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Kind vor Bildungsrechner XO

Realitätsprüfung für Bildungsrechner XO

SCHULE
06.03.2009|06:00

Seit Mitte November wird in einer Grazer Volksschulklasse mit dem unter dem Namen "100-Dollar-Laptop" bekanntgewordenen Bildungsrechner XO unterrichtet. Auch wenn nicht alles glattläuft, ziehen die Beteiligten eine grundsätzlich positive Bilanz: Erstmals sei Hard- und Software aus der Perspektive der Kinder entwickelt und eingesetzt worden. Die Kinder sind mit Eifer bei der Sache - auch wenn manche am liebsten nur spielen würden.

11.00 Uhr Vormittag in der ersten Klasse einer Grazer Volksschule: Statt Heft und Bleistift holen die Kinder auf Geheiß des Lehrers 25 quietschgrüne Laptops auf ihre Schreibtische, stecken die Maus an und fahren die Rechner hoch. "Startet bitte das Schreibprogramm", sagt der Lehrer, und 25 Augenpaare suchen auf dem Monitor vor ihnen das passende Icon. "Schau mal, wie viel Akku hast du noch, Anton?", fragt ein Schüler den Kollegen neben sich. "Alles, weil ich hab aufgeladen." "Och", tönt es, offenbar enttäuscht, neben Anton.

Kind mit XO-Rechner

Vor der eigentlichen Arbeit werden noch die Finger gedehnt, dann geht es los: "Schreibt einmal eine ganze Zeile 'au'", sagt Klassenvorstand Arnd Stöckl und tippt die gewünschten Buchstaben via Beamer vor. Umgehend suchen 50 Kinderhände auf der ebenfalls giftgrünen Tastatur die gewünschten Buchstaben. Der eine oder andere stellt die Auflösung anders ein, damit die Zeile schneller voll wird, doch abseits dieser kleinen Schummelei sind alle Kinder mit Motivation und Konzentration dabei.

Kind an XO-Rechner

Nach dem Schreiben können die Kinder selbst bestimmen, welche Programme sie auf dem Rechner laufen lassen wollen: "Am liebsten tu ich spielen", sagt eine Taferlklasslerin. Was sie sonst noch gerne benutze? "So ein Sprechding, da kann man was hinschreiben, und dann sagt er es." Das Programm heißt Speaker und ist Teil der XO-Software, genauso wie eine Art Memory, bei dem die Kinder zum Wegklicken der Karten erst Rechenaufgaben lösen müssen.

Lieblingstätigkeit: Rechnen

"Ja, das ist lustig", erklärt ein anderer Schüler und schreit kurz darauf: "Smiley!" Das bedeutet, dass er sein Spiel gelöst hat. Ein anderes Mädchen kann sich nicht entscheiden, welches Programm ihr am besten gefällt: "Da gibt es so viele." Und wenn sie es sich aussuchen könne? "Rechnen."

Die quietschgrünen Rechner sind Teil der Bildungsinititiave One Laptop per Child (OLPC), die eigentlich auf Entwicklungsländer abzielt, und werden in der Praxisvolksschule der Pädagogische Hochschule Steiermark (PHSt) im Unterricht verwendet. Für Stöckl und seine Teamlehrerin Nina Jaklitsch sind die Rechner kein Ersatz für die bisherigen Lehrmittel, sondern ein Zusatz: "Uns ist wichtig, dass der Computer das Buch und das Heft nicht ersetzt, sondern parallel dazu läuft." Mittlerweile sei es selbstverständlich, dass es das Buch sowie Heft und auch den Computer gebe.

XO-Schulklasse in Graz

Anpassung an die Fähigkeiten

Stöckl und Jaklitsch begleiten die 25 Kinder gemeinsam bei ihrem Eintritt in das digitale Zeitalter. Die Frage, ob es die Kinder nicht überfordere, an einem Computer zu arbeiten, noch bevor sie mit der Hand richtig schreiben können, verneint Projektleiter Johannes Dorfinger von der PHSt: "Es ist eher eine Strafe, wenn man es ihnen vorenthält. Sie wachsen ja ohnedies damit auf, für die Kinder ist das so was von logisch."

Zudem würden nur Programme genutzt, die dem jeweiligen Bildungsstand der Kinder entsprechen würden, das Schreibprogramm etwa werde vorsichtig eingesetzt und nur mit Wörtern und Buchstaben, die die Kinder kennen, so Stöckl: "Die Grundkompetenzen, die sie jetzt erwerben, sind faszinierend." Auch das Zehnfingersystem werde versucht, allerdings hapere es dabei ein wenig an der Tastatur mit englischsprachigem Layout, meint Jaklitsch bedauernd. "Man muss aufpassen, wie weit man als Lehrer geht", so Stöckl.

Kinder mit XO-Rechnern

Mehr Anmeldungen als Plätze

Die Eltern der Kinder entschieden sich bewusst dafür, dass ihre Kinder in der Volksschule mit Computerbegleitung lernen. "Wir hatten mehr Anmeldungen als Plätze frei waren", erzählt die Leiterin der Praxisvolksschule, Marianne Baumann. Bisher gebe es auch nur positives Feedback.

Es wird nicht konstant am Computer gearbeitet: "Wir sind eine Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht, das heißt, wir lehren dann, wenn die Kinder am leistungsstärksten sind." Die Arbeit werde mit Bewegung abgewechselt beziehungsweise mit Jause und Mittagessen, Hausaufgaben gibt es keine. "Wir machen vielleicht von der Quantität weniger, aber dafür haben wir mehr Qualität", sagt Stöckl. Nach einer halben Stunde werden die Rechner weggepackt, und die Kinder können sich selbst beschäftigen. Ein Bub holt umgehend Papier und Schere hervor und fängt an zu basteln, andere singen oder diskutieren lautstark.

Kinder beim basteln

Kritik an Hard- und Software

Für Dorfinger hat das Projekt trotz allen Enthusiasmus' und spürbarer Motivation der Beteiligten noch einige Tücken: "Die Geräte sind nicht ganz so einfach, wie wir uns das vorgestellt haben", so funktioniere etwa das Mesh-Netzwerk, um die Rechner direkt miteinander zu verbinden, derzeit nicht. Ein Gerät sei zudem schon kaputt. Auch pädagogisch seien nicht alle Programme wirklich durchdacht, pflichten Stöckl und Jaklitsch zu, und müssten eigentlich für den heimischen Gebrauch adaptiert werden, obwohl der XO sonst deutlich besser in den Unterricht integrierbar sei als andere Systeme.

Für die Kollaboration der Kinder müsse man nun einen eigenen Klassenserver aufstellen, so Dorfinger: "Das ist jetzt kein Problem, OLPC Austria hat uns den auch schon angeboten, aber das sind Umstände, mit denen wir nicht gerechnet haben. Das und auch die Software muss man teilweise neu überdenken."

Kinder mit XO-Rechner

"Es gibt noch viel zu tun"

Link:

OLPC.at ist die erste europäische Non-Profit-Organisation zur Unterstützung des Einsatzes des Lerncomputers XO. Sie arbeitet mit offizieller Unterstützung des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Christoph Derndorfer, der das Projekt vonseiten OLPC Austria begleitet, weiß um die technischen und sonstigen Probleme und gibt zu, dass noch nicht alles so funktioniert, wie es einst von Initiator und OLPC-Mastermind Nicholas Negroponte erdacht und auch kommuniziert wurde: "Es wurde als fertiges Produkt verkauft, aber das ist es nicht. Es gibt noch viel zu tun." Das Projekt sei im Bereich Kollaboration zwar grundsätzlich ein bis zwei Jahre voraus, aber eben auch mit den dazugehörenden Kinderkrankheiten.

Die Kritik an der Software könne er mittlerweile besser nachvollziehen, auch weil es einen direkten Austausch zwischen Software-Entwicklern und Lehrern gebe: "Als sie mir gesagt haben, dass die Sprachsoftware 'em' statt 'm' wie in der Volksschule sagt, und sie das gerne geändert hätten, ist mir zuerst einmal der Mund offenstehen geblieben - daran hätte ich nie gedacht." Er sei über die Faszination an der Technik in das Projekt eingestiegen und habe mittlerweile selber viel über die Bedürfnisse der Lehrer und Schüler gelernt.

Kind mit XO-Rechner

Kooperationen sollen Lehrer entlasten

Um die Software-Entwicklung voranzutreiben und die Lehrer zu entlasten, gebe es neben der Begleitung durch die PHSt auch Kooperationen mit der TU Graz, so Dorfinger. So unterstützen unter anderem Martin Ebner von der E-Learning-Gruppe und Walther Neuper vom Institut für Softwaretechnologie das Projekt, indem sie auf Basis des Inputs der Lehrer die nötige Software schreiben. "Das Problem ist, dass die Software nicht zu 100 Prozent an unseren Unterricht angepasst ist", so Neuper.

Auch werde nicht immer der eigentliche Bedarf und natürliche Zugang der Anwender - nämlich der Kinder - berücksichtigt. "Wir schauen uns an, wie die Dinge auf die Kinder wirken, wie sie damit umgehen - und was sie noch brauchen." Der Unterschied zu bisherigen Ansätzen, mit Hilfe von Technologie Wissen zu vermitteln, ist für Neuper wie für Dorfinger, dass diesmal von der Ebene der Kinder ausgegangen und der Computer wie selbstverständlich integriert wird, statt einziger Mittelpunkt eines Konzepts sei. Der Mensch habe sich mittlerweile an den Computer gewöhnt, nun gehe es darum, die Technik an den Menschen anzupassen: "Usability bekommt Bedeutung", so Neuper.

Die Software steht im Vordergrund

Für alle Beteiligten geht es bei dem Projekt immer weniger um die mittlerweile und für heimische Verhältnisse teilweise nicht ganz aktuelle Hardware, sondern vor allem um die Software - und die Zusammenarbeit, die das Projekt mittlerweile ermöglicht. "Erstmals werden wir direkt in die Entwicklung von Lernsoftware einbezogen - das ist großartig", meint etwa Klassenvorstand Stöckl.

Derndorfer wiederum schätzt das Feedback der Lehrer, die er seinerseits direkt an die anderen Entwickler weitergibt: "Die sind extrem dankbar." Diese Möglichkeit schätzt auch Projektleiter Dorfinger sehr, der über weitere Kooperationen zudem versucht, das Projekt weiter voranzutreiben. Unterstützung erhält er dabei vom Bildungsministerium, das den Wissensaustausch in Seminaren und Vorträgen vorantreiben will, erklärt Helmut Stemmer, im Bildungsministerium für den Einsatz innovativer Technologien zuständig. "Das ist der Mehrwert - nur Technik alleine bringt es nicht."

E-Mail als Klassenziel

Profitieren werden davon vor allem die Kinder, sind sich alle Beteiligten einig. Und wie finden die Kinder die Arbeit mit dem Computer? "Lustig", lautet ihre einhellige Meinung, auch wenn sie sich nicht einig sind, ob nun Schreiben oder doch Spielen am Computer mehr Spaß macht. Als Klassenziel sollen sie übrigens zum Schulabschluss ihren Eltern eine E-Mail schreiben und ein selbst gemachtes Bild anhängen.

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(futurezone/Nadja Igler)

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Forum

 
  • OLPC Austria Treffen am Samstag, 7. März

    christophd, vor 340 Tagen, 29 Minuten

    Vielen Dank für die vielen interessanten (und ein paar uninteressante;-) Kommentare!

    Falls sich jemand mal einen persönlichen Eindruck der XOs machen will oder einfach nur mehr über das Projekt im allgemeinen oder den Piloten bzw. die Arbeit von OLPC Austria im spezifischen erfahren möchte der/die sei herzlich zum nächsten monatlichen Treffen, morgen Samstag (!) von 15 Uhr bis 20 Uhr Wiener Museumsquartier, Quartier 21, Raum D, eingeladen.

    Würde mich freuen ein paar von euch dort zu treffen! :-)

    Schönen Abend noch,
    Christoph Derndorfer
    (OLPC Austria)

    • Danke

      exthir, vor 339 Tagen, 21 Stunden, 1 Minute

      War heute in Wien (Wartungseinsatz, nach 2h retour nach Stmk, keine Zeiz zum Besuchen). Aber der XO ist sehr interesannt: Billig (wenn ich richtig verstannten habe: bezahl einen, billiger alle vergleichbare, und ein zweites geht an ein Kind( ((klar das der Peis drin ist!)) . Und von den Leistungsdaten müsste der XO als Citrix/Terminal/Thin Client fähig sein.

  • wuaha

    wheelie, vor 340 Tagen, 5 Stunden, 1 Minute

    "Der eine oder andere stellt die Auflösung anders ein, damit die Zeile schneller voll wird"

    High five! :D

  • katmee, vor 340 Tagen, 5 Stunden, 42 Minuten

    Ich habe nun nicht alle Kommentare gelesen, doch geht es nicht beim Erlernen des Umgangs mit modernen Medien nicht vorwiegend auch darum soziale Barrieren zu minimieren.

    Ich kenne viele junge Leute (20-30) oft aus handwerklichen Berufen, die durch ihre Nicht-Kenntnisse (durch die Ausbildung bedingt) und eben auch Nicht-Benützung im Arbeitsalltag des Computers bzw. ebenso des Internets Einschränkungen erleben. Sei es bei Gespräche über IT-Programme oder nur ein Youtube-Video das als Urlaubsgruß versendet wird, bei Reisebuchungen (bspl. der online-check-in bei Flügen), Möglichkeiten des Zugangs zu verschiedenen Informationsquellen (sei es bei der Nachrichtenberichterstattung, bei Produktvergleichen oder Erfahrungsberichten) etc.

    Früh - in nicht bereits beruflich vorselektieren Schulklassen - das Erlernen des Umgangs mit dem Computer zu beginnen, sehe ich deshalb nur als Öffnung der Möglichkeiten für ALLE Menschen.

    Aber sicher ist meines Erachtens nach auch, dass der Umgang damit auf alle Fälle von Professionalisten aufgezeigt werden muss!

  • ich finde es ein bisschen übertrieben

    chrisl94, vor 340 Tagen, 5 Stunden, 45 Minuten

    bereits volksschüler mit laptops arbeiten zu lassen. beginnen sollte man meiner meinung nach, immer noch nach der traditionellen art: handschreiben. und außerdem werden die kinder vielleicht zu vollen computerfreaks, was ja prinzipiell nichts schlechtes ist, aber bei volksschulkindern schon!
    also wie gesagt: ein bisschen übertrieben

    • seinehrh, vor 340 Tagen, 3 Stunden, 21 Minuten

      das mit der "hanschrift" wollte ich gerade auch schreiben - hat sich mit deinem posting erledigt :-) generell sind wir gleicher meinung; man kann zwar nie früh genug mit "lernen" beginnen, aber ob der PC gleich das BESTE ist was man lernen kann??? was würden sie versäumen, würden sie es erst in der nächsten schulstufe (HS oder Gym) erlernen?? naja... da bin ich altmodisch: aber so früh ist wirklich " zu früh! "

    • aber sobald die kinder alleine heimgehen

      jemniak, vor 339 Tagen, 3 Stunden, 55 Minuten

      sollen sie ein telefon einstecken

  • Was wäre wenn..

    designo, vor 340 Tagen, 6 Stunden, 15 Minuten

    Hi, und wenn die Kinder den XO in Entwicklungsländern nur zum Lesen und Lernen nutzen? Wenn all die netten Spielereien und Kollaborationstools nicht vorhanden, bzw. den Technikfreaks vorenthalten bleiben. Ein XO anstelle eines Buches nur so auf dem Tisch dasteht. Das aktuelle Lehrmittel auf dem Display zu lesen ist. Wenn nur das eine Ziel erreicht werden könnte, wäre dies ein Ziel, um das es sich zu kämpfen lohnt? Es muss nicht ein XO sein. In Zukunft wird ein "Display" vielleicht nur noch aus einem Stück Papier bestehen. Was bleibt sind die Zeichen und Bilder, die von jungen Menschen gedeutet und gelesen werden...

    Hier ein Video, das diverse Aspekte rund um das Thema kritisch zu hinterfragen versucht:
    http://x-event.designo.ch/init/?q=ge/node/27#OLPCOndalivre

  • Und was wenn die Eltern

    sidi99, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 28 Minuten

    gar keine Email Addresse haben ist dann das Ziel nicht erreicht oder das Kind geoutet.
    Irgendwie find ich schon das da mit zuviel selbstverständlichkeit davon ausgegangen wird das sowieso jeder Internetisiert sein muß.

    • Schön langsam wird es eben Zeit

      pureironie, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 15 Minuten

      dass das ganze Volk gut belauschbar am Netz hängt. Und die Kleinen müssen schon früh daran gewöhnt werden, all ihr Misstrauen abzulegen, und alles online zu machen, damit Staat und Wirtschaft ruck zuck alle Bedürfnisse decken und alle Nöte beseitigen können.

    • dirry, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 12 Minuten

      kannst ja ändern: http://www.gnupg.org/

    • calypso, vor 340 Tagen, 6 Stunden, 11 Minuten

      pureironie, sich ins netz hängen heißt also automatisch "offen" sein? du solltest dirrys link wirklich mal anklicken.

      sidi99, wer sich nach wie vor vorm internet und computer drückt / kein interesse zeigt, der darf sich auch nicht wundern, wenn er über bleibt. in den 80ern hätte man wohl keinen angestellt, der kein telefon hat. bei uns und sicher in den andren computerlastigen firmen ebenfalls scheidet ein bewerber aus, wenn er keine mailadresse hat. welcome to the 21st century!

    • thedarktower, vor 340 Tagen, 2 Stunden, 40 Minuten

      Ich glaube nicht, dass man in den 80ern keinen Job bekommen hat wenn man kein Telefon hatte.

      Und warum sollte man keinen Job bekommen wenn man keine Mailadresse hat?

  • Laptop ist schon ok

    bitteichweißwas, vor 340 Tagen, 9 Stunden, 13 Minuten

    aber nicht bevor die Kinder überhaupt die Buchstaben kennen, die sie im Zweifinger-System (siehe Bild) dann tippen sollen.

    Kein PC ohne Zehnfingersystem, ich achte bei meinen Kindern darauf. Es ist doch nichts schlimmer als EDV-Mitarbeiter die mit zwei Fingern tippen. Eine englische Tastatur ist da wohl nicht sehr hilfreich, wenn man schon in der Volksschule ö, ä, ü und ß mit anderen Buchstaben übersetzen muss. Das gibt dann auch Rechtschreibprobleme. Diese Laptops werden ja nicht ausgetauscht, wenn es an die Umlaute geht, sondern vermutlich die ganze Volksschule begleiten.

    • Zweifingersystem

      dirry, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 45 Minuten

      Ich schreibe selber mit dem 10-Finger-System. Aber die Tastatur des XO ist nicht besonders gut (und für mich auch zu klein), weshalb ich auf den XO auch das 2-Finger-System einsetze.

      Die Kritik am Layout verstehe ich. Aber ehrlich gesagt würde ich es ohnehin besser finden wenn alle das US-International-Layout verwenden würden, denn damit kann man genauso Umlaute und ß schreiben.

    • michigreat, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 7 Minuten

      Ich schreibe auch nicht im 10-Finger-System (weil es bei mir schlicht und einfach nicht funktioniert, trotz mehrerer Versuche es mir anzugewöhnen) und glaube nicht, dass das in irgendeiner Art und Weise ein Problem darstellt. Natürlich schreibe ich auch nicht im Adlersystem, es ist halt ein 6-Finger-System. Desweiteren deutet die Tatsache, dass auf der Tastatur kein "ü" und "ß" aufgedruckt ist, nicht, dass man damit kein ü und kein ß schreiben kann. Beim deutschen Tastaturlayout reagiert das System immer gleich, egal ob es sich um eine deutsche, englische oder sonst eine Tastatur handelt. Ergo sehe ich diesbezüglich kein Problem.

    • apoplexis, vor 340 Tagen, 5 Stunden, 3 Minuten

      o____O

      mehr fällt mir zu den letzten beiden posts einfach nicht ein..

  • warum nicht

    daxiong, vor 340 Tagen, 9 Stunden, 54 Minuten

    100€ - Laptop

    • dirry, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 41 Minuten

      ich find XO besser. Das Ding als 100$ Laptop zu bezeichnen finde ich irreführend, vor allem da der Preis derzeit höher (wenn auch stark sinkend) ist.

      Zudem braucht nur eine Inflation aufgrund der Wirtschaftskrise kommen und schon muss man 1000€ dafür blechen.

  • pessimistisches Abwarten

    fatmike182, vor 340 Tagen, 10 Stunden, 26 Minuten

    Leider muss ich immer wieder feststellen, dass das IT/PC-KnowHow rein garnichts mit dem frühen Kontakt damit zutun hat. Bei mir hat es die Laptop-klassen ebenfalls schon gegeben; was aus denen ihrem IT-Verständnis geworden ist ist sicherlich KEIN großer Vorteil am Markt anderen gegenüber. Nachteile hat es allerdings, vieles kann nicht selbstständig ohne Laptop erledigt werden.

    Ich bin auch für das Verwenden unterstützender Maßnahmen - aber erst dann, wenn die Basics verstanden sind, dass diese im Zweifelsfall auch ohne denen durchgeführt werden können.

    • dirry, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 31 Minuten

      ich bin auch ohne Computer aufgewachsen und konnte dennoch nie Kopfrechnen oder etwas auswendig lernen. In der Schule hatte ich Rechnenunterricht - die Mathematik wurde nur angekratzt. Dennoch bezeichnet sich das Fach als "Mathematik".

      Ehrlich gesagt kann ich noch immer nicht (kopf)rechnen - das macht jetzt mein Rechner.

      Die Notebook-Klassen die ich kenne haben dafür in der Hauptschule Dinge berechnet, die viele Unistudenten nicht zusammenbekommen.

  • Entwicklung etwa 5 Jahre verschlafen

    smoorhenderl, vor 340 Tagen, 10 Stunden, 28 Minuten

    Der Versuch den Computer in Volkschulen einzuführen kommt etwas spät. Spätestens mit augenfreundlichen Flachbildschirmen hätten in allen Volkschulen Computerarbeitsplätze für jedes Kind eingeführt werden sollen. Und zwar richtige, über den Sparversuch mit schwarzweissen 100$-Laptops kann ich nur lachen. Selbstverständlich müßten dafür eigene Lehrer eingesetzt werden, auch Informatik-Studenten könnten dabei assistieren. Mein Sohn spielt und lernt seit dem Alter von 2 Jahren mit einer Kindermaus auf meinem Computer. Man könnte sagen, er hat als 3.Sprache (englisch wird im Kindergarten immer mehr üblich) den Computer erlernt. Der Vorsprung von 4 Jahren im kleinsten Kindesalter ist ähnlich einer Sprache beim besten Willen von 6jährigen Computerbeginnern nicht mehr einzuholen. Ich teile allerdings die hier geäußerte Meinung, daß der Computer nur als eine weitere Ergänzung des Unterrichts dienen soll.
    Im Internet gibt es genügend Software um spielerisch den Umgang mit dem Computer zu lernen.

    • schwarzweissen??

      neusprechat, vor 340 Tagen, 10 Stunden, 15 Minuten

      wie kommst du auf schwarz weiss? das ding aht einen farbmonitor

    • Wenn man ein bisserl die Augen

      fielosof, vor 340 Tagen, 9 Stunden, 28 Minuten

      öffnet anstatt nur die große Klappe zu gebrauchen kann man am 2. Bild von oben eindeutig erkennen das es sich um einen SW-Monitor handelt. Wenn es ein Farbmonitor wäre, dann wären nämlich die Symbolleisten oben farbig. Das einzig farbige an dem Krempel ist das giftgrüne Plastik rundherum.

    • Moorhenderl:

      fielosof, vor 340 Tagen, 9 Stunden, 19 Minuten

      Völlig richtig. Das einzig grausliche dabei ist das die Kinder dann in der Schule vom gewohnten Niveau auf den alten Schrott runtersteigen müssen und damit total frustriert werden.

      Besser wäre es, sich diese Schrott-PC Klassen ganz zu ersparen und quasi als ergänzenden Unterricht den Kindern die Basics beizubringen. Rechenprogramme und Textverarbeitung sind ja etwas ganz tolles, ein bisserl Kopfrechnen oder Handschrift wäre aber auch net schlecht.

      So wie dieser Unterricht dargestellt wird erinnert es mich an den Witz aus Rechenschieberzeiten:

      Lehrer: Wieviel ist 3x3?
      Schüler: 8,8!
      Lehrer: Sind sie Sicher?
      Schüler: Na ja, wenn ich genau schaue liegt das Ergebnis näher bei 9, vielleicht 8,92!

      Ich halte jedenfalls nicht davon als "Verbesserung" der Basisausbildung Kinder heranzuziehen die ohne PDA nicht einmal eine Telefonnummer aufschreiben können und ein Notebook brauchen um festzustellen ob die Supermarktrechnung auch wirklich einigermassen stimmt.

    • @fielosof

      dirry, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 28 Minuten

      Der XO hat ein FARBDISPLAY, das man in einen S/W-Modus umschalten kann.

    • dirry, vor 340 Tagen, 8 Stunden, 18 Minuten

      Übrigens hält dich nichts davon ab Maxima oder Axiom auf dem XO zu installieren. Wenn du etwas grafisches willst kannst ja auch Sage verwenden.

      Allerdings bin ich nicht sicher ob man das schon in der ersten Klasse Volksschule einsetzen soll.

      Also lieber erst in der Hauptschule...

    • @fielosof:

      neusprechat, vor 340 Tagen, 6 Stunden, 24 Minuten

      informieren statt müll verzapfen. verstehst, kleiner

    • calypso, vor 340 Tagen, 6 Stunden, 6 Minuten

      neusprechat, du kannst nicht verlangen, daß jemand, der in ein orf-gästebuch schreibt auch davor mal 20 sekunden für wikipedia oder die herstellerseite aufwendet um sich zu informieren.

      fettes eigentor fielo