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Screenshot aus "Grand Theft Auto: San Andreas"

Expertin fordert mehr Respekt für Gamer

GAMES
29.09.2009|06:00

Immer wieder sorgen Studien über den vermeintlichen Zusammenhang von gewalthaltigen Videospielen und realer Gewalt für Aufregung und Besorgnis unter Eltern und Politikern. Das sei unnötig, sagt Cheryl Olson, Mitautorin des Buches "Grand Theft Childhood?": "Es gibt keinen Beweis, dass ein Videospiel jemals echte Gewalt ausgelöst hat."

Nach Amokläufen und anderen brutalen Verbrechen von Jugendlichen ziehen Politiker und Kommentatoren gerne gewalthaltige Videospiele als Auslöser heran. Dabei bedienen sie sich Studien, die einen statistisch messbaren Zusammenhang zwischen der Nutzung solcher Spiele und aggressivem Verhalten oder Gedanken festgestellt haben.

Cheryl Olson bei ihrem Vortrag auf der FROG

2004 führte die Forschungsgruppe um Cheryl Olsen und ihren Mann mit 1.254 Kindern zwischen zwölf und 14 Jahren in zwei US-Staaten eine schriftliche Befragung durch. Danach wurde eine ausgewählte Gruppe von Burschen sowie Eltern im direkten Gespräch genauer befragt.

Olson hat einen Doktor in Gesundheitserziehung und Sozialverhalten und arbeitet am Center for Mental Health and Media der Harvard Medical School des Massachusetts General Hospital. In ihrem Buch "Grand Theft Childhood?" bereitete sie mit ihrem Mann, dem Psychologen Lawrence Kutner, die Ergebnisse der Studie für ein breiteres Publikum auf.

Forderung nach Perspektivenwechsel

Laut der Gesundheitswissenschaftlerin Olson deutet die übermäßige Nutzung von gewalthaltigen Spielen zwar auf reale Probleme der Kinder hin, das sage aber noch nichts über die tatsächliche Wirkung von Videospielen aus. Sie wirbt im Gespräch mit ORF.at zudem für mehr Respekt für Spieler und deren Interessen. So manche Studie leide auch an methodischen Schwächen und der Voreingenommenheit der Studienleiter.

In ihrer Eröffnungsansprache auf der Fachtagung "Future and Reality of Gaming" (F. R. O. G.), die am Wochenende im Rahmen der Game City im Wiener Rathaus stattfand, plädierte Olsen dafür, dass Wissenschaftler bei ihren Untersuchungen die Perspektive der Kinder einnehmen sollten. Sie erklärte, dass noch mehr Studien zu den verschiedenen Aspekten und möglichen Zusammenhängen nötig seien und man anhand einer Querschnittsstudie wie der ihren keine Aussage über kausale Zusammenhänge treffen könne - etwa ob gewalthaltige Spiele auch reale Gewalt fördern. Die psychische Veranlagung eines Kindes und sein soziales Umfeld seien etwa ebenfalls wichtig.

ORF.at: Frau Olson, spielen Sie selbst Videospiele?

Olson: Ich habe im College angefangen, einfache Videospiele zu spielen nach Art von "Space Invaders" und die ersten Konsolenspiele. Als mein Sohn klein war, habe ich dann angefangen, mehr zu spielen. Am liebsten mochte ich ein Spiel, bei dem Zootiere ihre verlorenen Babys wiederfinden müssen und beim Draufklicken zu tanzen beginnen. Mein Sohn war damals fünf, und es war passend für sein Alter. Ich war richtig traurig, als er zu groß dafür wurde, denn ich mochte das Spiel.

ORF.at: Wenn man manche Studien über Gewalt in Videospielen liest, hat man mitunter den Eindruck, dass die Forscher nicht wirklich wissen, worüber sie da sprechen. Bei Ihnen scheint das anders zu sein.

Olson: Ich halte es für eine ethische Verpflichtung, dass ich, wenn ich Videospiele untersuche, sie entweder selbst spiele oder zumindest Leuten dabei zuschaue, wie sie spielen. Manche kann ich selbst nicht spielen, weil ich nicht gut genug bin, aber ich habe meinem Sohn, der demnächst 20 Jahre alt wird, lange beim Spielen zugesehen. Er hat eine breite Palette von Games gespielt, von "StarCraft" über "Max Payne" bis zu "Civilization". Das war sehr wichtig für mich. Ich habe ihn sogar dazu gezwungen, für mich das Schulschläger-Game "Bully" auf der Wii zu spielen, denn ich war besorgt, dass Kinder das Spiel als Vorlage benutzen könnten, weil es ein so realistisches Setting hat. Nachdem ich gesehen habe, wie das Spiel strukturiert ist und welche Regeln für die Charaktere gelten, war ich beruhigt.

Ich komme aus der staatlichen Gesundheitsforschung und versuche immer, das gesamte Bild und die Ausgangsbasis zu betrachten: Was ist normal und was nicht? Wir haben keine Ahnung, welchen Einfluss Videospiele auf ihre Nutzer haben, wir wissen nicht, was normal ist für Jugendliche und Kinder, mit wem sie spielen, warum und wie viel. Und ohne dieses Wissen kann man nicht sagen, was normal und was potenziell problematisch ist. Wenn etwas typisch ist für die Kindheit, dann können wir nicht automatisch sagen, dass es abnormal und schädigend ist, vor allem wenn man sieht, dass in der gleichen Zeit die Kriminalitätsraten unter Jugendlichen gesunken sind (in den USA, Anm.). Daher habe ich mich zuerst darauf konzentriert herauszufinden, was das normale Verhalten ist, die Basis also, und dann, wo es vielleicht problematische Verbindungen und Probleme gibt.

ORF.at: Ihre Forschungsarbeit wurde von einem republikanischen Politiker angeregt, der einen Zusammenhang zwischen Gewalt in Spielen und echter Gewalt finden wollte. War er zufrieden damit, was Sie herausgefunden haben?

Olson: Ich habe ihm in einer Telefonkonferenz erklärt, dass man Forschung nicht betreibt, um bestimmte Punkte zu bestätigen, und auch, was ich gerne machen würde. Er schien damit einverstanden zu sein. Wir haben dann Geld aus dem offiziellen Programm für die Verhinderung von jugendlichen Straftaten des US-Justizministeriums (Office of Juvenile Justice and Delinquency Prevention) erhalten. Wenn ich im Vorfeld gewusst hätte, wie stark umstritten das Thema ist, wäre ich vielleicht gar nicht darauf eingestiegen.

Ich betreibe angewandte Forschung, um Probleme zu lösen und Entscheidungsgrundlagen dafür zu erhalten, ob dieses oder jenes Programm besser ist. Und das habe ich auch bei den Videospielen gemacht. Ich bin mit gesundem Menschenverstand an das Thema herangegangen: Ich weiß, mein Sohn spielt, und er ist ein gutes Kind. Er hat davon profitiert und mit seinem Gameboy neue Freunde gefunden, mit "Starcraft" seinen Stress abreagiert und seine Probleme vergessen. Ich war nicht automatisch gegen Videospiele eingestellt. Was ich damals über "Grand Theft Auto" wusste, war, dass man in diesem Spiel Prostituierte tötet und sein Geld zurückbekommt. Ich war auch ahnungslos und wusste nicht, was ich herausfinden würde.

Mir war außerdem klar, dass ich mit einer einmaligen Studie keinen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung zeigen kann, daher habe ich das gar nicht versucht. Ich habe mir also Spielmuster angesehen, die mit bestimmten Agressionsmustern assoziiert sind. Jetzt kann ich zumindest den Eltern sagen, dass sie bei bestimmten Verhaltensweisen mehr aufpassen müssen, weil es einen statistischen Zusammenhang gibt. Das bedeutet nicht, dass gewalthaltige Spiele das Risiko eines gewalttätigen Verhaltens steigern. Man sollte aber auf ein Kind, das viele Stunden gewalthaltige Spiele spielt, besser aufpassen, denn das ist ungewöhnlich.

ORF.at: Auch wenn Ihre Ergebnisse sich hier von anderen Studien nicht unterscheiden, beim Lesen Ihres Buches hat man das Gefühl, dass Sie die Spieler ernst nehmen und anders an das Thema herangehen.

Olson: Ich komme nicht nur aus der öffentlichen Gesundheitsvorsorge, sondern auch aus der Medienproduktion. Ich habe viele schlechte Medienproduktionen gesehen, bei denen Menschen Trainingsvideos produzieren, die sie sich selbst nicht ansehen würden - sie respektieren ihre Zuseher nicht. Und viele Forscher respektieren Kinder und Jugendliche ebenfalls nicht.

Es ist meiner Meinung nach aber wichtig, dass man die Dinge aus der Perspektive der Kinder sieht und nicht herablassend. Ein Grund dafür, warum wir so gute - und meiner Meinung nach auch ziemlich ehrliche - Antworten erhalten haben, ist, dass wir viel in die Aufklärung der Kinder über den Inhalt und den Grund unserer Studie investiert haben. Nicht zu viel, sonst wäre die Studie nicht ausgewogen, aber genug, dass die Kinder wussten, worum es geht. Wenn man mit den Kindern respektvoll umgeht und mit ihnen respektvoll redet - das hören sie nicht oft von Erwachsenen -, dann reagieren sie darauf. Ich konnte es in ihren Gesichtern sehen.

ORF.at: Sie haben für Ihre Untersuchung mit den Kindern viel gesprochen und versucht, die Dinge aus der Sicht der Kinder zu sehen. Warum machen das nicht mehr Wissenschaftler?

Olson: Ich glaube, ein Teil davon ist der unterschiedliche Methodenansatz zwischen Forschung im Labor und Forschern, die sich mit Menschen in deren Lebens- und Arbeitsumgebung beschäftigen. Es gibt Wissenschaftler, die glauben, dass der einzig wahre Weg, Forschung zu betreiben, darin besteht, Experimente in einem Labor zu machen. Kinder haben ihrer Meinung nach keine Einsicht, und sie glauben daher, dass die Aussagen der Kinder daher nicht nützlich sind. Meiner Meinung nach gibt es einen tiefen wissenschaftlichen Riss zwischen der Forschung im Labor und der Forschung in der realen Welt.

ORF.at: Games sind keine Randkultur mehr, Millionen von Menschen spielen sie, und Spiele und Spieler sollten ernst genommen werden. Warum geschieht das so selten?

Olson: Bis es zu einer echten Änderung kommt, müssen wir wohl warten, bis es eine Generation von Wissenschaftlern gibt, die selbst mit komplexen Videospielen aufgewachsen sind. Ein Forscher im Alter von 50 oder 60 Jahren kennt wahrscheinlich niemanden, der Videospiele spielt. Und wenn er daran nicht interessiert ist, sagt er meist: "Das ist nur Zeitverschwendung." Manche Leute glauben, Spiele brauchen keine respektvolle Aufmerksamkeit. Ich glaube das schon. Wir sollten uns genau anschauen, was im Leben der Kinder wichtig ist und warum.

Es gab schon immer Angst vor neuen Medien, ob es Comics, das Fernsehen oder vor 100 Jahren Taschenbücher waren. Einen Film kann ich mir ausborgen und schnell durchspulen, um mir ein Bild davon zu machen. Bei Videospielen ist das anders: Wenn ich nicht weiß, wie ich es bedienen kann, kann ich es mir nicht ansehen, und es bleibt eine Blackbox für mich. Das ängstigt Eltern. Ich kann auch keine Konsolen bedienen, die Wii ein wenig, ich finde sie einschüchternd, und vielen Erwachsenen geht es ebenso. Aber wenn man nicht selber spielt oder jemandem beim Spielen zusieht, weiß man auch nicht, wie reichhaltig und komplex Videospiele in den letzten Jahren geworden sind.

Es gibt so viele Vorurteile gegenüber Videospielen, vielleicht weil sie aus Arcade-Shootern entstanden sind und viele sie immer noch für billige Unterhaltung halten statt für ein vollständiges Medium. Videospiele sind mittlerweile wie Bücher und Filme, komplexe Produkte mit einem breiten Spektrum von Inhalten, man kann sie mit Freunden oder Eltern spielen. Eine Freundin von mir hat von ihrer Tochter "Guitar Hero" spielen gelernt, und sie waren beide begeistert und hatten dabei viel Spaß. Kinder können auf diese Weise ihre Fähigkeiten zeigen und Eltern wiederum ihr Interesse und Respekt für das, was ihre Kinder machen, beweisen. Viele Eltern respektieren die Interessen ihre Kinder aber nicht, sobald es etwas mit Videospielen zu tun hat, sie halten es für Zeitverschwendung und Mist. Es gibt keinen Grund dafür, das zu tun.

ORF.at: Warum sind aber auch Wissenschaftler so eingeschränkt in ihrer Sichtweise? Sollten sie nicht ohne Vorurteile an die Dinge herangehen?

Olson: Die Vorstellung, dass Wissenschaftler für neue Ideen aufgeschlossen sind, ist ein Ideal - in der Realität ist das meistens nicht so. Aus unterschiedlichen Gründen: weil bestimmte Perspektiven und Richtungen der Forschung eher finanziert werden, als wenn sie sie sich gegen anerkannte Meinungen stellen. Wenn ich zum Beispiel Videospiele als Teil der gesunden Entwicklung von Kindern erforschen möchte und man lieber etwas über Gewalt in Spielen lesen möchte, dann wird es wahrscheinlich nicht finanziert werden. Ein anderer Punkt ist die Forschungsrichtung, aus der sie kommen. Schon die verschiedenen statistischen Methoden transportieren bestimmte Vorurteile mit sich. Es ist zum Teil wie eine Religion: So und so muss es gemacht werden, und alles andere ist falsch.

Mir wurden durch meine Forschung die Augen geöffnet, ich war beeindruckt von der Komplexität und der Tiefe der Spiele, die ich gesehen habe. Ich fühle mich betrogen, dass solche Spiele in meiner Kindheit nicht verfügbar waren. Ich musste viele schlechte Zeichentrickfilme sehen, die darauf aus waren, Spielzeug zu verkaufen. Ich glaube wirklich, ich wäre ein besserer Mensch geworden, wenn ich diese komplexen Spiele hätte spielen können.

ORF.at: Was glauben Sie nun selbst? Gibt es einen Zusammenhang zwischen gewalthaltigen Videospielen und realer Gewalt?

Olson: Ein großes Problem in der Forschung ist die Definition von Aggression und dass aggressives Spiel mit der Absicht, real zu verletzen, verwechselt wird. Manche Forscher beobachten Kinder beim Spielen und sagen: Nach dem Konsum von gewalthaltigen Fernsehshows zeigten sie beim Spielen ein härteres Verhalten und haben einander getreten. Aber sie haben sich nicht verletzt. Sie haben vielleicht Dinge kopiert, die sie im Fernsehen gesehen haben, und waren überschwänglich, aber ohne sich zu verletzen. Aggressives Verhalten ist normal bei Kindern. Ein Entwicklungsspezialist hat mir einmal erklärt, die Frage sei viel eher, warum Kinder aufhören, aggressiv zu sein.

Manche Leute glauben, dass es in unserer Gesellschaft vor Fernsehern und Videospielen keine Gewalt gegeben hätte. Ich erinnere mich noch daran, als ich mit neun oder zehn Jahren europäische Märchen gelesen habe, und die sind voll von Gewalt. Abseits der Disney-Versionen gibt es Mord und Verlassenwerden und Kannibalimus, jede Menge grauenhafter Dinge. Ich bin zum Teil noch immer traumatisiert davon. Es ist eine Frage, wie man diese Dinge in den Zusammenhang stellt.

ORF.at: Worauf sollen Eltern nun achten?

Olson: Zuerst muss ich sagen, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass ein Videospiel jemals echte Gewalt gegenüber einem Menschen ausgelöst hat. Es gibt Beweise dafür, dass sie unter bestimmten Umständen vermehrt aggressive Gedanken und Gefühle auslösen können. Aber wenn mein Kind nur schreit und schreit, kann auch ich als Mutter aggressive Gefühle bekommen und das Bedürfnis verspüren, es zu schlagen. Manche Wissenschaftler tun so, als ob aggressive Gedanken immer zu realer Gewalt führen würden. Das ergibt keinen Sinn.

Eltern haben jedes Recht zu sagen: Ich habe mich über ein Spiel informiert, ich habe Bilder davon gesehen, und ich finde es nicht in Ordnung, wenn du es in meinem Haus spielst. Sie können Regeln aufstellen, aber sie müssen sich bewusst sein, dass Kinder diese Regeln umgehen werden. Sie müssen mit ihrem Kind über ihre Bedenken reden. Es reicht nicht, wenn sie sagen, Videospiele sind böse.

Videospiele sind ein Medium, es gibt Inhalte, die auf verschiedene Weise gut oder schlecht sein können. Eltern sollten sich damit beschäftigen und sie nicht von vornherein ablehnen. Es ist heute nicht schwierig, im Internet nach Beschreibungen und Screenshots zu suchen und dann zu entscheiden, ob man seinem Kind den jeweiligen Inhalt zumuten möchten. Nur weil ein Videospiel ein Spiel ist, heißt es nicht, dass es auch unbedingt immer für Kinder passend ist.

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(futurezone/Nadja Igler)

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Forum

 
  • alles klar

    vieux, vor 133 Tagen, 1 Stunde, 45 Minuten

    "Olson: Ich komme nicht nur aus der öffentlichen Gesundheitsvorsorge, sondern auch aus der Medienproduktion...."

    noch fragen?

    • calypso, vor 133 Tagen, 1 Stunde, 20 Minuten

      ja. aussage?

    • "aussage?"

      luaginsland, vor 133 Tagen, 54 Minuten

      "Ich komme nicht nur aus der (gut bezahlten) öffentlichen Gesundheitsvorsorge, sondern auch aus der (best-honorierten) Medienproduktion" . . .

    • Und was sollte man deiner Meinung

      mandi0002, vor 132 Tagen, 11 Stunden, 33 Minuten

      nach daraus schliessen? Dass Medien != Spiele sind? Dass sie vielleicht ein Ahnung von Medien hat, im Gegensatz zu anderen Forschern? Dass sie voreingenommen ist wie die anderen, nur in eine andere Richtung? Dass sie als Mutter selbst gespielt und vor allem einem Kind dabei zugesehen hat? Sag es mir.

  • Brief eines Amokläufers

    asdf111, vor 133 Tagen, 2 Stunden, 59 Minuten

    Wer wissen will was Amokläufer wirklich zu ihren Taten treibt sollte sich mal diesen Link ansehen:
    http://ultimate-games.de/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=133
    Das ist der Brief eines jungen Mannes der als Jugendlicher selbst einen Amoklauf durchführen wollte.

    • asdf111, vor 133 Tagen, 2 Stunden, 57 Minuten

      Hier nochmal der gleiche Link, aber diesmal so dass man ihn auch in die Adresszeile kopieren kann:
      http://tr.im/A7mG

  • wenn ideologen pädagogen sein wollen.

    smith, vor 133 Tagen, 4 Stunden, 10 Minuten

    in der soviet-union wurde meines wissen das spiel monopoly als gefährlich eingesuft und verboten.
    und nun gibt es experten die vor videospielen warnen...

    • Man muß kein "Experte" sein, Hausverstand genügt !

      luaginsland, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 47 Minuten

      Geist formt Materie und daher sind Inhalte von Videospielen gerade für Kinder und Jugendliche durchaus bemerkenswert !

    • Nachsatz:

      luaginsland, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten

      siehe auch http://sport.orf.at/090923-18717/
      "Das Versagen eines Zustandes"
      Sport gilt gemeinhin als ultimativ positiv für die Jugend. Und was zeigen diese ach so tollen Profi-Idole vor ?

    • smith, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 40 Minuten

      da aber kinder von den eltern erzogen werden sollten, und nicht von spielen oder sportlern, ist der einfluss zu vernachlässigen.
      wenn man sich natürlich nicht um die kids kümmert, und ihnen lieber ein baller-spiel kauft gibt es oft probleme...

    • auf welchem Planeten lebst du (so fesch isoliert) ?

      luaginsland, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 31 Minuten

    • auf welchem Planeten lebst du (so fesch isoliert) ?

      luaginsland, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 31 Minuten

    • smith, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 28 Minuten

      du meinst also man sollte zu lieblingsfussballer papa sagen, oder wie?
      ich lebe übrigens auf der erde und es gibt durchaus noch eltern die ihre verantwortung wahrnehmen...

    • "es gibt durchaus noch eltern die ihre verantwortung wahrnehmen"

      luaginsland, vor 132 Tagen, 23 Stunden, 50 Minuten

      ich hoffe, das ist sogar (noch) die Mehrheit!
      Daß Schule- und Freizeit-Umfeld trotz 'bester Erziehung' sehr wesentlichen Einfluß ausüben, wirst hoffentlich nicht bestreiten wollen.

  • Gewalt in Märchen mit der Gewalt in Videospielen

    luaginsland, vor 133 Tagen, 4 Stunden, 29 Minuten

    zu vergleichen, ergibt noch weniger Sinn, Frau US-Expertin ! Daß die US-Gesellschaft Gewalt-fixiert ist, weiß jeder Medienkonsument, nicht von ungefähr wurden in den USA Welt-zerstörende Waffensysteme entwickelt !

    • Ja und?

      sandmannsandler, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 6 Minuten

      Was wäre wenn du in den U.S.A leben tätest?
      als Drogensüchtiger auf der Straße..
      und dann.. dann wärst du nicht Aggresive?(

    • sry anhang:

      sandmannsandler, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 3 Minuten

      oder wenn du keine aufmerksamkeit von deinen Eltern bekommen tätest?? Wenn die nur sagen:"Hier ist ein Ballerspiel sitz dich hin sei ruhig und lass uns in ruhe..."

    • Noch was:

      sandmannsandler, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 2 Minuten

      Jeder 2te spielt Ego_Shooter also kann man dass leicht den sogenannten "Ballerspielen in die Schuhe schieben"

  • Gewalt ist negativ.

    derkommentator, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 51 Minuten

    Ich zumindest finde, dass eine Welt ohne Gewalt schöner wäre.

    Aber für diese negative Einstellung wollen mir jetzt sicher ein paar "Freiheitsliebende" die Fresse einhauen.

    • suit, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 46 Minuten

      Bist du Vegetarier oder gar vegan?

      Wo ziehst du die Grenze?

      Reale Gewalt, virtuelle Gewalt?
      Gegen Menschen, intelligente Tiere, Nutztiere, niedere Organismen?

    • Was für ein köstlicher Schluss:

      derkommentator, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 41 Minuten

      Bist du gegen Gewalt, bist du Vegetarier.

      Naja, war in diesem Forum ja vorauszusehen.

      Friede sei mit dir ... :-)))

    • calypso, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 31 Minuten

      kommentatur, du klingst nur etwas zu seidenweich. du findest eine welt ohne gewalt schöner.. oh wie abnormal und seltsam.

      klingt mir eher so als würdest du gern "eine in die fresse kriegen" um bestätigt zu sein, daß die andren nur gewalt wollen ;)

    • Nein, calypso, ...

      derkommentator, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 15 Minuten

      ... Masochist bin ich auch keiner :-). Hab nur ein Problem mit Gewalttätern, aber schon immer gehabt. Und ich kann einfach in vielen dieser z. T. unfassbar zynischen Games keinen positiven Effekt erkennen. Wahrscheinlich ein "Gutmenschen-Syndrom", und das, obwohl ich auch keine gewalttätigen "Zugereisten" mag - und somit ja eigentlich ein Nazi bin. ;-)

    • calypso, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 9 Minuten

      du scheinst mir eher ein "opfer und stolz drauf"-mensch zu sein. deine postings erzählen im grunde genommen nix andres, als, daß dich andre ständig für irgendwas halten. wenn dir das gefällt, bitte. klingt fast nach einem, der ins gästebuch schreibt rein um von andren als etwas bezeichnet zu werden, auf das er sich dann einschießen kann.

      zynische games kenne ich noch keine, aber als spieleentwickler kann man das von mir auch nicht erwarten.

    • Wow, calypso, ...

      derkommentator, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 1 Minute

      ... Spieleentwickler und Psychologe. Hut ab! Danke, dass du mich zum Opfer gemacht hast. Ich bin voll stolz drauf. Muss jetzt leider gehen, kann dir für deine Studien jetzt leider nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Scheuklappen stehen dir übrigens gut. :-)))

    • "spieleentwickler"

      luaginsland, vor 133 Tagen, 4 Stunden, 58 Minuten

      haben die dieselbe Grundausbildung wie Waffen-Entwickler ?

    • Gewalt ist ein neutrales Wort,

      irata, vor 133 Tagen, 4 Stunden, 55 Minuten

      oder war es zumindest einmal.
      Prinzipiell nichts anderes als Kraft.
      Aber der Mensch muß alles bewerten, ideologisieren, politisieren, beurteilen, verurteilen, nummerieren, indizieren, schubladieren.
      Ohne Hirn lebt es sich leichter.
      Eine Welt ohne Kraft? Eine Welt ohne Natur?
      Ich will das nicht.

    • calypso, vor 133 Tagen, 4 Stunden, 50 Minuten

      danke irata, wenigstens ein gutes kommentar neben dem getrolle.

      kommentator, du hast recht mit meinen scheuklappen. ich poste hier die ganze zeit in richtung "nicht alles ist schwarz oder weiß".. typischer scheuklappenträger eben.

      herr, lass hirn regnen!

    • Kraft = Gewalt ?

      luaginsland, vor 133 Tagen, 4 Stunden, 43 Minuten

      eine neue Ideologie ?
      Oder geht's noch hirnloser ?

    • pendler, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 35 Minuten

      gewalt gehört zum leben, leider. es ist so seit millionen von jahren und wird sich nicht so schnell ändern. mir ist auf jeden fall lieber wenn leute die das brauchen vor dem bildschirm gewalt ausüben statt im echten leben.
      schau dir die natur an es besteht doch fast nur aus gewalt, es liegt einfach so in der natur (nicht nur von menschen), leider. hier hat halt der "gott" einwenig versagt.

    • > pendler - Gewalt als "neutrales" Wort zu bezeichnen,

      luaginsland, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 27 Minuten

      ist für sich schon (subtile) Gewalt !
      "Gott" oder wer auch immer, hat sicher nicht "versagt", der Mensch hat die Freiheit, zu wählen ! Geist formt Materie ! Du nix vastehn?

    • ROFL

      sandmannsandler, vor 133 Tagen, 3 Stunden, 11 Minuten

      Keine Gewalt???
      Lol
      Eine Welt ohne Gewalt existiert nur in unseren Träumen..
      Bitte schau dir mal eine Naturdoku an^^
      Der wird von dem gefressen und der dann von dem...
      Also wie würdest du dir die Welt ohne Gewalt vorstellen??

    • > sandler - "Der wird von dem gefressen..."

      luaginsland, vor 133 Tagen, 58 Minuten

      was sollte den Menschen vom Tier unterscheiden?
      Bist echt so deppert oder stellst dich nur so ?

    • @luaginsland,

      pendler, vor 132 Tagen, 12 Stunden, 41 Minuten

      sags mir du, mit deiner primitiven ausdruckweise. ich sehe nur Intelligenz als einzigen unterschied. im puncto gewalt sind wir sogar noch ärger drauf als die "dummen" tiere. deine ausdruckweise ist genau so gewalt wie vieles anderes. also was willst du mir mit deinem aggressiven ton sagen? das menschen nie aggressiv waren? überlege mal einwenig länger deine eigene frage.

    • pendler, vor 132 Tagen, 12 Stunden, 37 Minuten

      und noch zum info: intelligenz bring uns nur dazu die gewalt intelligent einzusetzen. klingt krank ist aber so.

  • "Kultur" - ist ja lachhaft

    franziskaner, vor 133 Tagen, 6 Stunden, 11 Minuten

    Ich spiele teilweise auch mal ein solches Spiel, nur, was hat das mit Kultur zu tun...? Die meisten Spiele sind meist nur Mist und Gewaltverherrlichung.

    • calypso, vor 133 Tagen, 6 Stunden, 9 Minuten

      definiere kultur!

      du setzt "meiste" mit "alle" gleich? suuper!

    • scitec88, vor 133 Tagen, 6 Stunden, 7 Minuten

      Also sind für dich dank Quentin Tarantino Filme keine Kultur mehr?

      Dank gewissen Metal-Bands ist auch die gesamte Musik keine Kultur mehr.

      Und wenn man sich manche Gebäude ansieht können sie niemals Kultur sein.

      Bei Gemälden ist es ähnlich.

      Deine Definition von Kultur würde ich wirklich gerne hören.

    • calypso, vor 133 Tagen, 5 Stunden, 52 Minuten

      die definition ist wohl klar: alles was alt und gewohnt ist = kultur. alles was neu ist.. bäh, böse, teufelswerk.

      früher, als sich bücher verbreitet haben dank neuer drucktechniken, hat man auch das lesen für den untergang der jugend gehalten und intellektuelle haben teilweise heftig gegen das lesen gewettert.

  • Warum man Spiele keinesfalls zensieren sollte

    tokugawa, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 31 Minuten

    Spiele gehören kontrolliert an Jugendliche abgegeben bzw auch nicht. Alterskontrollen gehören eingehalten.

    Was aber nicht gut ist für die Kultur ist, wenn Spiele unter eine Art Zensurgesetz fallen würden.

    Das schadet dem Medium und letztendlich der Kultur, weil die wird einem neuen Medium der kreativen Ausdruckskunst beraubt bevor diese sich überhaupt entfalten kann. Und das alles nur weil man ein paar "Schund-Beispiele" verhindern will.

    Hätte man Literatur verboten bloß weil es "Schundliteratur" gab (dessen Definition sich auch immer mit dem politischen Wind gewechselt hat), hätten wir heute keine interessante Literaturgeschichte.

    Und die österreichische und deutschsprachige Literaturgeschichte ist voller Gewalt und Brutalität. Da argumentiert man dann mit dem "Kontext" und der "Botschaft". Bei Spielen gilt das auf einmal nicht? Auch dort gibt es den Kontext und die Botschaft.

    GTA (zumindest bis vor GTA 4) ist ja z.B. eindeutig als Persiflage angelegt (und meiner Meinung nach am unterhaltsamsten in diesem Kontext). Aber jeder hat's ach-so ernst genommen.

    • erwinkarl, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 16 Minuten

      Kann ich unterschreiben.

  • also in kärnten hätte man am ehesten den grund amok...

    kyuss1975, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 39 Minuten

    ...zu laufen und zwar wegen:

    Grand Theft Landesfinanzen dank des BZÖ.

    diese drecksbande schafft doch die voraussetzungen das das soziale klima kälter wird und die jugend so verroht!
    das schafft kein videospiel!

  • gutguterlinksmensch, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 41 Minuten

    ich lad mir von youtube alle barbapapa- und biene maja-folgen auf den rechner, dazu noch den traktor-simulator, dann lauf ich amok.
    und dann bin ich auf die erklärungen von den psychofritzen gespannt.

    • Naja, alle Amokläufer

      tokugawa, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      haben sicher Brot gegessen. Wenn man dieselbe falsche Logik anwendet die die Spielekritiker verwenden, müsste man Brot verbieten.

      Ich würde mir wirklich wünschen dass logisches Denken verbreiteter wäre... der Post-Hoc-Trugschluß ist einfach so unglaublich grindig.

    • traktor simulator

      prasi, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      "in diesem spiel muss man wehrlose felder mit roher gewalt den erdboden gleich machen..."
      so oder so ähnlich würds heißen!

  • Wer hat die Studie bezahlt?

    wellknown, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 59 Minuten

    Die Spieleindustrie. Wer sonst.

    Das Ergebnis stand schon vorab im Pflichtenheft.

    • jorel, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 50 Minuten

      Ihre Forschungsarbeit wurde von einem republikanischen Politiker angeregt, der einen Zusammenhang zwischen Gewalt in Spielen und echter Gewalt finden wollte

      ...wer lesen kann ist klar im Vorteil. Sorry, aber die Studie geht von der Gegenseite aus, nicht von der Spieleindustrie.

    • Die Spieleindustrie

      tokugawa, vor 133 Tagen, 7 Stunden, 36 Minuten

      ist eine kreative Industrie voller inspirierter Leute die aus Leidenschaft ein neues Medium vorantreiben wollen (und leider auch einigen Wirtschaftlern und Geschäftsleuten die diese dann bremsen).

      Die Spieleindustrie zu verteufeln ist einfach nur dumm. Und nein, die "Spieleindustrie" hat es nicht nötig solche Studien zu finanzieren.