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"Soziale Netzwerke verändern das Gehirn"

GESELLSCHAFT
18.10.2009|06:00

Die britische Hirnforscherin Susan Greenfield steht Sozialen Netzwerken wie Facebook und MySpace kritisch gegenüber. Die Wissenschaftlerin warnt davor, dass diese Websites sowie bestimmte Computerspiele die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern reduzieren können. Greenfield will, dass Eltern und Lehrer mehr mit Kindern und Jugendlichen über die Kommunikation im Internet sprechen.

ORF.at: Frau Greenfield, Sie behaupten, dass Soziale Netzwerke einen Einfluss auf das Gehirn hätten und dabei unter anderem die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern reduzieren könnten. Wie geht das vor sich?

Zur Person:

Susan Greenfield ist eine britische Hirnforscherin, Buchautorin und Professorin für Pharmakologie an der Universität Oxford. Seit 1998 steht sie als erste Frau der Forschungsakademie Royal Institution of Great Britain als Direktorin vor. Ihr Spezialgebiet ist die Physiologie des Gehirns.

Susan Greenfield

Greenfield: Da müssen wir mit der Tatsache beginnen, dass das menschliche Gehirn sehr feinfühlig und anpassungsfähig ist und sehr sensibel auf die Außenwelt reagiert. Das Gehirn verändert sich durch die Einflüsse der Außenwelt.

Viele Menschen leben heutzutage sowohl in einer realen als auch in einer virtuellen Welt. Ich kenne leider keine aktuellen Zahlen aus Österreich, aber britische Kinder verbringen etwa 900 Stunden pro Jahr in der Schule, 1.300 Stunden mit der Familie, und 2.000 Stunden pro Jahr sitzen sie vor dem Bildschirm.

Die Tätigkeiten vor dem Bildschirm verlangen rasche Reaktionen, weil ständig neue Bilder auf dem Monitor auftauchen. Das Gehirn gewöhnt sich an die hohe Geschwindigkeit, in der es stimuliert wird, dadurch reduziert sich die Aufmerksamkeitsspanne.

Das könnte auch die Zunahme der Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) erklären, da sich das Gehirn an die raschen Aktivitäten, die oft nur von kurzer Dauer sind, gewöhnt.

ORF.at: Wie sind Sie zu dieser Ansicht gelangt?

Greenfield: Dass Kinder immer mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen, wurde mehrfach wissenschaftlich erforscht. Dass eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung durch Bildschirmtechnologien und Soziale Netzwerke ausgelöst wird, ist allerdings schwer zu untersuchen, weil man immer eine Kontrollgruppe braucht. Wir haben es hier ja mit Kindern zu tun.

ORF.at: In der letzten Zeit liest man immer wieder, dass Soziale Netzwerke auch von älteren Personen verstärkt genutzt werden. Hat die Nutzung auch bei älteren Personen Auswirkungen auf das Gehirn?

Greenfield: Die Nutzung Sozialer Netzwerke wie Facebook wird immer mehr von der Gesellschaft akzeptiert. Derzeit gibt es eine Art Übergangsgeneration, aber in 20 Jahren wird jeder mit Computern aufgewachsen sein. Ältere Personen benutzen PCs und Soziale Netzwerke anders als die Jungen. Sie verarbeiten Informationen in einer anderen Art und Weise, da sie in einer Welt der Bücher aufgewachsen sind.

ORF.at: Nehmen wir an, dass Sie recht haben. Welche Folgen hat die Nutzung Sozialer Netzwerke Ihrer Meinung nach?

Greenfield: Alles, was man tut, verändert die Art und Weise, wie man denkt. Ich glaube, dass die 900 Online-Freunde, die manche Kinder in Sozialen Netzwerken haben, nicht echte Freundschaften ersetzen können. Wer von den 900 Online-Freunden ist bereit, einem Geld zu leihen oder Trost zu spenden, wenn es einem schlecht geht?

ORF.at: Nutzen Sie selbst Soziale Netzwerke?

Greenfield Nein, da ich echte Freundschaften pflege und nicht die Zeit dazu habe. Ich habe ein sehr erfülltes Leben.

ORF.at: Kinder benutzen solche Netzwerke vor allem in ihrer Freizeit, ohne das Beisein von Lehrern und Eltern. Denken Sie, dass eine reflektierte Nutzung digitaler Medien helfen würde, mögliche Gehirndefizite zu vermeiden?

Greenfield: Auf jeden Fall. Das wurde auch kürzlich bei einer Debatte im britischen Oberhaus vorgeschlagen. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass Regeln dabei helfen würden, eine exzessive Nutzung digitaler Medien einzuschränken. Natürlich wäre aber Aufklärung besser als eine Regulierung. Wir müssen den Kindern Alternativen zeigen.

ORF.at: Meinen Sie damit Alternativen in der Online- oder der Offline-Welt?

Greenfield: Beides. Einerseits müssen wir über Wege nachdenken, junge Leute auch wieder für die Offline-Welt zu begeistern. Sie brauchen auch im realen Leben Nervenkitzel, Liebesaffären oder einfach Spaziergänge im Regen. Es wäre eine Schande, wenn menschliche Wesen den ganzen Tag nur noch vor dem Computer sitzen würden. Außerdem wäre es paradox, denn Technologie sollte da sein, um uns länger am Leben zu erhalten, nicht, um ein weniger erfülltes Leben zu führen.

Natürlich können wir auch bestimmte Online-Aktivitäten dazu nutzen, nur ist das meistens nicht der Fall. Leute spielen dann lieber Spiele am Computer, bei denen sie nicht mit Konsequenzen zu rechnen haben, anstatt zu kommunizieren.

ORF.at: PC-Spiele könnten doch auch zum Lernen eingesetzt werden.

Greenfield: Das ist natürlich ein gutes Argument, da kommt es allerdings auf den Lernzweck und das Spiel an. Spiele, bei denen man beispielsweise das Gehirn trainiert, sind sicherlich eine gute Sache. Viele Spiele konzentrieren sich aber auf den schnellen Kick, und es werden keine Inhalte transportiert. Als Beispiel nehme ich da gerne die Prinzessin, die gerettet werden soll. Bei dem Prozess der Befreiung lernt man nichts über die Prinzessin selbst, sondern es geht nur darum, so schnell wie möglich das Ziel zu erreichen.

ORF.at: Wenn es um die Inhalte geht, die transportiert werden sollen, wie stehen Sie dann beispielsweise zu E-Books?

Greenfield: Wenn dieselbe Information auf die gleiche Art und Weise in einem E-Book zu finden ist wie in einem herkömmlichen Buch, dann macht es für das Gehirn keinen Unterschied. Wenn auf dem Bildschirm allerdings visuell ein anderes Bild präsentiert wird oder Geräuscheffekte statt Worte verwendet werden, dann macht es sehr wohl einen Unterschied.

ORF.at: Reagiert das Gehirn auf Geräusche anders als auf das geschriebene Wort?

Greenfield: Ja, ein geschriebenes Wort steht für etwas. Wenn ich jetzt beispielsweise über "Ehre" schreibe, weckt das im Gehirn gewisse Assoziationen. Jetzt versuchen Sie einmal, "Ehre" audiovisuell darzustellen ...

Susan Greenfield kommt am 21. Oktober im Rahmen des "mobile.futuretalk 09" nach Wien, um dort zusammen mit Facebook-Mitbegründer und Obama-Wahlkämpfer Chris Hughes für und wider die Digitalisierung menschlicher Beziehungen zu diskutieren.

ORF.at: Ich sehe schon, Sie mögen Bildschirme nicht besonders. Aber kann Technologie nicht auch kreativ eingesetzt werden?

Greenfield: Natürlich! Ich schlage keineswegs vor, dass wir alle Computer gegen die Wand schmeißen sollen. Ich möchte nur auf mögliche Nachteile hinweisen, die bestimmte Prozesse im Gehirn auslösen können. Wir müssen uns allerdings zuerst klar darüber werden, wie die Gesellschaft von morgen überhaupt aussehen soll.

ORF.at: Wie soll die Gesellschaft von morgen Ihrer Meinung nach aussehen?

Greenfield: Ich möchte erfüllte Leute sehen, die stolz darauf sind, etwas erreicht zu haben, und der Gesellschaft nützen. Ich wünsche mir individuelle Persönlichkeiten, die sich in einer positiven Art und Weise selbst erfüllen.

ORF.at: Hat Technologie in einer solchen Gesellschaft keinen Platz?

Greenfield: Doch. Technologie hat uns viele Freiheiten gegeben, und gerade ältere Menschen können enorm vom Einsatz neuer Technologien profitieren. Wir müssen uns nur noch mehr damit auseinandersetzen und nicht so tun, als sei bereits alles perfekt.

(futurezone/Barbara Wimmer)

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Forum

 
  • Ich lege keinen Wert auf Netzbekanntschften!

    kabelbeisser, vor 113 Tagen, 6 Stunden, 35 Minuten

    Wichtiger ist der Mensch,der hinter dieser Fassade steckt....Die Surfer sind vereinsamte,irreale Typen,die zeitlebens hinter einer Vision nachlaufen!

    • kann man aber auch..

      allamalachen, vor 113 Tagen, 3 Stunden, 4 Minuten

      .. dazu nutzen, um mit seinen realen freunden in kontakt zu bleiben,

    • saforge, vor 113 Tagen, 2 Stunden, 18 Minuten

      stellt sich natürlich die Frage, warum Kabelbeisser dann im Netz "surft" und warum er hier einen Account hat.... WER versteckt sich hinter der Fassade eines Kabelbeisser....?

  • @saforge

    dermitdemkleinstweichtanzt, vor 113 Tagen, 7 Stunden, 42 Minuten

    Viel blabla um das SozialeNetzwerk zu verteidigen. Faktum ist, wenn es Dir tatsächlich nur um die Überbrückung großer Distanzen gehen würde, dann würden die herkömmlichen Kommunikationsmethoden (Handy, Internettelephon, Mail, Newsgroup, Chatforen, usw.) vollkommen ausreichen. Mir genügt also das Argument "die Leute sind verzogen" nicht als Begründung zig oder hunderte Verknüpfungen im sozialen Netzwerk zu pflegen, zumal ich dort weiss das der Serveradmin mitlesen kann. Brrr. Wie krank muss man sein?

    Soll doch jeder wie er will. Meine eher letzrangigen Bekannten laden mich ständig in solche netze ein und sinken damit im Ranking noch weiter ab. So ist halt meine Wertung.

    • saforge, vor 113 Tagen, 3 Stunden, 45 Minuten

      Dir ist aber schon klar, dass zB. Facebook genaue diese Funktionen auf einem einzigen Fleck mit einem Account vereint? (News/Eventgroup, Mail, Live-Chat, Foto/Videotausch, usw...). Und wie schon gesagt, Telefon fällt aus Kostengründen weg, Skype aufgrund der Zeitverschiebungen/Arbeitszeiten ist auch nicht immer/seltener ideal.

      Mitgelesen werden übrigens alle Mails/Datenverkehr zwischen Amiland und Europa (Googlemail, Yahoo und sonstige Anbeiter sowieso von Grund auf).

      Aber mir ging es eher darum, dass nicht die Social-Plattformen das Problem sind. Die Menschen selber, die es "falsch" nützen sind es. Theoretisch bietet so eine Plattform eigentlich ja großartige Möglichkeiten... dass jemand dann postet, dass er sich gerade die Zehennägel schneidet oder Pizza isst, ist traurige Nebenerscheinung - aber davon muss man sich nicht beeinflussen lassen. So jemand fliegt einfach wieder von der Liste - oder noch besser: kommt gar nicht in den Kreis der Erlesenen...

      Möchte nur sagen: es ist ein Werkzeug und jeder hat die Möglichkeit es (theoretisch) sinnvoll zu verwenden.

    • Ich hab eine Verwandte in einer anderen Zeitzone

      dermitdemkleinstweichtanzt, vor 112 Tagen, 13 Stunden, 51 Minuten

      und wir unterhalten uns prächtig via E-Mail. Auf MEINEM Mail-Server und wenn ich will (verschlüsseln) liest keiner mit. Ich kann Deine Argumente einfach nicht nachvollziehen warum die Menschheit eine soziale Plattform benötigt? Ich hab auch noch kein Argument erhalten wo die "Killerapplikation" ist, die für die sozialen Netzwerke spricht. Das Argument "chatten kann ich im sozialen Netzwerk auch", ist mir zu wenig.

      Ich bleibe dabei. Bekannte die mich in soziale Netzwerke einladen, wandern in der Priorität an die unterste Stelle. Freunde die sich davon distanzieren und vorbeikommen, anrufen, mailen, usw. steigen auf. Und ich fahre bisher ganz gut mit der Regelung

  • Schüchternheit

    chrilly, vor 113 Tagen, 11 Stunden, 1 Minute

    war in einer agrarischen Gesellschaft in der jeder seinen fixen Platz hatte und die Ehepartner vom Familienrat ausgesucht wurde, kein besonderes Problem. Das ist erst in der modernen Industriegesellschaft eine Krankheit geworden. Wenn alle nur mehr Sachen lesen können, die kürzer als 160 Zeichen sind, ist mangelnde Aufmerksamkeit auch kein Problem. Im Gegenteil, das bekommt derjenige, der noch Bücher lesen kann, aber in der Reizflut hoffnungslos untergeht.
    Ich habe z.B. keinen Fernseher. Moderne Filme kann ich mir nicht mehr anschauen, weil sie zu schnell geschnitten sind. Wenn mir schon schwindlig ist, zappen andere noch herum, weil ihnen zuwenig los ist.

  • Dr. Blablabla ...

    gutmensch, vor 113 Tagen, 12 Stunden, 43 Minuten

    ... was solls jedes neue Medium hat die Gesellschaft verändert.

    Sprache - Schrift - Buchdruck - Kino - Radio - Fernsehen - Computer - WWW - uswusf.

    Und immer waren die Warner auf ihrer Position wie schlecht das für die Moral und/oder die Seele und/oder den Glauben und /oder das Gehirn ist!

    • dir Warner hatten recht...

      ironimo, vor 113 Tagen, 12 Stunden, 22 Minuten

      unser geistiges Niveau ist unter dem
      aus der Zeit des Konfuzius gesunken,
      und das Bewusstsein kommt über
      die technischen Parameter nicht mehr
      hinaus.

    • ironimo, vor 113 Tagen, 12 Stunden, 9 Minuten

      in den alten Arztbüchern liest man von
      der Altersverblödung.
      Und nehmen wir das Jetzt, so können
      wir von der technischen Verblödung
      reden. Nicht der Konstrukteur ist es,
      nein wir sind es die verblödet sind, die
      Erfüllungsgehilfen, die Konsumtrotteln.
      Und das Bildungsniveau ist immer
      konform mit dem Bewusstsein. Und
      wie soll ein Unbewusster unterscheiden
      können? Ein Dummer hält sich eher für
      gescheit, als ein Kluger sich für dumm
      hält.

    • @ironimo: Intelligenz ist Anpassung an die Umwelt

      chrilly, vor 113 Tagen, 10 Stunden, 45 Minuten

      Ich war einmal im Hochland von Papua-Neuginea. Hier gelte ich als sportlich, dort bin ich mir schwer gehbehindert vorgekommen. Als Brücken über die Flüsse dienen glitschige Baumstämme. Die Einheimischen laufen blossfüssig wie nix drüber, die Frauen mit dem Baby am Rücken, ein Schwein unterm Arm. Ich hab mich voll angeschissen, den Rucksack mussten Einheimische tragen. Wir haben im wahrsten Sinn des Wortes jeden Kontakt zur Erde verloren. Dafür können die Einheimischen - im direkten Wortsinn - nicht bis 2 zählen. Zahlen sagen ihnen absolut nix. In unserer Gesellschaft ist bis 2 Zählen wichtiger als blossfüssig über nasse Baumstämme laufen zu können. Dort ist diese Fähigkeit eindeutig lebenswichtig.
      Schön wärs natürlich, wenn man beides können würde.

  • Irgendwie falsch.

    echtoarg, vor 113 Tagen, 13 Stunden, 4 Minuten

    Denn nicht das Gehirn ändert sich, nein, man muss bereits ein verändertes Gehirn haben, um sich intensiv mit derlei Dingen zu beschäftigen. Oder einfach viel zu viel übrige Zeit - um die es mir schlichtweg leid täte.
    Tatsache ist, was auf derlei Plattformen oder in Internet-Chats anläuft, ist derartiger Schwachsinn und blabla, dass man sich fragt, ob da überhaupt Menschen mitmachen, die älter als 13 Jahre alt sind (hirnbezogen).

  • Viele echte Freunde auf Facebook

    noxventa, vor 113 Tagen, 13 Stunden, 55 Minuten

    Ist es nicht möglich dass man viele seiner echten Freunde auch auf Facebook hat?

    Alle meine Facebook-Freunde kenne ich persönlich. Wenn ich mich mit ihnen jetzt über Facebook austausche sind sie dann nicht mehr "echt"?

    Die leute welche 900 Freunde haben, haben diese nicht weils so Toll ist, sondern weil manche Facebookspiele wie z.B. Mafia Wars die Freunde benötigen, damit man dort schlagkräftiger zu werden.

    Ich find soziale Netzwerke super, ich hab auch keine Lust jeden Tag was zu unternehmen, da kann ich super übers Internet was schreiben und mir für demnächst mit ein paar leuten was ausmachen. Oder einfach irgendwelche blödsinnigen Umfragen beantworten, Games zocken und Bilder vom letzten Wochenende austauschen.

    Für ältere Menschen ist es auch super, sie können leichter auch Länderübergreifend in Kontakt bleiben.

    Meine Oma, bald 70 benützt regelmäßig Skype um sich mit Freunden aus Australien, Afrika und Asien zu unterhalten. Tolle sache.

    • mit Vorbehalt....

      ironimo, vor 113 Tagen, 12 Stunden, 48 Minuten

      stellt man sich die Frage, ist das Internet ein
      Tribut an die Zeit, fühlen wir uns gar schon
      dem Pixelwahn verpflichtet. So wir dem System
      schon lange hörig sind, sind wir es dem
      technischen Bewusstsein schuldig am Puls
      der Zeit zu sein. Wir werden gelenkt und das
      Drama ist, wir merken es gar nicht, sind z.T.
      schon verblödet.
      So kann jeder entscheiden ob er das gelobte
      Chaten nicht mit dem Leben tauschen möchte.
      Und da kannst du, wo jede noch so banale
      Begegnung mit einem Menschen um Welten
      mehr ist als die Selbstdarstellung im Netz,
      abwägen, was dir mehr wert ist.

  • Mir kommt das so vor wie bei der Erfindung des Walkmans

    mensch1, vor 113 Tagen, 13 Stunden, 56 Minuten

    Da gab es auch Artikeln: Die Leute werden nicht miteinander sprechen. Sie wären singuliert durch die Welt gehen ohne echte Freunde.

    Ein anderes blödes Beispiel: Bei aufkommen der Eisenbahn hat man sich gesorgt, ob der Mensch für Geschwindigkeiten von 50km/h überhaupt geeignet ist.

    Am ärgsten dind ich dran dass diese Frau Susan Greenfield zwar Facebook kritisch gegenübersteht es jedoch noch nie benutzt hat.

    Hey bitte man kann in einer Millionenstadt nicht runtergehen und mit den Studentenfreunden ein Bier trinken. Die sind nämlich in der Schweiz in Deutschland, Amerika, England,...

    Ohne Facebook verliert man sie ganz aus den Augen. So hört man immer wieder von Ihnen und sie freuen sich auch über ein Mail aus der Heimat.

    • noxventa, vor 113 Tagen, 13 Stunden, 54 Minuten

      Stimmt. Vorallem bekommt man per Facebook deutlich mehr mit was irgendwo bei deinen Freunden, auch weiter entfernt abgeht.

      Ich find das super.

    • muriem, vor 113 Tagen, 13 Stunden, 4 Minuten

      Mich erinnert das viel mehr an die TV-Debatte der 80er Jahre, die irgendwie merkwürdig verstummt ist. Was Fernsehen nicht alles schlechtes mit einem tun sollte. Jetzt ist es sehr still darum geworden...

    • @muriem: Irgendwann folgen auf Reden auch Taten!

      außerirdischer, vor 113 Tagen, 11 Stunden, 46 Minuten

      Meinen Fernseher habe ich um 2000 herum weggeben. Ohne arrogant sein zu wollen: was tut Fernsehen außer einen zu sedieren?

      Kleine Kinder werden damit ruhiggestellt und die Senioren im Altersheim dösen dabei dem Ende entgegen.

      10.000 Kanäle und nicht einmal eine wirkliche Auswahl!

    • saforge, vor 113 Tagen, 9 Stunden, 59 Minuten

      also ich weiß nicht... ich verwende den TV um Nachrichten, Dokus und Wissenschaftssendungen anzuschauen. Und ich suche mir das Programm aus, der Fernseher tut mir nichts, der tut was ich will ;)

  • @dermitdemkleinenirgendwas

    saforge, vor 113 Tagen, 15 Stunden, 36 Minuten

    ...aber natürlich gibt es auch Personen, die prinzipiell von anderen Menschen behaupten sie seien Autisten, nur weil sie eine Plattform wie FB verwenden. Können auch damit nicht sozial sein, insoferne fallen da 'Social'-Plattformen eh weg ;)

    Ich verwende es deswegen, weil viele reale Freunde in den letzten Jahren in das Ausland gegangen sind und es damit eine ideale Möglichkeit ist, sich gegenseitig am Laufenden zu halten und während dieser Zeit das Kontaktband zu halten. Man bleibt am Laufenden wie es dem anderen geht, was sich ereignet, sieht Fotos und wenn er zurück ist, dann ist da kein jahrelanges Kommunikationsloch dazwischen... denn 3-Kilometer-Mails oder Briefe und stundenlange Telefonate nach Amiland oder Japan führst auch net jeden 2. Tag.

    Aber wie schon öfter erwähnt - diese Plattformen sind 'Werkzeuge'. Ich kann mit einem Hammer mir auf den Daumen schlagen, jemanden ermorden oder ein Kunstwerk an die Wand hängen. Auf einer Social-Plattform kann ich Schwachsinn posten und Zeit verplempern oder Kontakte unabhängig vom Ort pflegen und kreative Menschen mit ähnlichen Interessen bei Bedarf kontaktieren oder Diskussionen über ein Thema führen. Liegt aber immer am Menschen selber, nicht an der technischen Lösung/Service.

    • gefällt mir

      meinemeinungist, vor 113 Tagen, 11 Stunden, 40 Minuten

      ..vorallem das Werkzeug beispiel :-)

  • fachidioten

    bakterius, vor 113 Tagen, 23 Stunden, 23 Minuten

    sollte man nie die soziale implikation von irgendwas diskutieren lassen. bildschirme sind schlecht, motivieren wir die kinder lieber zu räuber&gendarm- oder doktorspielchen. dann haben sie auch garantiert den richtigen dopaminspiegel um mit ihren aggressionen establishmentmaessig umzugehen...

    • solala, vor 113 Tagen, 22 Stunden, 15 Minuten

      Doktorspielchen, fällt unter Kinderporno...

      USA, 5 Jähriger wurde wegen ähnlichem mit Schwerstkriminellen zusammen in eine Zelle gesteckt, Familie lebt heute in der Schweiz ist offiziell UNO Flüchtling mit allem Pipapo und was dazugehört.

      Räuber und Gandarm das ist Gewaltverherlichend, und Anstifftung zu Terrorismus, nix mehr mit Räuber und Gandarm, da kommt die Kobra schneller als man schauen kann.

      Übrig bleibt noch Sandburgbauen, von 9:00-11:00 und 15:00 bis 17:00 damit die Olddaterragesellschaft nix gestört wird.

      Sandburgen haben aber auch einen Nachteil, schnell könnte es passieren das dabei Urheberrrechte und Patente verletzt werden, mit Sattelittenüberwachung auch kein Problem mehr, dann kommt die Zahlungausfforderung über 10.000.- Euro wegen derartige Vereltzungen.

      Einzig bleibt noch die Hoffnung, der Herr Papa hat einen PC der nicht am Netz angeschlossen ist, und wa man diese ganzen Wiederwärigkeiten einfach, ... Selbst ergänzen, deratiges zu publizieren ist eine Aufforderung einer Straftat ;-)))

    • noxventa, vor 113 Tagen, 13 Stunden, 50 Minuten

      Oh Mann.

      Ich glaub wenn zwei Kinder im gleichen alter "Doktor" spielen, ist das nicht verwerflich. Das ist die natürliche Neugirde.

      Räuber und Gendarm, lustig wars. Ich bin zwar erst anfang 20, aber auch vor 10 Jahren haben wir noch regelmäßig zufuß und per Rad Räuber und Gendarm gespielt. Manchmal wars halt James Bond. Aber im grunde das gleiche :D

  • Alles, was wir tun, verändert unser Gehirn !

    nudgenudge, vor 114 Tagen, 2 Stunden, 2 Minuten

    Man nennt dieses Featue Gedächtnis ;-)

    • nicht nur das Gehirn..

      ironimo, vor 114 Tagen, 1 Stunde, 5 Minuten

      den ganzen Menschen

    • solala, vor 113 Tagen, 23 Stunden, 39 Minuten

      Nicht nur was wir tun, sondern auch was die Umgebung macht, kprrekt.

      Wenn man will das ich das Gehirn nicht verändet, muß man sich in ein Holzkiste Legen, und Deckel drüber.

      Nennt man Landläüfig auch Tod, aber selbst da ist noch nicht Schluß, Würmer und Co. sind fleißig am Werk uns wieder zu verteilen...

      Auch ich verändere was, wieviele ärgerten sich schon zur Weißglut wegen Gramatik und Co., die Freude daran kann nicht groß genug sein ;-))))