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Digitale Bibliothek noch in den Kinderschuhen

BÜCHEREIEN
06.10.2009|06:00

Nach den Hörbüchern setzen sich nun auch die E-Books bei den Konsumenten zunehmend durch. Daher liegt es nahe, dass öffentliche Büchereien vermehrt die Möglichkeit der digitalen Entlehnung anbieten. Doch Angst der Rechteinhaber vor unlizenzierten Kopien, ungelöste rechtliche Fragen und finanzielle Schwierigkeiten behindern den Erfolg der Online-Dienste von Bibliotheken.

Unter Namen wie "Onleihe", "Digitale Stadt-Bibliothek" und "Bibliothek Digital" führen Österreichs Büchereien ihre digitalen Dienste. Die Bibliotheken wollen mit ihren Online-Diensten dem digitalen Zeitalter gerecht werden und den Kunden ermöglichen, E-Books, Hörbücher, Filme, Musik sowie elektronische Magazine und Zeitungen über das Internet ausleihen zu können.

Seit dem Frühjahr 2009 bieten die Büchereien der Städte Salzburg und Graz das von DiViBib in Deutschland entwickelte System "Onleihe" an. Die Wiener Büchereien planen, 2010 damit zu starten, auch die Stadt Linz trifft bereits die ersten Vorbereitungen dazu. In Innsbruck fehlt noch die Finanzierungszusage seitens der Politik, um damit starten zu können.

Kleine Gemeinden fallen durchs Netz

Die Möglichkeit, digitale Medien via Internet ausleihen zu können, ist auf den ersten Blick attraktiv. Doch gibt es auch zahlreiche Stolpersteine, beginnend beim mangelhaften Angebot, den Konditionen der Entlehnung, der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten durch digitales Rechtemanagement (DRM) und schließlich auch dem Zugangsproblem.

Den "Angelpunkt" sieht Gerald Leitner, Geschäftsführer des Büchereiverbands Österreichs (BVÖ), in der gesellschaftspolitischen Betrachtung des neuen Services. Mit der digitalen Bibliothek würde sich der "Standort auflösen" und auch Personen, die in abgeschiedenen Gegenden leben, ein einfacher Zugang zu einer Bücherei gewährt.

Hohe Kosten für Bibliotheken

Derzeit gebe es das Problem, dass nur Stadtbewohner Zugriff auf die digitalen Büchereien hätten. Diese seien jedoch bereits durch die physischen Bibliotheken gut versorgt, während Einwohner kleinerer Gemeinden wieder benachteiligt würden. "Damit potenziert sich das Zugangsproblem", so Leitner.

Das Problem sind die Kosten. Kleine Gemeinden werden sich die digitalen Bibliotheken nicht leisten können. Der BVÖ-Chef wünscht sich deshalb eine politische Lösung für ganz Österreich. Ein Zusammenschluss der Bibliotheken würde eine bessere Nutzung des Angebots österreichweit ermöglichen. "Bezüglich der Kosten gibt es zwei Möglichkeiten, entweder die Länder oder der Bund finanziert hier mit", so Leitner.

Wichtigster Anbieter für das digitale Bibliotheksverleihsystem im deutschsprachigen Raum ist die DiViBib GmbH mit ihrer "Onleihe". Derzeit steht den Vertragspartnern (Bibliotheken) ein Pool von 30.000 digitalen Medien zur Verfügung, aus dem die Inhalte gewählt werden können. Wie auch ihr Mutterunternehmen, die ekz.bibliotheksservice GmbH, ist die DiViBib in Deutschland ansässig. Die ekz steht wiederum im Eigentum von mehreren deutschen Städten, Bundesländern sowie Privatpersonen und betreibt als großer Ausstatter von Bibliotheken eine Zweigstelle in Österreich.

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Wichtigster Anbieter ist DiViBib

"Es gibt nicht viele Anbieter im Bereich digitaler Bibliotheken", erklärt Leitner. Nach eigenen Angaben ist die in Deutschland ansässige DiViBib der "größte und einzige Anbieter digitaler Medien für öffentliche Bibliotheken im deutschsprachigen Raum", so DiViBib gegenüber ORF.at. Alle digitalen Bibliotheken der städtischen Büchereien in Österreich - bereits bestehende wie geplante - haben Verträge mit dem deutschen Unternehmen, das über die meisten Lizenzvereinbarungen mit Verlagen im deutschsprachigen Raum verfügen soll.

Derzeit verhandeln die städtischen Büchereien im Alleingang Verträge mit DiViBib aus. Dabei können die Bibliotheken das Angebot selbst zusammenstellen und auf "Gesamtpakete" zurückgreifen. Die Bücherei bestimmt also selbst, welche Titel von DiViBib abonniert werden.

E-Books beliebig oft herunterladen

Benutzer können sich dann in ihrem Accout auf der Homepage ihrer Bücherei einloggen und aus der "Onleihe" einen oder mehrere Titeln auswählen. Diese können danach entlehnt, das heißt auf den PC zuhause heruntergeladen und eine bestimmte Zeit lang genutzt werden. Physisch greifen hier die Nutzer eigentlich auf den Server von DiViBib zu, auf dem die elektronischen Medien gelagert sind.

Neben der Infrastruktur stellt DiViBib auch die Benutzerschnittstelle im Web zur Verfügung. Optionen wie Entlehnfristen und erlaubte Höchstmengen an gleichzeitig entliehenen digitalen Titeln pro Person werden von den Büchereien vorgegeben. So dürfen in Graz von einem Büchereinutzer bis zu 50 Titel auf einmal ausgeborgt werden, während in Salzburg nur zehn erlaubt sind. Videos, Musik und (Hör-)Bücher dürfen zwischen ein bis zwei Wochen entlehnt werden, während Magazine oft nur für einen Tag und Zeitungen nur stundenweise zur Verfügung stehen.

DRM schränkt Nutzung ein

Alle Medien sind mit einem digitalen Rechtemanagementsystem (DRM) versehen, das festlegt, was der Nutzer mit der jeweiligen Mediendatei tun darf. Auch wenn mit dem elektronischen Format eine Mehrfachnutzung einfach wäre, ist jedes E-Book und Hörbuch, wie auch physische Bücher und DVDs, nur als einzelnes "Exemplar" entlehnbar. Das heißt, dass es auch hier zu Wartezeiten kommt, wenn ein E-Book gerade von jemand anderen gelesen wird.

Das DRM regelt auch die Nutzungsdauer und die Vervielfältigung. Wird ein Titel entlehnt, dann ist er - je nach Bücherei - zwischen ein bis zwei Wochen nutzbar. In dieser Zeit lässt sich der Titel beliebig oft auf den eigenen PC herunterladen. Für die Nutzung eines E-Books etwa auf anderen digitalen Datenträgern, wie E-Reader, lässt sich ein Buch auf maximal sechs verschiedene Geräte kopieren.

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Problem: Keine vorzeitige Rückgabe möglich

Läuft die Frist ab, lässt sich das E-Book oder der Film auf keinem Datenträger mehr nutzen. Eine vorzeitige Rückgabe ist nicht möglich, was den Nachteil hat, dass auch andere Personen in dieser Zeit keinen Zugriff auf den Titel haben. Klaus Graf, Geschäftsführer des Hochschularchivs der RWTH Aachen und Mitautor des kritischen deutschen Bibliothekarsweblogs netbib, sieht darin eine "künstliche Verknappung", die zu persönlichen Einschränkungen führe.

"Hier wird alter Wein in neuen digitalen Schläuchen verkauft", kritisiert Graf die "Onleihe". Zum einen sehe er im DRM keinen sinnvollen Schutz, da es noch genug "analoge Lücken" gebe. Zum anderen würden damit auch die Nutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt werden. Auch für den Datenschutz sei diese Form der Kontrolle problematisch, da sämtliche Nutzungsdaten an einen DRM-Server übertragen würden.

Angebot enthält "viel Schrott"

Heftige Kritik übt Graf auch am derzeitigen Angebot der DiViBib, jedoch werde "auch ein schlechtes Angebot genutzt, wenn es dem Zeitgeist entspricht". Die Auswahl sei nicht umfangreich genug, zudem befinde sich "viel Schrott" darunter. Mit dem Angebot sind auch die österreichischen Büchereien nicht ganz zufrieden. So gebe es etwa im Bereich der Musik hauptsächlich nur Klassik und Jazz, wobei Popmusik, die für jüngere Menschen interessant wäre, kaum angeboten würde. Auch Hörbücher, die sehr gefragt seien, gebe es zu wenige.

"Lernhilfen haben wir überhaupt nicht im Programm, weil die Angebote auf den Markt in Deutschland abgestimmt sind", so Helmut Windinger, Leiter der Büchereien der Stadt Salzburg. Derzeit würden insgesamt 8.000 Titel angeboten. Die Erfahrungen bisher hätten gezeigt, dass der Umsatz (Entlehnung) eines digitalen Mediums in etwa dem eines physischen Buches entspricht. Für das erste Jahr erwartet sich Windinger in etwa 12.000 Entlehnungen über die "Onleihe".

"Digitale Entlehnung" kommt gut an

Auch die Grazer Bibliotheksleiterin Roswitha Schipfer zeigt sich optimistisch: "Die digitale Entlehnung hat sich nach einem guten Start sehr gut entwickelt." In den ersten Tagen habe es etwa 200 Downloads täglich gegeben, was für Graz sehr viel sei. Mittlerweile seien es durchschnittlich 2.000 Titel, die monatlich über den digitalen Service bestellt würden.

Die Grazer Stadtbibliothek bietet knapp 5.000 Bücher im elektronischen Format an. Hauptsächlich sind es Sachbücher wie Reiseführer, Sport- und Gesundheitsbücher sowie Lernhilfen, die angeboten würden. "Weniger Romane, weil wir der Meinung sind, dass die besser im Hörbuchbereich gehen", erklärt Schipfer. Sehr beliebt seien Filme, bei den E-Books seien die Ratgeber sehr gefragt. Was wohl auch am Angebot liegen mag, da noch sehr wenig Belletristik angeboten wird.

Lesegeräte in der Bibliothek

Die Büchereien Wien starteten Mitte September eine Kooperation gemeinsam mit dem E-Book-Hersteller Sony und der Buchhandelskette Thalia. In der Sony-E-Book-Lounge der Wiener Hauptbücherei auf dem Urban-Loritz-Platz können Interessierte E-Books ausprobieren. Für Kunden werden zehn E-Reader kostenlos zur Verfügung gestellt, die jedoch nur innerhalb der Räumlichkeiten der Bibliothek genutzt werden können.

Vier E-Reader sind an Konsolen festgemacht, mit den restlichen sechs Stück kann sich der Leser in der Bibliothek frei bewegen. Zu testen gibt es beide E-Book-Generationen von Sony, der PRS-505 sowie der PRS-600. Den Content für die Reader stellt Thalia gratis zur Verfügung. Derzeit sind etwa fünf Bestseller auf jedem Reader zu finden, pro Monat sollen drei weitere dazukommen.

Langwierige Verhandlungen über E-Book-Rechte

Die Wiener Bibliotheken werden bei der "Onleihe" auf die elektronischen Zeitungen und Zeitschriften völlig verzichten. "Weil hauptsächlich deutsche Produkte angeboten werden", begründet Christian Jahl, Leiter der Hauptbibliothek Wien. "Der Schwerpunkt geht zu Beginn in Richtung Sachbuch und alles was mit Lernen zusammenhängt." Als Beispiel nennt Jahl Schülerhilfen und Bewerbungsratgeber. "Wenn sich die Reader mehr durchsetzen, dann wird auch die Belletristik zunehmend interessanter."

"Ein Problem ist, dass die Nutzung von E-Books noch nicht ausjudiziert ist", erklärt Jahl. Bei den Hardcover-Büchern würden von den Bibliotheken für alle Ausleihen Tantiemen an die Verwertungsgesellschaft abgegeben, E-Books seien hier aber noch nicht berücksichtigt. Kernpunkt der Diskussion sei vor allem, ob elektronische Bücher auch unter die Preisbindung fallen sollen. Es sei damit zu rechnen, dass der Prozess noch ein bis zwei Jahre dauern werde.

Zu wenige E-Reader, zu wenige E-Books

Holger Behrens, Geschäftsführer von DiViBib, erklärt gegenüber ORF.at, warum es derzeit noch relativ wenige deutschsprachige und insbesondere österreichische Bücher in elektronischer Form gebe: "So wie wir mit den Verlagen die Rechte klären, müssen diese das auch mit ihren Autoren klären."

So müsse im Bereich des Urheberrechts sehr viel nachverhandelt werden. Zudem kämen auf die Verlage Investitionen für die Digitalisierung der Bücher sowie interne Strukturveränderungen zu. "Es ist das Henne-Ei-Problem: Weil es keine interessanten Inhalte gibt, verkaufen sich etwa Reader noch schlecht." Umgekehrt würden die Verlage mit den Investitionen abwarten, da es noch keinen großen Markt gebe, der nach digitaler Literatur verlange. In Kürze werde man zumindest einen großen österreichischen Verlag "an Bord haben", so Behrens.

Digital ist nicht billiger

Was die Kosten für die Einrichtung einer digitalen Bibliothek betrifft, so wollte keiner der Parteien konkrete Zahlen nennen. Aus Salzburg kam der Hinweis, dass ein digitales Medium nicht wesentlich günstiger als ein physisches sei. Das konnte auch die Bibliothek in Graz gegenüber ORF.at bestätigen.

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(futurezone/Claudia Glechner)

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Forum

 
  • Wie will man verhindern,

    c1x111, vor 126 Tagen, 8 Stunden, 34 Minuten

    dass jemand fein säuberlich von jeder Seite einen Screenshot macht? Mit einem kleinen Linux-Shellscript in Nullkommanichts erledigt...

    Vielleicht gibt's deswegen nur ein Angebot für Windows? Nach dem Motto, wer so doof ist, Windows zu verwenden, fällt drauf rein?

  • Leider nur für den PC - beim Mac geht gar nix!

    gener, vor 126 Tagen, 9 Stunden, 32 Minuten

    Das Angebot ist ja schön und gut. Nur werden Mac-User ausgeschlossen, da alles auf die MS-Welt zugeschnitten ist. Dank dem tollen DRM-Bestimmungen kann ich mit dem Mac kein einziges Angebot nutzen.

    • a so-a Pech!

      uncle77, vor 126 Tagen, 9 Stunden, 24 Minuten

      dann kauf die eben noch einen richtigen PC neben dem Spielzeug vom Herrn Jobs :))

    • Auf einem richtigen PC

      c1x111, vor 126 Tagen, 8 Stunden, 37 Minuten

      läuft Linux! Das kann man sogar auf einem Mac installieren, Windows nicht.

      Im Übrigen: Je höher die Bildung und je höher die PC-Kenntnisse, desto mehr Linux.

      Beim Web-Standard sieht's so aus: 72 % Windows, fast 8 % Linux, Rest dann MacOS X und ein bisschen andere. Genauso beim Browser, hier führt mit 65 % Firefox.

      Weltweit hingegen: 89 % Windows (gesunken, erstmals unter 90 %!), 1 % Linux, 10 % MacOS X.

    • @gener und c1x111: Geht doch auf Mac und Linux!

      cafedelmar, vor 126 Tagen, 6 Stunden,

      ...zumindest die E-Books scheinen doch auf einem Mac und auch auf Linux-Rechnern zu funktionieren - steht so zumindest auf den Seiten: http://bit.ly/11cPZ2

  • So wird das nix

    carullus, vor 126 Tagen, 10 Stunden, 48 Minuten

    Hier versuchen offenbar "klassische" Verlage ihr althergebrachtes, analoges Modell ins Digitale Zeitalter zu retten. Das wird auf Dauer nicht funktionieren.

    Bei digitalen Medien hat man ganz andere Möglichkeiten: Volltextsuche, einfache Entahme von Zitaten und andere Nachnutzungen wie zB Text-to-Speech, keine künstliche Verknappung auf einzelne Werkstücke ...

    Auf den DRM-Scheiß (tschuldigen!) ist niemand heiß. Auch die Verlage werden sich anpassen müssen, oder aussterben.

    • Das ist die Frage

      louiswu, vor 126 Tagen, 10 Stunden, 3 Minuten

      Sämtliche Rechteinhaber, sei es Film, Musik oder Buch/Presse, versuchen mit massivstem Lobbyisteneinsatz ihr Geschäftsmodell durchzudrücken, und, da dieser Wahnsinn von der Politik gar nicht in Frage gestellt wird, schaut es für den Konsumenten nicht gut aus. Vor allem, weil das Interesse und der Bedarf der Verbraucher hier anscheinend keinerlei Rolle spielt - der ist nur als Cashcow interessant. Einzig politisch könnte da noch was zu machen sein, per Wählerstimme.

    • drm is zwar so eine sache

      cmos, vor 126 Tagen, 9 Stunden, 58 Minuten

      aber wenn ich autor bin, will ich nicht, dass jeder meine bücher runterladen kann, wie es mit musik/filmen/serien tonnenweiße (ja, bits wiegen nix, ich weiß) geschieht.

      also anstatt zu sudern solltet ihr eine alternative zu drm vorschlagen.

    • Naja, ich seh da ...

      carullus, vor 126 Tagen, 9 Stunden, 56 Minuten

      zB im Musik-Bereich durchaus schon eine Trendwende: im Apple-Store bekommt man Musik ohne DRM, das bedeutet man kann sie auch garantiert immer und überall benutzen, auch zB eine Kompilation oder Kopie für seine Freunde machen, usw. Das ist schon ein Fortschritt.

      Dem digitalen Buch steht das alles noch bevor. Erst müssen die ebook reader einmal ihre Kinderkrankheiten ablegen, sehr viel fehlt hier nicht mehr.

    • Schauen wir uns einmal das Modell der ...

      carullus, vor 126 Tagen, 9 Stunden, 18 Minuten

      ... Fernsehserien an. Die Fernsehsender geben sie in Auftrag, die Drehbuchautoren und Schauspieler werden bezahlt, und gut ist's. Wie kommt der Fernsehsender nun zu seinem Geld?

      Er verkauft Werbung, bzw Ausstrahlungsrechte an andere Fernsehsender, die die Serien uU bearbeiten (synchronisieren) und ihrerseits Werbung verkaufen. Soweit das Geschäftsmodell bis vor ein paar Jahren. Mittlerweile hat sich noch ein recht lukrativer DVD-Markt entwickelt, und die Sendungen werden auch im Internet "ausgestrahlt" (zB Hulu) oder sogar via Itunes einzeln verkauft.

      Wenn aber zB Hulu große Anstrengungen unternimmt, Zuschauer außerhalb Nordamerikas auszusperren habe ich keine Bedenken, mir die Serie von wo anders herunter zuladen. Den Autoren kann in alle Regel egal sein.

      Alternative: gebt den Leut was sie wollen: ich bin zB durchaus bereit für div. Serien was zu bezahlen (2-4€ sind aber bereits zu viel) oder mit der Werbung zu leben, aber als Europäer hat man oft nicht einmal die Wahl.

    • @cmos Die Autoren sind ja auch benachteiligt

      louiswu, vor 126 Tagen, 9 Stunden, 15 Minuten

      Die sind voll im Griff der Rechteinhaber, und genau die wollen die dicke Kohle, für die Urheber selber bleibt ja eh nicht viel über. Eine faire Alternative wäre eben eine Art pauschale Internetgebühr, genauso, wie es eine Rundfunkgebühr gibt, und auch in dieser Höhe. Aber da man mit begrenzten Gebühren keine unbegrenzten Profite machen kann, wehren sich die Rechteinhaber natürlich dagegen.