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Telekompaket: Bürger gegen Netzsperren

NETZ
02.11.2009|19:50

La Quadrature du Net startet Kampagne gegen "Three Strikes Out"

Die französische Netzbürgerrechtsgruppe La Quadrature du Net hat am Montag erneut davor gewarnt, dass die Unterhändler des EU-Parlaments den Befürwortern von Internet-Sperren bei Urheberrechtsverletzungen in die Hände spielen könnten. Konkret geht es wieder einmal um den berühmten Zusatz 138 zur Rahmenrichtlinie, der es den EU-Staaten verbieten würde, ihren Bürgern den Internet-Zugang ohne richterlichen Beschluss zu kappen. Derzeit verhandeln Ministerrat, Kommission und Parlament über Zusatz 138, den einzigen Punkt im umfangreichen Gesetzesvorhaben des Telekompakets, über den noch keine Einigung erzielt werden konnte.

Bleibt Zusatz 138, würde er es den EU-Mitgliedsländern zumindest erschweren, "Three Strikes Out"-Maßnahmen umzusetzen, wie sie etwa in Frankreich und in Großbritannien zum Schutz der Geschäftsmodelle der Medienindustrie geplant sind. Dabei sollen Vertreter der Medienindustrie den Internet-Verkehr überwachen und "Tribunale" (GB) beziehungsweise Schnellgerichte (F) mutmaßlichen Urheberrechtsverletzern nach zwei Warnungen den Internet-Zugang kappen.

Abschwächung für "Three Strikes Out"

Die neue Kompromissformulierung, wie sie La Quadrature du Net vorliegt, erweitert die ursprüngliche Fassung von Zusatz 138 um Formulierungen, die darauf hinauslaufen, dass jeder Mitgliedsstaat die Internet-Sperren auf seine Weise regeln darf, solange sie nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention und seine eigene Verfassung verstoßen. Die Bürgerrechtler werfen den Unterhändlern des Parlaments vor, die Bürger im Stich zu lassen, nachdem das Parlament bereits zweimal mit sehr großer Mehrheit für die ursprüngliche Version von Zusatz 138 gestimmt hatte. Sie weisen darauf hin, dass sich die Unterhändler des EU-Parlaments bei einer Sitzung am Mittwoch bereits für die Kompromissformulierung entscheiden könnten, die dann nur noch vom Ministerrat abgesegnet werden müsste.

Der Druck auf die Unterhändler des Parlaments ist dabei groß, denn der Ministerrat könnte damit drohen, das ganze Telekompaket scheitern zu lassen, falls "Three Strikes" nicht Sache der Mitgliedsstaaten bleibt. Mühsam ausgehandelte Kompromisse wie etwa jener über die Neugestaltung der Telekomregulierung in der Union, wären dann hinfällig. La Quadrature du Net wiederum will ebenfalls Druck machen: Die Bürgerrechtler fordern dazu auf, die EU-Parlamentarier zu kontaktieren, damit diese bei Zusatz 138 hart bleiben. Laut Auskunft der Pressestelle des EU-Parlaments wird das Telekompaket im Dezember zur Abstimmung im Plenum erwartet.

(futurezone)

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Forum

 
  • Eine ernsthafte Frage an die Betreiber von Internetservern!

    neutrino, vor 18 Tagen, 5 Stunden, 33 Minuten

    Wieso ist es nicht möglich rigoros jegliche Schadsoftware zu sperren und deren aktive Verursacher zunächst mal für ein Monat, im Wiederholungsfall gleich für ein Jahr und falls nochmals eine solche Betätigung erfolgt dann sogar dauerhaft vom Internetzugang zu sperren, denn solche Personenkreise sind ja geradezu pathologisch auffällig und sicherlich strafrechtlich im höchsten Grade relevant, daher sollten alle Server weltweit per spezieller Analysesoftware alle kriminellen Aktivitäten unabhängig von einer automatischen Sperre auch gleich an die zuständigen Gerichte weiterleiten!
    Sehe auch nicht ein dass ein integerer Normalbenützer ständig teure Abwehrsoftware kaufen muss um sich gegen solche Angriffe aus dem Internet zu wehren, ebenso die tägliche Löschung von Spam - Mails ist eigentlich eine Nötigung und die unaufgeforderte Versendung von Werbemails sollte mit hohen Geldstrafen belegt werden, die EU - Kommission sollte endlich wesentlich strengere Massnahmen ergreifen und mit aller Härte durchgreifen!

    Hingegen das Tauschen von kommerzieller Musik, Videos und Software, vorallem bei Jugendlichen sehe ich eigentlich eher als harmlos an, aber bei zu grossen Datenvolumen sollte man zumindest eine Geldstrafe erwägen, irgendwass braucht man ja schon zum austoben in der Pubertät, ausserdem z.B. bei kommerzieller Software lernt man eine Menge beim Testen der Programme,...

    • Kostenlos eine Originalsoftware zum Lernen sollte eigentlich OK sein,...

      neutrino, vor 18 Tagen, 5 Stunden, 23 Minuten

      allerdings nur solange man damit kein Geld verdient!, das würde z.B. auch die Volksbildung fördern vor allem bei den Geringverdienern, Schülern, Abeitslosen, u.ä. und später wird man ohnehin die Originalsoftware erwerben wollen und auch müssen, auch weil man (jetzt) damit Geld verdienen möchte und auch schon allen wegen der funktionierenden Updates,...;-)
      .:.

    • Ich glaub', Du hast das Grundkonzept

      euripides, vor 18 Tagen, 2 Stunden, 7 Minuten

      des Internets nicht verstanden. Im Internet sind alle Computer gleichberechtigt. Wenn Du auf Deinem PC Serversoftware installierst, dann bist Du ein Serverbetreiber. Und wenn Du ohne jegliche Schutzsoftware ins Internet gehst, dann bist Du auch sehr schnell Serverbetreiber, auch wenn Du gar nichts davon weißt.

      Im übrigen mußt Du keine teure Software kaufen, es gibt genug Gratis-Software, die den selben Zweck erfüllt, und zwar nicht schlechter als die teuren Pendants.

    • Nachtrag:

      euripides, vor 18 Tagen, 1 Stunde, 59 Minuten

      Spamversendern droht in Österreich eine Geldstrafe von bis zu € 37.000,-. Ist das ausreichend hoch? Es gibt halt nur keine Möglichkeit, diese Strafen international durchzusetzen.

    • Aus Recherchegründen besuche ich sehr viele Internetseiten,...

      neutrino, vor 17 Tagen, 19 Stunden, 25 Minuten

      so passierte es dass trotz Gratisschutzprogramme irgendwer übers Internet eine Schadsoftware auf mein "Windows - ME System" installierte die sich dann
      leider selbstständig machte, (was mir einige Abmahnungen einbrachte) also ein neues Betriebssystem + ein professionelles Komplettpaket gegen alle weiteren
      Angriffe musste her, nur jetzt ist mein System nur mehr halb so schnell wie vorher, also müsste ich jetzt auch noch einen neuen PC kaufen, und alles nur
      wegen diesen kriminellen Aktionen solcher virtuellen Internet - Terroristen,...ich bin daher der Ansicht das jeder der grossen Internetdatenstromverteiler
      (Professionelle Netzserver, Provider, u.ä.) mit Sicherheit in Echtzeit etwas dagegen tun könnte, so z.B. sollten bestimmte ausländische Regionen gleich
      komplett vom Internet getrennt werden falls sie Landes - Intern nicht gewillt sind diese (ihre eigenen!?) kriminellen virtuellen Machenschaften erfolgreich
      zu bekämpfen,...auch schön das es bereits hohe Geldstrafen für Spamversendung gibt, aber im Moment bekomme ich täglich mehrere davon und der Absender lässt sich
      nicht eindeutig eruieren, also wann genau wird das ganze als globales Dorf angesehen mit gleichen Rechten und Pflichten für alle!?,...also ich hab mich
      jetzt zwar geschützt soweit es meine finanziellen Möglichkeiten erlauben, aber es ist wohl ähnlich wie mit der Schweinegrippe,...

    • irgendwer profitiert immer daran, aber die Pandemie kommt trotzdem!

      neutrino, vor 17 Tagen, 19 Stunden, 23 Minuten

      .:.