Technologie der Firma angetan, so ein Sprecher der RIAA.

Der New Yorker Anwalt Ray Beckerman, der das Fachweblog Recording Industry vs. the People betreibt, zeigte sich in einer ersten Reaktion erleichtert. MediaSentry habe in mehreren US-Bundesstaaten Ermittlungen gegen Filesharer angestellt, ohne eine entsprechende Lizenz zu besitzen.

Beckerman verweist auch auf die ebenfalls unlängst im "WSJ" berichtete Änderung in der Anti-Piraterie-Strategie der US-Musikindustrie. Wie die Musikindustrie in der EU will diese demnach nun nicht mehr direkt die Fans klagen, sondern Druck auf die Provider ausüben und diese dazu bringen, Filesharern unter Umständen den Internet-Zugang zu kappen ("Three Strikes Out").

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(futurezone)

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Forum

 
  • solala, vor 306 Tagen, 3 Stunden, 54 Minuten

    Wenn interessierts noch, derartige Meldungen, gibt ohnedies nichts mehr zu sagen, dazu!

  • die provider ...

    zugspitze, vor 306 Tagen, 4 Stunden, 8 Minuten

    ... werden sich doch nicht zu erfüllungsgehilfen machen. es ist ja ihr geschäft mit den zugängen geld zu verdienen.
    freiwillig sperrt doch niemenad seine kunden.
    noch dazu wo fast jeder am nächsten tag einen anderen anbieter hat und bis zur nächsten sperre dort munter weiter macht.

    • Im Interesse der Provider

      wolfx, vor 306 Tagen, 4 Stunden, 2 Minuten

      ist das Herumgeschiebe gigantischer Datenmengen aber auch nicht. Je weniger P2P, desto mehr verdienen sie.

    • glauben sie im ernst

      theminimalist, vor 305 Tagen, 18 Stunden, 47 Minuten

      auch nur ein provider wird einen kunden "für nichts" in's messer laufen lassen?
      mit sicherheit nicht! - das kann ich ihnen als ehemaliger insider verraten.
      was ist traffic heut zu tage schon? das stört keinen provider mehr.

      aber kunden zu verärgern, das wäre stumpfsinnig. in österreich gibt es bereits ein unternehmen, das sich auf so einem ähnlichen wege viele kunden vergrault hat, und nun mit schlechtem ruf zu kämpfen hat...

    • solange sie nicht dafür bezahlt werden

      max7c, vor 305 Tagen, 4 Stunden, 7 Minuten

      Die Provider werden solange nicht zu Piratenjägern solange sie kein Geld dafür bekommen.

  • die provider ...

    zugspitze, vor 306 Tagen, 4 Stunden, 9 Minuten

    ... werden sich doch nicht zu erfüllungs-gehilfen machen. es ist ja ihr geschäft mit den zugängen geld zu verdienen.
    freiwillig sperrt doch niemenad seine kunden.
    noch dazu wo fast jeder am nächsten tag einen anderen anbieter hat und bis zur nächsten sperre dort munter weiter macht.