Standort: futurezone.ORF.at / Meldung: "Verhaftungen nach Tweets zu G-20-Protesten "

Verhaftungen nach Tweets zu G-20-Protesten

USA
04.10.2009|14:23

Einsatzorte der Polizei über Twitter weitergegeben

Wie am Samstag bekanntgeworden ist, sind zwei New Yorker Aktivisten Ende September verhaftet worden, weil sie während des G-20-Gipfels in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) unter anderem im Microblogging-Dienst Twitter über Polizeiaktionen berichtet hatten.

Mit den Mitteilungen über Einsatzorte und Bewegungen von Polizeieinheiten sollen sie nach Darstellung der Behörden den Demonstranten ermöglicht haben, der Polizei auszuweichen. Sie hätten somit die Arbeit der Behörden behindert, berichteten US-Medien.

Hausdurchsuchung

Die beiden Aktivisten wurden bereits während der Protestaktionen am 24. September in einem Hotelzimmer in Pittsburgh in Haft genommen. Nach Angaben von US-Medien fand die Polizei neben Computern auch Funkscanner in dem Zimmer. Die beiden Aktivisten befinden sich nach Zahlung einer Kaution mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

FBI-Beamte durchsuchten am Donnerstag das Haus eines der Aktivisten im New Yorker Stadtteil Queens und beschlagnahmten Computer und anarchistische Literatur, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Eine Anhörung zu dem Fall wurde für den 13. Oktober angesetzt.

(futurezone/APA/AP)

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

 
  • Freiheit statt Angst

    nomike, vor 127 Tagen, 11 Stunden, 57 Minuten

    Tja, mit den ganzen Überwachungsmethoden haben es die Behörden ja auch leicht sich irgendwelche Leute als Sündenbock zu schnappen. Weniger Überwachung und dafür die gesparte Kohle in Polizisten investieren die vor Ort gegen Randalierer und Störenfriede vorgehen können, das hilft! Wer dagegen was tun will kommt am Mittwoch, 07. Okt. 2009, um 20:00 Uhr ins Metalab in die Rathausstraße 6 (findet man ganz leicht über Google). Dort findet das wöchentliche Treffen der Bürgerinitiative "Freiheit statt Angst" statt. Und wir tun wirklich was! STOPPT ÜBERWACHUNG!

  • anstatt den Aktivisten

    kaharatschonbonatschon, vor 127 Tagen, 22 Stunden, 3 Minuten

    hätten die die Terroristen verhaften sollen. Aber damit die Ami-Polizei eben nicht mit leeren Händen heimgeht, habens halt die Aktivisten verhaftet. Erinnert irgendwie an Österreich-Zustände.

    • Die Terroristen?

      pc104, vor 127 Tagen, 19 Stunden, 35 Minuten

      Die waren doch längst wieder abgereist, oder meinst die G20-Teilnehmer bleiben länger da als unbedingt nötig?

    • Terroristen?

      ldir, vor 127 Tagen, 3 Stunden, 2 Minuten

      Da hätten sich die Polizisten ja selbst verhaften müssen.

  • solala, vor 128 Tagen, 1 Stunde, 48 Minuten

    Das Böse findet man nicht nur jenseits des Atlantiks oder dem fernen China, nö, ein Blick zu unseren Nachbarstaaten genügt...

    • ???

      suckmeoff, vor 128 Tagen, 1 Stunde, 26 Minuten

      Ja, genau, und die USA sind seit letzter Woche ein Nachbarstaat Österreichs. :D

    • solala, vor 128 Tagen, 14 Minuten

      :D wie Deutschland paßt, hast das Rätsel ja selbst gelöst...

      Italien ist auch um keine Laus besser, so nebenbei...

    • derwalter, vor 127 Tagen, 22 Stunden, 16 Minuten

      bei uns werden tierschützer nach mafiaparagraphen eingesperrt, wie krank ist DAS denn erst?

    • Genau,

      ldir, vor 127 Tagen, 2 Stunden, 59 Minuten

      und trotz des §278a StGB laufen Fekter und Bandion von Ortner immer noch frei herum obwohl Einflussnahme auf die Justiz ein Mafiamerkmal ist.

  • hoffentlich versenkt jemand bald deren verlogene freiheitsstatue

    witzbold1, vor 128 Tagen, 2 Stunden, 49 Minuten

    • permanent, vor 128 Tagen, 2 Stunden, 27 Minuten

      du weisst aber schon, dass sie die geschenkt bekommen haben :-)

    • solala, vor 128 Tagen, 2 Stunden, 3 Minuten

      Schade darum, die sollte man China geben, in Peking macht sie sich sicher gut!

    • pc104, vor 127 Tagen, 19 Stunden, 35 Minuten

      Warum nicht, die Chinesen haben eh schon die ganze Wirtschaft der US geschnupft, können's den Nippes-Ramsch gefälligst auch mitnehmen.

  • Nicht verzweifeln,

    senfportionierer, vor 128 Tagen, 5 Stunden,

    würde umgekehrt die Polizei die freie Berichterstattung und Meinungsäußerung behindern, indem sie herum erzählt, wo es Zeitungen und Fernsehapparate zu kaufen gibt, dann würden die betreffenden Polizisten gewiss auch verhaftet werden. Und bei Hausdurchsuchungen würden dann Dienstmarken und Megaphone beschlagnahmt - oder?

    Das entspräche doch der amerikanischen Logik - "jesswikän".

  • djfamc, vor 128 Tagen, 5 Stunden, 46 Minuten

    Was soll man vom Repressionsapparat auch anderes erwarten? Eine Polizei, die mit Gummigeschoßen, Reizgas und Schallkanonen gegen Demonstranten vorgeht, versucht natürlich auch, diese zu kriminalisieren. Dies geschieht auch mit klarem Einverständnis der Regierung, die solche Demonstrationen nicht will.

  • Was die Iraner

    chrilly, vor 128 Tagen, 6 Stunden, 18 Minuten

    können, werden wohl die Amis auch noch schaffen.

    • Keine halben Sachen im Land der Freiheit

      stimmvieh77, vor 128 Tagen, 5 Stunden, 26 Minuten

      http://www.youtube.com/watch?v=G8CNa_viKg0

  • "anarchistische Literatur"?

    euripides, vor 128 Tagen, 7 Stunden, 6 Minuten

    Vielleicht gar das First Amendment?

    • *lol*

      hedgehog80, vor 128 Tagen, 5 Stunden, 29 Minuten

      der war gut *daumenhoch*

    • pc104, vor 127 Tagen, 19 Stunden, 34 Minuten

      Als nächstes fordern die noch Redefreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung oder gar Versammlungsfreiheit.

      Wehret den Anfängen!

  • Rechtlich sehr zweifelhaft

    holan, vor 128 Tagen, 7 Stunden, 8 Minuten

    Typisch Amis. Naja würde auch ganz gut zu A oder D passen.
    Informationen darüber zu sammeln wo die Polizei gerade ist und dies im Internet zu verbreiten soll strafbar sein? Wo sind wir denn? Das waren ja keine geheimen Polizei-Einsätze. Wenn die Polizei in aller Öffentlichkeit Demonstranten begleitet ist das ja für alle die dabei sind sowieso ersichtlich. Das sind keine schützenswerte Informationen und deswegen kann man auch darüber berichten. Immerhin fällt sowas auch unter die Pressefreiheit. Und da die Beobachtung durch die kritische Presse Polizeiarbeit auch manchmal "behindert" ist ja nichts neues. Aber wenn man Pressefreiheit will, muß man das in Kauf nehmen. Alles andere führt in die Diktatur.
    LG HOLAN

    • je nachdem

      beep0815, vor 128 Tagen, 6 Stunden, 18 Minuten

      ...es ist dann strafbar, wenn du z.B. den Polizeifunk abgehört hast. Nachdem hier von gefundenen Funkscannern die Rede ist, wird es wohl darum gehen.

    • @beep0815

      holan, vor 128 Tagen, 3 Stunden, 21 Minuten

      Der Besitz und die Verwendung von Funkscannern mag in USA uU strafbar sein. Aber das ist nicht das, was ihnen hier primär vorgeworfen wurde (wird). Die Hausdurchsuchungen wurden ja nicht deswegen gemacht, sondern wegen dem sehr zweifelhaften Vorwurfs der Behinderung der Polizeiarbeit durch ihre "journalistische" Tätigkeit.

      Und es wundert mich ein bißchen, dass der ORF das eher im Sinne der USA nicht als "journalistische" Tätigkeit darstellt.
      Aber vielleicht kommt das ja noch.
      Ansonsten ist der ORF was Verletzung der Rechte von Journalisten in der ganzen Welt betrifft auch sehr auf deren Seite.

    • @holan

      fenris79, vor 127 Tagen, 13 Stunden, 54 Minuten

      ein Aktivist ist kein Journalist für eine "journalistische" Tätigkeit muss man so einer sein.