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Auf dem Weg zur "Kultur-Flatrate"

URHEBERRECHT
04.02.2009|06:00

"Eine 'Kultur-Flatrate' ist die einzige vernünftige Lösung, Kreative für den Tausch ihrer Inhalte im Netz zu vergüten", sagt der Medienwissenschaftler Volker Grassmuck. Im Gespräch mit ORF.at erläutert er Chancen und Möglichkeiten einer monatlichen Gebühr für die nichtkommerzielle Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte aus dem Internet.

Rund um die "Kultur-Flatrate" gibt es seit Jahren heftige Debatten. Gegner sprechen von einer kollektiven Enteignung der Rechteinhaber und warnen vor einer neuen Steuer. Befürworter sehen in der monatlichen Gebühr, deren Höhe zwischen einem und zehn Euro liegen könnte, die Möglichkeit, den Tausch urheberrechtlich geschützter Inhalte im Netz zu legalisieren und gleichzeitig den Urhebern ihren Anteil zu sichern.

"Was ohnehin passiert und was nicht verhindert werden kann, muss zugelassen und vergütet werden", fordert Grassmuck. Er sieht in dem pauschalen Vergütungsmodell eine wichtige Komponente eines neuen Sozialvertrages zwischen Kreativen und Gesellschaft im digitalen Zeitalter.

Portraitfoto von Volker Grassmuck

Volker Grassmuck ist Medienwissenschaftler, Autor und Veranstalter der Konferenz Wizards of OS. Vergangene Woche stellte er beim club transmediale in Berlin, das Modell einer "Kultur-Flatrate" zur Diskussion.

ORF.at: Was spricht für die Einführung einer "Kultur-Flatrate"?

Grassmuck: Sei zehn Jahren wird versucht, den Tausch von urheberrechtlich geschützten Inhalten in Filesharing-Netzwerken einzudämmen. Es wurden verschiedene Lösungen versucht, die alle inakzeptabel sind, weil sie in die Privatsphäre eingreifen, weil sie datenschutzrechtlich problematisch sind, und weil sie mit Strafverfolgungsmaßnahmen auf einer massenhaften Ebene arbeiten und damit das Rechtssystem missbrauchen.

Das "Olivennes-Abkommen", das in Frankreich gerade zu einem Gesetz zu werden droht, will Leute, die wiederholt Urheberrechtsverletzungen begehen, sogar für ein Jahr komplett aus dem Internet ausschließen. Eine andere Lösung, die seit mehreren Jahren diskutiert wird, ist eben die "Kultur-Flatrate". Sie ist keine revolutionäre Neuerung, sondern knüpft an das bewährte System der Privatkopieschranke (Die Privatkopieschranke erlaubt es, Kopien von Werken für den privaten Gebrauch anzufertigen, Anm.) an und folgt dessen Logik. Was ohnehin passiert, und was nicht verhindert werden kann, muss zugelassen und vergütet werden. Nur so bekommen auch die Urheber ihren Anteil am Austausch.

ORF.at: Warum ist die "Kultur-Flatrate" bis heute nirgendwo eingeführt worden?

Grassmuck: Die Einführung der "Kultur-Flatrate" ist bisher am Widerstand der Verwertungsindustrie gescheitert. Die Verwerter möchten Kontrolle über die Vermarktung von Werken haben. Ein ganz wichtiger Grund ist auch, dass sie kontrollieren möchten, wie viel von den Einnahmen tatsächlich an die Kreativen ausgezahlt wird. Die Verträge sind häufig so gestaltet, dass die bei der Online-Nutzung leer ausgehen. Mit einer "Kultur-Flatrate", die über eine kollektive Rechtewahrnehmung verwaltet würde, ginge das nicht. Da geht mindestens die Hälfte an die Kreativen und die andere Hälfte an die Verwerter. Die Kreativen bekommen von den Einnahmen für die Privatkopie ihren Anteil, und das wäre bei der "Kultur-Flatrate" auch so. Das möchte aber die Verwertungsindustrie nicht. Das ist der Hauptgrund für den massiven Widerstand.

Stimmen zur Pauschalvergütung

Es werde keine andere Möglichkeit geben, die drei Milliarden Leute in digitalen Netzwerken zum Bezahlen von Inhalten zu bewegen, sagte der Musikmarktexperte Gerd Leonhard im Interview mit ORF.at zu einer pauschalen Vergütung für Musik aus dem Netz. Auch der Musikmanager Peter Jenner sprach sich für eine Gebühr für Netzmusik aus. Nicht immer ist dabei jedoch an eine gesetzliche Regelung gedacht.

Der Tonträgerindustrieverband IFPI lehnt eine "Kultur-Flatrate" entschieden ab. Eine staatlich verordnete Flatrate komme einer "kollektiven Enteignung der Kreativen" gleich, hieß es wiederholt. Die großen Labels arbeiten gemeinsam mit Internet-Anbietern und Hardware-Herstellern an Flatfee-ähnlichen Modellen. Ein uneingeschränktes privates Nutzungsrecht soll es dabei jedoch nicht geben.

ORF.at: Von wem sollte die Initiative zu einem solchen Modell ausgehen? Soll sie gesetzlich festgeschrieben werden?

Grassmuck: Ausgehen sollte sie von einem Dialog zwischen Kreativen, um deren Geld es geht, und der Gesellschaft, also Nutzern und beispielsweise Verbraucherverbänden. In dieses Gespräch sollten auch Internet-Anbieter eingebunden werden. Ich denke, dass auch staatliche Stellen dabei eine Rolle zu spielen haben.

Ich sehe keine große Chance, dass in privatwirtschaftlichen Verhandlungen eine "Kultur-Flatrate" zustandekommt, die für alle digitalisierbaren, kreativen Werke eine Gesamtlösung bietet. Letztendlich wird eine gesetzliche Regelung notwendig sein.

ORF.at: Was soll durch diese "Kultur-Flatrate" abgedeckt sein?

Grassmuck: Mit der "Kultur-Flatrate" soll das nichtkommerzielle Austauschen aller digitalisierbaren kreativen Werke - Musik, Filme, Texte und Bilder - abgedeckt sein. Die Flatrate sollte aber auch die Nutzung zum nichtkommerziellen Remix dieser Inhalte beinhalten. Viele Rechtswissenschaftler drängen ohnehin auf eine Lösung dieser Frage. Remixing ist mittlerweile zu einer massenhaften Praxis, zu einer allgemeinen Kulturtechnik geworden.

ORF.at: Welcher monatliche Betrag wäre für eine solche "Kultur-Flatrate" denkbar? Wer soll das Geld einsammeln, und wer soll die Gelder verteilen?

Grassmuck: Es werden Zahlen zwischen einem und zehn Euro pro Nutzer und Monat diskutiert. Alle einigermaßen realistischen Berechnungen zeigen, dass es keine irrsinnige Summe braucht, um Kreative angemessen zu vergüten. Eingesammelt sollte das Geld naheliegenderweise beim Internet Service Provider (ISP) werden. Da gibt es bereits einen Zahlkanal, und da legt man einen Betrag oben drauf. Genauso wie etwa das Kaufhaus, in dem man ein Leermedium kauft, gesetzlich verpflichtet ist, eine Urheberrechtsabgabe aufzuschlagen. Dieses Geld geht dann an eine Verwertungsgesellschaft. Die Urheber müssen dann gemeinsam darüber entscheiden, wie der Auszahlungsschlüssel aussieht.

ORF.at: Ist es sinnvoller, die tatsächliche Nutzung der Files zu erheben, oder soll die Anzahl der Downloads vergütet werden?

Grassmuck: Das Urheberrecht geht davon aus, dass die Erstellung einer weiteren nutzbaren Kopie eine Vergütungspflicht auslöst. Die Anzahl der Downloads ist also die Einheit, die gezählt werden sollte. Das Urheberrecht interessiert es bislang auch nicht, wie oft ich mir eine CD anhöre, die ich gekauft habe.

ORF.at: Wie soll der Verteilungsschlüssel zwischen Inhalten berechnet werden? Wie soll beispielsweise ein Film gegenüber einem Song gewertet werden?

Grassmuck: Das ist eine schwierige Frage, die von Ökonomen und den beteiligten Urhebern diskutiert werden muss. Man kann nicht für jedes Werkstück dieselbe Auszahlungsrate festlegen. Heute haben wir bei Leermedien die Abrechnung nach aufnehmbarer Zeit. Sie wird aber bei Audioinhalten anders berechnet als bei Videoinhalten. Auch die Werknutzung eines Films ist ganz anders als jene eines Songs oder Albums. All diese Überlegungen werden in den Verteilungsschlüssel eingehen müssen.

ORF.at: Kritiker meinen, dass von einer "Kultur-Flatrate" vor allem die Pornoindustrie profitieren würde, deren Produkte in Filesharing-Netzwerken stark nachgefragt werden.

Grassmuck: Wenn Pornografie in Tauschbörsen hoch- und runtergeladen wird, wer sollte dann sagen, das ist nicht Teil unserer Kultur? Es ist sicherlich notwendig, den Jugendschutz in geeigneter Form sicherzustellen. Für die Vergütung spielt das aber keine Rolle.

Tests und Verhandlungen

Die schwedische Verwertungsgesellschaft STIM testet derzeit gemeinsam mit Internet-Anbietern ein Modell zur Entkriminalisierung des Musiktausches. Noch sind viele Fragen offen. In den USA bemüht sich unterdessen das Label Warner Music Universitäten alternative Kompensationsmodelle für die Musiknutzung im Netz schmackhaft zu machen.

ORF.at: Bei der Erhebung der Downloads besteht die Gefahr, das in die Privatsphäre der Nutzer eingegriffen wird. Wie kann das verhindert werden?

Grassmuck: Der Eingriff in die Privatsphäre der Nutzer muss unter allem Umständen vermieden werden. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass die "Kultur-Flatrate" von der Gesellschaft akzeptiert wird. Die Daten über die Downloads fallen im Cache des ISP an. Es wäre also naheliegend zu zählen, wie häufig ein bestimmtes Werk, das über Metadaten identifizierbar gemacht werden muss, heruntergeladen wurde. Die Information, wer das Werk abgefragt hat, ist für die Abrechnung völlig unerheblich.

ORF.at: Besteht da nicht die Möglichkeit der Manipulation? Ich könnte etwa mein eigenes Werk mittels Skript unendlich oft herunterladen?

Grassmuck: Um das zu verhindern, wäre ein Abgleich zwischen Abruf und Abrufenden notwendig. Das ist eine heikle Angelegenheit. Es ist aber möglich, das technisch so zu implementieren, dass am Ende des Abrechnungszeitraumes die Personendaten gelöscht werden und nur die kumulierte Zahl der Downloads weitergegeben wird.

Man könnte auch ein statistisches Panel etablieren, wie das auch bei der Nutzungsforschung im Rundfunkbereich gehandhabt wird. Leute erklären sich freiwillig bereit, sich zu Hause eine Blackbox hinstellen zu lassen, die dann die Downloads zählt. Wenn das Sample statistisch korrekt ausgewählt wird, dann sind die Daten so feinauflösend, das auch Werke, die nicht so häufig nachgefragt werden, mit erfasst und statistisch hochgerechnet werden können. Das würde eine korrekte Abrechnung ermöglichen.

ORF.at: Eine für alle Internet-Nutzer verpflichtende Einführung einer solchen Abgabe wird auf Widerstand stoßen. Viele Leute nutzen Tauschbörsen nicht. Andere argumentieren, dass sie ohnehin schon Leermedienabgaben zahlen.

Grassmuck: Bei der optionalen Einführung der "Kultur-Flatrate" gibt es das Problem, dass in die Infrastruktur eine Grenze eingezogen werden muss. Irgendwie muss erkannt werden, dass eine Person die Pauschalvergütung bezahlt hat. Es ist damit zu rechnen, dass dann weiterhin Maßnahmen gegen diejenigen gefordert werden, die die Gebühr nicht bezahlt haben, aber trotzdem Tauschbörsen nutzen. Wird eine solche Vergütung allen Internet-Nutzern gesetzlich vorgeschrieben, ist das nicht der Fall.

Es wird sicherlich Leute treffen, die überhaupt keine Tauschbörsen nutzen. Die haben aber einen indirekten Vorteil. Durch eine "Kultur-Flatrate" würde das Angebot an Musik reichhaltiger werden. Über Remixes würden auch viele neue Werke entstehen. Es bleibt natürlich immer noch ein Rest an Leuten, die diese Inhalte überhaupt nicht nutzen. Aber dieser Rest ist jeder Pauschale inhärent. Ich kann auch nicht in den Laden gehen und sagen, ich möchte auf diesen Rohling nur meine eigenen Daten spielen, rechnen Sie bitte die im Preis enthaltene Urheberrechtsvergütung raus.

ORF.at: Die Unterhaltungsindustrie lehnt eine verpflichtende "Kultur-Flatrate" ab. Sie warnt vor der Kannibalisierung bestehender Angebote.

Grassmuck: Wenn diese Logik stimmen würde, hätte es den Apple iTunes Store nie gegeben. Online-Tauschbörsen gibt es seit 1999. Der iTunes Store ist erst vier Jahre später entstanden und ist heute das Vorzeigemodell für einen funktionierenden kommerziellen Download-Betrieb. Die Tauschbörsennutzung findet ohnehin statt. Alle Versuche, sie zurückzudrängen, sind gescheitert. Der Wechsel, der hier stattfinden soll, ist der von einer Tauschbörsennutzung ohne Vergütung hin zu einer Tauschbörsennutzung mit Vergütung.

Tauschbörsen würden so auch zu einem Markt, und die Verwerter hätten Anreize, ihre Angebote zu bewerben, damit sie häufiger heruntergeladen werden und damit einen größeren Anteil aus der Ausschüttung der Gelder bekommen. Davon abgesehen, weisen viele Indizien darauf hin, dass es auch weiterhin kommerzielle Download-Angebote geben wird, von anderen kommerziellen Nutzungsformen einmal ganz abgesehen.

P2P und Musiknutzung

Beim club transmediale in Berlin diskutierten verangene Woche DJs, Label-Macher, Musik-Blogger und Filesharing-Aktivisten die Auswirkungen von Peer-to-Peer-Netzwerken und Audioblogs auf den Umgang mit Musik.

ORF.at: Zu welchem Zeitpunkt halten Sie die Einführung einer solchen "Kultur-Flatrate" in Österreich oder Deutschland für realistisch?

Grassmuck: Auf der Isle of Man wird derzeit an einem solchen Modell gearbeitet. Das könnte noch in diesem Jahr realisiert werden. Wenn das Eis erst einmal gebrochen ist und erkannt wird, dass Geld dabei herauskommt, dann könnte es ganz schnell gehen. Diskutiert wird die "Kultur-Flatrate" ohnehin schon überall. Der Druck ist da. Den guten Willen aller Beteiligten vorausgesetzt, glaube ich, dass sie in naher Zukunft kommen wird.

(futurezone/Patrick Dax)

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Forum

 
  • Es ist ein Irrtum, anzunehmen, Downloads wären Musik:

    musicnew, vor 370 Tagen, 4 Stunden, 18 Minuten

    Downloads bieten NICHTS Besonderes, sie sind in etwa so "künstlerisch" wie Polaroidfotos der Großeltern, oder wie digital hergestellte Tapetenmuster.

    Mit MUSIK (Musik!) haben diese Lautsprecher-Geschäfte schon seit 100 Jahren nichts mehr zu tun: Da handelt es sich um AUFZEICHNUNGEN von Schallwellen, oder - bestenfalls - um "Audiokunst".

    Nur Spezialisten schauen sich das Schirennen vom Vormonat "freiwillig" an. Nur Zweijährige glauben, Filmschauspieler würden einander "in echt" verprügeln (wie im Theater). Und wer ein Parfum kauft, glaubt doch auch nicht, DIE "Hyazinte" oder DEN "Apfel" selbst (!) am Körper zu tragen ...

    NUR die tauben "Musik"-Konsumenten haben den Unterschied noch nicht kapiert !

    Das Ganze ist also eine Schein-Diskussion - die schon WIEDER einmal auf Kosten der ECHTEN Musik geführt wird.

    • max7c, vor 370 Tagen, 3 Stunden, 9 Minuten

      "Musik ist die organisierte Form von Schallereignissen." (Wikipedia)

      Das was Sie hier meinen nennt man Live-Musik.

      (derskalarvonperl, bist du's?)

    • "Musik", die nicht mehr lebt,

      musicnew, vor 370 Tagen, 34 Minuten

      ist KEINE Musik. Sondern etwas Anderes.

      Apfelmus ist kein Apfel mehr (dennoch gut).
      Asche in der Urne ist kein Mensch mehr.
      Ein Schnitzel ist kein Rind mehr.

      Und Radioübertragungen, CDs sowie Downloads sind keine Musik: Auch nicht bei noch so großer Lautstärke oder Milliarden-Umsätzen.

      Unter dem falschen Fachbegriff "Musik" leiden heute die Anliegen der "Musik-Industrie" (!) selber am meisten: Die kann ihre berechtigten Anliegen nicht mehr durchsetzen, weil ihnen keiner mehr glauben (!) will (nach den Jahrzehnten voller falscher Etiketten).

      Exakte Bezeichnungen sind für ALLE Beteiligten produktiver - auf Dauer.

  • Bah so ein Scheiß ...

    maxitb, vor 370 Tagen, 4 Stunden, 56 Minuten

    Ich will gar keine 08/15 Kommerzmüllmusik. Alles was ich runterlade, wird direkt vom Künstler schon gratis angeboten, hat noch Stil und man kann freiwillig spenden (was man bei Qualität ja auch gerne tut).

    Das ich jetzt auch noch übers Netz Pauschal die müllproduzierende MI sponsoren soll, die ihre sich beschwert das ihre miesen Produkte nicht mehr gekauft werden sondern gesaugt, sehe ich nicht echt nicht mehr ein. Nachdem ich schon bei ihren "ohne Raubkopien verkaufen wir mehr Müll" Argumenten nix mehr dazu sage.

    • yaketiyak, vor 370 Tagen, 1 Stunde, 53 Minuten

      "Alles was ich runterlade, wird direkt vom Künstler schon gratis angeboten.." - ach, wirklich? Oder redest Du Dir das ein, um nicht ein wenig besser und gutherziger zu wirken?

    • tauceti, vor 369 Tagen, 18 Stunden, 56 Minuten

      yaketiyak, lies bitte nochmal maxitb's Posting, vorallem den ersten Absatz bzw. den ersten Satz.

      Aber wahrscheinlich kapierst du's trotzdem nicht.

      Es gibt tatsächlich einen vollkommen legalen Musikmarkt, der genauso funktioniert. Aber die hochgepushten Chartstürmer aus dem Radio wirst du dort vergebens suchen.

  • Dass iTunes dann maier

    meisi, vor 370 Tagen, 5 Stunden, 18 Minuten

    geht ist logisch - 99,9% aller Leute die auf iTunes kaufen, haben nur Angst davor, durchs grenzlegale Downloaden abgestraft zu werden. Wenn das Down- und Uploaden vollkommen entkriminalisiert werden würde wegen dieser Abgabe ... Würde doch niemand mehr bei iTunes downloaden. Man wäre doch blöd wenn man zusätzlich zu der 5€ Kulturabgabe im Monat, noch 99cent für einen Musikdownload (der nochdazu DRM belastet ist) bezahlt, wenn man ohne zu bezahlen in besserer Qualität ERLAUBT und UMSONST downloaden kann.

    Das Argument dann würde es iTunes nicht geben ist falsch -> Die iTunes Downloader haben einfach Angst in der Hose. Würde sich aber mit der Kulturflatrate ändern!

    • ..korrektur

      meisi, vor 370 Tagen, 5 Stunden, 17 Minuten

      "Das Argument dann würde es iTunes nicht geben ist falsch" -> Das Argument dann HÄTTE es iTunes NOCH NIE gegeben ..

  • Das wird noch 10-20 Jahre dauern

    max7c, vor 370 Tagen, 6 Stunden, 15 Minuten

    bis dahin ist die Internet(Raubmordkopier)-Generation an der Macht.

    Die amtierenden Politiker können mit Tauschbörsen doch nichts anfangen.
    Die kennen sie höchstens aus den gejammere der Musikindustrie.
    Und auf unabhängige Experten wird ohnehin nicht gehört - es reicht doch die Meinung der Musikindustrie (wie man am aktuellen Gesetzesentwurf zur Urheberrechtsverlängerung sieht).
    So wird eben weiterhin mit allen verfügbaren Mitteln versucht frei verfügbare Kultur zu verhindern, ein Großteil der jüngeren Generationen kriminalisiert und die Musikindustrie mit staatlichen Subventionen (in Gesetz-Form) künstlich am Leben erhalten und das Millionen-Einkommen der Manager gesichert.

    • Junge wovon

      thedarktower, vor 370 Tagen, 5 Stunden, 34 Minuten

      sprichst du eigentlich?
      "...frei verfügbare Kultur zu verhindern..." ????

      Was wird verhindert?

    • max7c, vor 370 Tagen, 5 Stunden, 18 Minuten

      Die Schutzfrist für die Beatles-Songs zB sollte in den nächsten Jahren auslaufen.
      Dadurch könnten dieses Werke frei verwendet werden, was unter anderem jungen Künstlern zugute kommen würde.
      Nun sollten (dank erfolgreichem Lobbying der Musikindustrie) die Schutzfristen von 50 auf 95 Jahre verlängert werden.
      Die Musikindustrie kann somit weiter Millionenbeträge einziehen ohne wirklich eine Leistung dafür erbringen zu müssen.

      Es ist teilweise auch mit sehr hohem Aufwand verbunden rechtsmäßig an bestimmte Musikstücke zu kommen - teilweise sind sie in Österreich generell nicht erhältlich.
      In Tauschbörsen wird man meist innerhalb von Minuten fündig.

    • thedarktower, vor 370 Tagen, 4 Stunden, 54 Minuten

      Na ja ob 50 oder 95 Jahre ist auch schon egal, obwohl ich 50 Jahre für absolut ausreichend halte.

      Und ich bin auch sicher alle "Tauschbörsen" werden nur für in österreich nicht erhältliche Musikstücke benutzt. LOL

      Könntest du da mal ein Beispiel geben, mir fehlt die Vorstellung was das für Stücke sein könnten?

    • max7c, vor 370 Tagen, 4 Stunden, 38 Minuten

      Auf die Schnelle fällt mir da zB The Killers- Somebody told me (Josh Harris Remix) ein.

      Das Tauschbörsen nur für auf anderen Wegen nicht erhältlichen Musik genutzt werden hab ich nie behauptet.
      Ich sage nur das es durch Sie teilweise erheblich einfacher ist an bestimmte Stücke zu kommen.

  • Ich zahl doch eh schon für jedes Speichermedium die Urheberrechtsabgabe...

    cdab, vor 370 Tagen, 6 Stunden, 49 Minuten

    ..auch wenn ich darauf nur meine Urlaubsfotos kopiere. Jetzt darf ich dann zum Email schreiben auch noch den Herrn Williams fördern?

    • suit, vor 370 Tagen, 5 Stunden, 33 Minuten

      wenn du nur deine urlaubsfotos kopierst, kannst du dir die abgaben doch wieder zurückholen:

      http://www.austromechana.at/rte/upload/ura/ura-rz_formular.pdf

    • thedarktower, vor 370 Tagen, 4 Stunden, 50 Minuten

      Im Formular steht aber "für betriebliche" Zwecke. Wird bei Privatepersonen schwierig werden.

      Kennst du wirklich jemanden der das macht??

  • Ach diese Pauschale

    joeduck, vor 370 Tagen, 8 Stunden, 14 Minuten

    ist doch schon seit fast 1 Jahrzehnt im Gespräch. Leider wird sowas vernünftiges, immer an der Medienindustrie scheitern...

    • Ja, aber nur wegen des Preises

      louiswu, vor 370 Tagen, 7 Stunden, 10 Minuten

      Die Verwerter schätzen, dass 95% illegal getauscht werden, was heißt, sie wollen das Zwanzigfache ihrer derzeitigen Einnahmen. Nur eine Flatrate von 100 Euro pro Monat wird eben niemand zahlen.

    • Ne

      joeduck, vor 370 Tagen, 4 Stunden, 17 Minuten

      Also 100€ bin ich jederzeit bereit.
      Wenn ich dafür frei tauschen und konsumieren kann was ich will.

      Ala GIS Gebühr für eine Familie oder so.
      Fände das voll in Ordnung.

  • Was ist nun?

    birthd, vor 370 Tagen, 8 Stunden, 47 Minuten

    Ich nutze das Internet NUR und AUSSCHLIEßLICH in einem absolut legalem Rahmen.
    Wenn tatsächlich diese Strafgebühr kommt, werd ich endgültig sauer.
    Bei Rohlingen und Hardware kann man ja auf Ware im Ausland ausweichen, aber der Internetanschluß sollte doch bitte tabu bleiben, für Steuern und Abgaben, die sich eine Minderheit der Oberschicht gegenseitig beim Höhlenforschen aus den Hintern ziehen.

  • wir brauchen die "Lebens-Flatrate" ! ! !

    sirviper, vor 370 Tagen, 9 Stunden, 16 Minuten

    eine Kultur-Flatrate gegen Raubkopierer, eine Öffis-Flatrate gegen Schwarzfahrer, eine Parkometer-Flatrate gegen Dauer-Kurzparker, eine Shopping-Flatrate gegen Ladendiebe,...

    In vielen Bereichen des täglichen Lebens entgehen irgendwelchen Firmen Einnahmen durch "gesetzeswiedriges Verhalten" der Bürger. Dann führen wir die "Lebens-Flatrate" ein und Jeder zahlt ein monatliches Fixum dafür, dass er einfach nur ungestört leben darf...

    • Genau.

      birthd, vor 370 Tagen, 8 Stunden, 45 Minuten

      Und die, die's nicht zahlen können machen bekanntschaft mit der Holzhammermethode (Pfändung und Versteigerung - der zum 1. zum 2. und zum3.-Holzhammerklescher)

      *höhö*

    • Funktioniert nicht.

      maxitb, vor 370 Tagen, 4 Stunden, 52 Minuten

      Hats schon gegeben, hieß Kommunismus, Ende ist bekannt.

      Kann auch nicht gehen, weil Flatrates für Künstler oder welches Gewerbe auch immer einfach Kreativität killen. Da hatte nicht mal eine Spitzel-Polizeistaat wie die UdSSR eine Chance.

  • wenn das kommen würde ...

    4711, vor 370 Tagen, 9 Stunden, 28 Minuten

    dann würde ja (zb) apple nichts mehr bei itunes mitschneiden können ...

    das wird nicht kommen

    • suit, vor 370 Tagen, 9 Stunden, 21 Minuten

      mitschneiden? apple betreibt itunes - die verdienen damit geld

      von mitschneiden kann da kein rede sein

  • was zahlt MIR der Koffer für diese Idee???

    derskalarvonperl, vor 370 Tagen, 9 Stunden, 41 Minuten

    im Moment gibts ja noch nicht diese Flat-Rate! Und vor ein paar Tagen hab ich genau das hier auf diesen bescheuerten Debatten gefordert. Offenbar hat der Koffer das gelesen und vermarktet jetzt diese Idee. Und jede Wette, wenn diese Flat-Rate kommt, wird der im ORF als Experte Dauergast `zur Analyse, was und wie viel die bringt - so wie der Filzmaier bei Politik-Themen. Warum bin ich bei dem Verein nie eingeladen, damit ich meinen Kommentar zur IT-Themen abgeben kann?

    • Diese Idee gibt es schon seit 2 Jahren.

      doktorx, vor 370 Tagen, 9 Stunden, 35 Minuten

      Du bist wohl ein Hinterweltler.

      Das fällt jetzt schon langsam auf.

      Ps.: Gott sei Dank bist du nicht in diesem Bereich tätig. Alleine deine Wortwahl wäre in dieser Branche weit daneben.

    • also gehabt hab ich diese Idee schon

      derskalarvonperl, vor 370 Tagen, 9 Stunden, 7 Minuten

      seit mind. 5 Jahren. Kommt ja darauf an, wer sich die als 1. patentieren lässt. Aber ich glaub, das wird nicht patentierfähig sein.

    • max7c, vor 370 Tagen, 6 Stunden, 31 Minuten

      Ja klar, jeder der irgendwie von einer Kulturflatrate redet hat dir deine Idee gestohlen.

      Das du von "diesem Verein" nie eingeladen wirst kann ich mir gut vorstellen.
      Wer keine 5 Sätze von sich geben kann ohne jemanden als "Koffer" zu beschimpfen hat dort einfach nichts verloren (und imho auch nicht hier im Forum).

    • ja,

      derskalarvonperl, vor 369 Tagen, 21 Stunden, 28 Minuten

      nur der gleiche Verein is es auch, der was in Mundl auf DVD verkauft (sogar alle Folgen jetzt)! Da is sich der nicht zu fein, mit sowas Geld zu scheffeln. Aber wir wissens eh. Wenn die Kohle stimmt, gelten Moral und Recht nicht mehr.