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Zeitungsverleger fordern Zugriff auf IP-Adressen

KONTROLLE
19.06.2009|11:22

VÖZ: Jagd auf Urheberrechtsverletzer geht vor Datenschutz

Die Zeitungsverleger schlagen in Sachen Urheberrecht einen schärferen Ton an und konstatieren "akuten Handlungsbedarf seitens der Politik". Um redaktionelle Inhalte vor einer genehmigungslosen Verbreitung zu schützen, fordert der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) rechtliche Konsequenzen.

Notwendig sei die gesetzliche Klarstellung, dass eine Zeitung oder ein Magazin als Ganzes sowie die einzelnen redaktionellen Inhalte auf News-Portalen geistiges Eigentum der Verleger sind und jegliche kommerzielle Nutzung dieses Contents grundsätzlich der Zustimmung des Verlegers bedarf, so der VÖZ am Freitag in einer Aussendung.

Zugriff auf IP-Adressen

Die unbefugte Vervielfältigung und kommerzielle Nutzung fremden geistigen Eigentums müssten als Eigentumsdelikt geahndet werden, weil sie dem Urheber die wirtschaftliche Verwertbarkeit seiner Schöpfungen nehmen, so der VÖZ. Jede genehmigte Nutzung für unmittelbare oder mittelbare kommerzielle Zwecke müsse vergütet werden.

Weiters fordern die Verleger eine gesetzliche Regelung zur zeitlich befristeten Speicherung von Nutzerdaten, also etwa die Zuordnung von IP-Adressen. Datenschutz dürfe hier nicht als Deckmantel für Rechtsverletzungen missbraucht werden, hieß es. Von der Politik erwartet der VÖZ "ein klares Bekenntnis zum Urheberrechtsschutz und ein Eintreten gegen Versuche auf EU-Ebene, bestehende Regelungen durch eine Erweiterung der freien Werknutzung zu verwässern".

Vorratsdatenspeicherung ante portas

Der VÖZ hat im April gemeinsam mit dem Musikindustrieverband IFPI die "Plattform Geistiges Eigentum" initiiert. Gemeinsam wollen Musikindustrie und Zeitungsverleger demnach für den "Schutz des geistigen Eigentums" kämpfen.

Im September will das federführende Infrastrukturministerium einen Gesetzesvorschlag zur Umsetzung der EG-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vorstellen, die alle Provider zur Speicherung und sämtlicher Internetverkehrs- und Handystandortdaten verpflichtet.

(APA)

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Forum

 
  • Hetzkommentare

    raphae1, vor 233 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten

    Die Online-Zeitungen sollten lieber IP-Adressen von diversen Nazi-Postern (insb krone.at und presse.com) an den Verfassungsschutz weiterleiten.

    • Warum?

      tabernakelwanze, vor 233 Tagen, 1 Stunde, 15 Minuten

      Schon was von "freier Meinungsäußerung" gehört?

  • solala, vor 235 Tagen, 2 Stunden, 5 Minuten

    Das ein Österreichsiche Interessenvertrettungen einen Tag nach dem Beschluß der Internetsperren in Deutschland derartig knallhart ihre Forderungen an die Öffentlcihkeit stellt, ist nur mehr Zynisch, und zeigt die demokratsiche Reife!

    Gut das jene vertrettenen Zeitungen keine Poltik machen, leider kann man das nicht mal als WC Papier verwenden, wäre aber ohndies wieder ein Grund, das man wwegen zweckentfremndeter Produktverwendung klagen könnte...

  • dass die verleger sich groß aufspielen,

    prspin, vor 235 Tagen, 2 Stunden, 46 Minuten

    • prspin, vor 235 Tagen, 2 Stunden, 43 Minuten

      ist eine frechheit. mit ihren verrückten konstruktionen wie die content-engine bei der styria entreißen sie zuerst den journalisten jegliche rechte an ihrer arbeit und dann regen sie sich über angebliche urheberrechtsverletzungen auf.

      wahr ist aber leider auch, dass jeder den journalismus bekommt, den er/sie verdient. und bei einem volk, wo fast die hälfte die krone liest, und der rest anderen dreck wie ö, darf man sich nicht über den großteils miesen journalismus aufregen!

    • @arkasi

      fenris79, vor 233 Tagen, 4 Stunden, 55 Minuten

      "Geistiges Eigentum bremst Superkonzerne" lol wo hastn das her, entspricht eher Wunschdenken als der Realität. Denn wenn die Kleinen was haben hollen sich die Großen es, und es dreht sich nicht alles nur ums Geld machen.

  • Es gibt kein "geistiges Eigentum"

    000sepp000, vor 235 Tagen, 2 Stunden, 59 Minuten

    "geistiges Eigentum" ist eine Erfindung des Menschen, die noch gar nicht so alt ist. Eine Zeitlang funktionierte das ganz gut. Inzwischen ist das extrem fortschrittshemmend. Wir müssen uns rechtzeitig von der Idee verabschieden, dass es "geistiges Eigentum" gibt, sonst gewinnen bald einige wenige Superkonzerne die gesamte Kontrolle über uns! Datenschutz muss auf jeden Fall über dem "geistigen Eigentum" stehen! Die Gedanken sind frei, niemand darf sie besitzen! [Und jeden, der ab sofort das selbe behauptet wie ich, verklage ich, denn dieser Gedanke gehört mir!! ;-)]

    • @000sepp000

      arkasi, vor 235 Tagen, 1 Stunde, 18 Minuten

      Dumme Argumention von dir. Gerade die Superkonzerne werden durch geistiges Eigentum gehemmt, denn diese Konzerne haben sowohl die Produktionsmittel als auch das nötige Kapital alles zu machen. Ein kleines forschendes Unternehmen kann da nicht dagegenhalten, wenn es seine Rechte nicht geltend machen kann.

    • ahja..

      markgraf, vor 235 Tagen, 32 Minuten

      Wenn jemand z.B. ein Buch schreibt, dann ist es also jedermanns Recht, das Buch zu kopieren und vielleicht auch noch um 5 Euro billiger als das Original verkaufen.

      Auch wenn ein Komponist von seiner Musik leben muss ist es jedermanns Recht, die Noten zu kopieren und ins Internet zu stellen?

      Wenn ein Wissenschafter eine neue These formuliert, "gehört" sie allen? Darf ein Doktorand keine Dissertation schreiben, weil dieses Wissen allen gehört?

      Manche haben eine sehr merkwürdige Auffassung von Recht..

  • sollen lieber zuerst rechtschreiben lernen

    frizzdog, vor 235 Tagen, 3 Stunden, 10 Minuten

    journaille!

  • die nehmen sich was raus!

    piccolocommentatore, vor 235 Tagen, 3 Stunden, 43 Minuten

    qualität unterm hund. schreiben selbst überall unterneinander ab und dann das. dazu nehmen sie mit ihren ideologien noch einfluss auf themen und wahlen, wie jetzt die bonenzeitung mit pröll. warum formiert sich nicht mehr wiederstand und finden sich mehr leute, die sich gegenseitig selbst über neuigkeiten informieren. möglichkeiten gibt's ja z.b. auf http://www.wikipedia.org oder http://www.unserdaheim.at kann jeder schreiben, worüber er will. vielleicht schreiben die zeitungen ja dann davon ab. wär oft gscheiter!

  • Welche IP-Adressen wollen diese ...

    walkofframe, vor 235 Tagen, 3 Stunden, 58 Minuten

    ... Hirnis?
    Die der Leser?
    Die der Seiten wo ihre Inhalte angeblich verwertet werden?

    Das versteht keine Sau.

    • Meine könnens von mir aus haben:

      euripides, vor 235 Tagen, 3 Stunden, 46 Minuten

      127.0.0.1

      Die können sie von mir aus auch gerne sperren, wenn sie dort urheberrechtlich geschütztes Material finden sollten ;)

    • in wahrheit gehts darum

      hmooo, vor 235 Tagen, 3 Stunden, 35 Minuten

      das die ifpi (musikmafia) alles tut um an die ip-adressen aller user und vor allem die adressen der illegalen downloader zu kommen. da ja bekanntlich schon jeder mal was runtergeladen oder zur verfügung gestellt hat, heisst das ganz einfach sie wollen alle adressen! von jedem!
      im genannten fall schiebt aber die ifpi die zeitungsmacher vor, weil sie selbst schwer solche forderungen stellen können. (hehe) zeitungsmacher sind bekanntlich leicht zu bestechen (geld, inserate, bezahlte berichte u.s.w.) und um sich den peinlichkeiten nicht zu stellen werden halt andere vorgeschoben. in brüssel wird ständig mit hochdruck versucht die gesetzlichen vorraussetzungen dafür zu schaffen, das keiner mehr etwas aus dem netz downloaden darf, geschweige denn etwas zur verfügung stellen. die mafia investiert millionen in anwälte und bestechung und leider auch gesetztesänderungen...

  • macht mit !!! eine woche keine zeitung, einen monat keine CD/DVD

    gegenorfgebühr, vor 235 Tagen, 4 Stunden, 2 Minuten

    geht's noch tiefer mit diesem urheberwahnsinn??

    darf man zumindest am arbeitsplatz den kollegen davon berichten was man gerade in der zeitung gelesen hat? oder muß man auch dafür bezahlen, etwa 1 euro pro wort?

    die werden immer dreister. zum kotzen sind sie alle.

    obwohl ich nicht mp3 oder videos brenne, muß ich für jede CD/DVD Rohlinge urheberrechtabgabe bezahlen. auch für jeden scanner/drucker, ob man etwas urheberrechtliches vervielfältigen würde.

  • Ständig Wikipedia abschreiben und APA-OTS kopieren...

    erwinner, vor 235 Tagen, 4 Stunden, 3 Minuten

    ... aber dann darauf Urheberrecht fordern. Hoffentlich kratzen die herkömmlichen Medien bald ab. Die sagenhaft lächerliche redaktionelle Kompetenz bei den "österreichischen Qualitätsmedien" ist bei den wortgleichen Artikeln aus der OTS auf derstandard.at und diepresse.com täglich dokumentiert. Für was für einen Inhalt wollen die ein Urheberrecht? Für die Sachen, die sie vom Spiegel abgeschrieben haben?

    • Apropos "Wikipedia abschreiben",

      euripides, vor 235 Tagen, 3 Stunden, 49 Minuten

      wenn die "three strikes"-Regelung kommen sollte, dann wäre das das Ende der Online-Medien, denn die "vergessen" doch dauernd, die Wikipedia lizenzkonform zu erwähnen...

  • wer zum Teufel

    kaharatschonbonatschon, vor 235 Tagen, 4 Stunden, 6 Minuten

    will Zeitungscontent kommerziell verwerten??? Bei Tageszeitungen geht das sowieso nicht, weil die Meldungen am nächsten Tag sowieso schon der sprichwörtliche Schnee von gestern sind und bei den sonstigen Magazinen ist das Fernsehen 1000x besser und schneller.