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Streit über IT-Kollektivvertrag geht weiter

IT-LÖHNE
17.02.2009|14:55

Fachverband in der WKÖ lehnt Ist-Gehaltserhöhung ab

Der Fachverband Unternehmensberater und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat sich in einer Stellungnahme gegen die Einführung einer tatsächlichen Ist-Gehaltserhöhung im IT-Kollektivvertrag ausgesprochen.

"Die WKÖ stellt sich somit gegen eine bislang in Österreich erfolgreich praktizierte sozialpartnerschaftliche Praxis", sagte der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer.

Verhandlungen bisher gescheitert

Nachdem die fünfte Verhandlungsrunde in der IT-Branche am 22. Jänner ohne Erfolg geblieben war, hat das Verhandlungsteam der GPA-djp den Fachverband UBIT in der WKÖ aufgefordert, eine Lösung für den Kollektivvertrag in der IT-Branche zu unterstützen. Davon betroffen wären etwa 35.000 Beschäftigte.

"Die IT-Branche nimmt eine Schlüsselfunktion ein, wenn es darum geht, die österreichische Wirtschaft wieder auf die Überholspur zu bringen. Mit der nachhaltigen Ignoranz gegenüber berechtigten Anliegen der Beschäftigten torpediert man die notwendige Zukunftsorientierung", so Proyer.

Die Betriebsräte der IT-Branche beraten am Dienstagnachmittag in einer Konferenz über die weitere Vorgangsweise gegenüber den Arbeitgebern.

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(APA)

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Forum

 
  • Wen interessiert der Kollektivvertrag ?

    nudgenudge, vor 357 Tagen, 53 Minuten

    Ich kenn keinen IT'ler, der nach Kollektivvertrag bezahlt wird.

    • neptunus, vor 356 Tagen, 23 Stunden, 59 Minuten

      Und bekommen die jedes Jahr auf deren Gehalt automatisch die prozentmäßige Gewerkschafts-Lohnerhöhung aufgeschlagen?

      Um das gehts nämlich bei so einer Ist-Erhöhung ...

    • Natürlich,

      nudgenudge, vor 355 Tagen, 21 Stunden, 51 Minuten

      sonst hätte das ja keinen Sinn.

    • nudgenudge, vor 355 Tagen, 21 Stunden, 51 Minuten

      Das sind zwischen 4 und 7 Prozent, wenn man zu faul ist, zu verhandeln.

  • ich bin in den letzten 18 Jahren nie nach Kollektiv

    exthir, vor 357 Tagen, 4 Stunden, 17 Minuten

    bezahlt worden. Ich will doch nicht weniger verdienen.

    • gelesen und verstanden?

      sunnyboo, vor 356 Tagen, 21 Stunden, 39 Minuten

      mit ist-gehalts-erhöhung ist erhöhung jener gehälter gefordert die nicht exakt nach kollektiv sondern über kollektiv bezahlt werden. also gehts um dich, jene die genau nach kollektiv bezahlt werden bekommen eh ihre erhöhung weil die mindestlohntabellen eh jährlich erhöht werden.

    • neptunus, vor 356 Tagen, 11 Stunden, 6 Minuten

      > Ich will doch nicht weniger verdienen.

      Du verdienst eh schon weniger dadurch, dass du in den letzten Jahren nie eine automatische Gehaltserhöhung um die X-Gewerkschafts-Prozent bekommen hast ;-)

  • die wkö ist halt auf der seite der sklavenhalter

    winnipc, vor 357 Tagen, 5 Stunden, 30 Minuten

    was soll man da anderes erwarten, hauptsache billig ist das personal

    • jorel, vor 357 Tagen, 4 Stunden, 42 Minuten

      IT Personal und billig? Na ich weiss nicht, wenn ich mal so rechne was ich die Firma jährlich koste würde ich das nicht unbedingt "billig" nennen.

    • neptunus, vor 357 Tagen, 4 Stunden, 38 Minuten

      In dieser IT-Branche ist eben so gut wie niemand Mitglied bei einer Gewerkschaft.

      Diese alten steinzeitlichen Relikte mit ihren Funktionärs-Sesselhockern braucht doch niemand mehr in der heutigen modernen Zeit - Gehälter kann man sich selber viel besser ausverhandeln.

      Gerade deswegen nehmen vor allem in dieser Branche sehr viele der Beschäftigten ihre Vertretung selbst in die Hand. Nicht zuletzt der bereits vergangene Bawag-Skandal hat die Beschäftigten geradezu darin bestätigt, selbst der Mann zu sein.

      Wer selbst verhandelt, verhandelt gut. Gewerkschaft = nutzlos, braucht niemand hieß es damals.

      Ich würde als WKO daher für alle eine IST-Lohnsenkung fordern, und für die nächsten Jahre andenken, die Arbeitgeber ihren Beschäftigten gegenüber als Lehensherren aufzuwerten.

      ;-)

      Das ist natürlich alles nicht ernst gemeint. Auf der anderen Seite wundert mich aber schon sehr stark, dass die Leute gerade wegen einer Banken-Spekulation plötzlich meinen, sich selbst am Besten vertreten zu können, gleichzeitig aber immer mehr über schlechte Arbeits- und Lohnbedingungen daher jammern.

      Richtig wäre, das eigene Wort ernst zu nehmen, und sich tatsächlich selber für sich besser zu vertreten. Da würde dann halt ein ordentlicher Vertrag ohne die jetzigen Macken heraus schauen.

      Scheinbar will das aber keiner - oder die Hysterie von wegen Selbstvertretung anstatt...