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NL: Autofahrer misstrauen GPS-Steuer

AUTO
15.11.2009|11:45

Höhere Kosten und Überwachung befürchtet

Die am Freitag von der niederländischen Regierung beschlossene Einführung einer Kilometergebühr anstelle der Kraftfahrzeugsteuer stößt bei den niederländischen Autofahrern offenbar auf wenig Gegenliebe, berichtet "De Telegraaf" (Sonntag-Ausgabe).

In einer Umfrage der Zeitung, an der sich rund 40.000 Leser beteiligten, lehnten 62 Prozent die Kilometersteuer ab. Als Hauptgrund gaben sie an, sie trauten Erklärungen der Regierung nicht, wonach sich für die Mehrheit der Autofahrer keine höheren Kosten als bisher ergeben würden.

Groß sei auch das Misstrauen gegenüber Satelliten-Ortungsgeräte, die künftig zur Erfassung der gefahrenen Kilometer in alle Autos eingebaut werden sollen, berichtet die Zeitung. Die Opposition wirft der Regierung aus Christ- und Sozialdemokraten vor, gegen den Datenschutz zu verstoßen. Verkehrsminister Camiel Eurlings wies das zurück. Das System speichere allein die gefahrenen Kilometer, jedoch nicht Wegstrecken und Adressen, erklärte ein Sprecher.

Die Umstellung von der bisherigen Kfz-Steuer auf das neue System, bei dem allein die tatsächliche Nutzung besteuert wird, soll ab 2012 erfolgen. Das Parlament muss dem umstrittenen Gesetzentwurf allerdings noch zustimmen. Er sieht vor, dass Autofahrer je nach Wagenklasse durchschnittlich drei Cent pro gefahrenen Kilometer bezahlen. Bis 2018 soll der Durchschnittspreis auf 6,7 Cent steigen. Damit soll erreicht werden, dass viele Autofahrer ihr Fahrzeug seltener benutzen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

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(APA/dpa)

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Forum

 
  • Wozu GPS?

    gromit65, vor 85 Tagen, 5 Stunden, 53 Minuten

    Wenn es nur um die Erfassung von Weg oder geschwindigkeit geht, könnte ein geeichter Tachometer mit GSM-Funktionalität ebenso ausreichen. Auch eine automatische Überwachung solcher Geräte wäre kein Problem. (Dazu braucht es nur 2 Empfänger in bekannter Entfernung zueinander.) Zusätzlicher Vorteil wäre eine (zuverlässiger als mit GPS) aufgezeichnete Geschwindigkeitshistorie, womit sich nach einem Unfall Zeit und Kosten für die technische Ermittlung der gefahrenen Geschwindigkeiten einsparen ließen.

    • Die totale Überwachung ...

      mic26, vor 85 Tagen, 4 Stunden, 55 Minuten

      ... ist das wirklich, was sie wollen?

  • Das nächste Level ...

    derstalker, vor 85 Tagen, 7 Stunden, 58 Minuten

    ... in diesem Spiel ist dann gleich der automatische Strafzettel ... den das System weiss ja genau, wann ich wo wie schnell gefahren bin.

    Und auch mal ein paar Meter in der Einbahn rückwärts, verboten abgebogen um 4 in der Früh statt 3 km Umweg zu fahren, in der Ladezone kurz stehen bleiben und Zigaretten kaufen gehen ... all diese schweren Verbrechen können dann vollautomatisch verfolgt und bestraft werden. Eine wahre Freude ...

  • Dringender nötig wäre Steuer nach Gewicht

    bpeter, vor 85 Tagen, 23 Stunden, 42 Minuten

    Man sollte doch endlich mal das Verursacherprinzip richtig umsetzen nicht wieder sinnlos eine Pseudo Umweltsteuer.
    Die Km Leistung wird und kann durch einen MÖST bereits veursacherspezifisch in Rechnung gestellt, Bleibt noch die Strassenabnutzung. D.h. Steuer nach Achslast und zwar physikalisch mit der Potenz der Achslast wie es der Realität entspricht. D a wird zwar duie (NL) Transportlobby laut schreien, aber das wäre die einzige "gerechte" Verkehrssteuer. (Technischer Schnickschnack ist für diesen Zweck unnötig, und reduziert nur das Kosten Nutzen Verhältnis der Abgabe)

  • jetzt fehlt nur noch der Datenabgleich

    olut, vor 86 Tagen, 1 Stunde, 7 Minuten

    mit dem Home Security in den USA, damit diese Daten auch gleich an GM/Ford/Chrysler gehen, damit die wiederum ein spezielles Nutzungsprofil erstellen können....

    machmal wünsch ich mir, daß dieses Schxxx-GPS einfach mal für mehrere Wochen ausfällt, damit dieser Ideenwahn, was man mit GPS alles so anstellen kann, einen Knick bekommt

  • Die ganze Entwicklung ist doch nur logisch

    ceiber, vor 86 Tagen, 1 Stunde, 42 Minuten

    In erster Linie gehts ums Geld. Ein großer Brocken sind nun mal die Steuern auf den Individualverkehr. Bisher war die Besteuerung des Sprits relativ einfach. Doch wie soll man ein Auto mit Elektroantrieb besteuern? Über den Strompreis wohl kaum, ausserdem könnte ich mir eine Solartankstelle aufs Dach schrauben. Andere Antriebe sind da noch gar nicht dabei. Das Einfachste ist nun mal eine kilometerabhängige Besteuerung, doch wie erfassen? Mit den herkömmlichen Mautstellen auf Autobahnen gelingt dies nur sehr beschränkt. Alle Bundesstrassen oder gar Nebenstrassen in ein solches Mautsystem einzugliedern wäre unmöglich. Die GPS-Technik kommt wie gerufen. Ob Feldweg oder Autobahn, Elektroantrieb oder Holzvergaser, es gibt kein Entkommen mehr.

    Als kleiner Nebeneffekt lässt sich nach einem Softwareupdate sicher auch noch so Einiges aus den Daten machen, auch wenn jetzt behauptet wird, das wären ja nur Kilometerangaben...

    • fryingpan, vor 86 Tagen, 32 Minuten

      Für den Zweck reicht auch ein Kilometerzähler, den Behörden auslesen können. Oder der Staat vertraut seinen Bürgern so weit, dass sie die Daten selber ans Finanzamt weitermelden können.

  • bootleg, vor 86 Tagen, 1 Stunde, 44 Minuten

    Coole Sache! Ich würde mit meine Big Block gleichviel wie die Spastis in ihrem VW Polo Blue Motion zahlen. Das taugt ma!

    • bootleg, vor 86 Tagen, 1 Stunde, 43 Minuten

      Okay vielleicht doch nicht. ;-)

    • Oiiidaa!

      123d, vor 86 Tagen, 1 Stunde, 27 Minuten

      :-)))))

  • Ich

    miad, vor 86 Tagen, 2 Stunden, 2 Minuten

    find super. Ich würde die verschiedenen Steuern die beim Autokauf anfallen auch noch in die Steuerbelastung je km einbeziehen und gleichzeitig auch die Steuer nach Alter des Autos staffeln. Je älter das Auto umso höher die Steuer.
    Außerdem wird dadurch der variable Teil der Kosten höher, dadurch wird aus Kostengründen vielleicht auch öfter mal mit den Öffis gefahren. Wichtig ist auch der unterschiedliche Preis je nach Tageszeit und Strecke (Stadt, Land, Autobahn).

  • molekühl, vor 86 Tagen, 3 Stunden,

    Für den Staat mag es ja finanziell neutral sein. Für den Bürger werden allerdings grosse Autos (mit bisher hoher Kfz-Steuer; egal ob kW- oder hubraumabhängig) relativ billiger, kleine Autos relativ teurer im Unterhalt.
    Ausserdem: wenn man eh schon km-abhängig abrechnet, könnte man ja ruhig auch gleich den Normverbrauch mit einrechnen. Dann wäre die Abgabe wenigstens wirklich (annähernd) auf den Energieverbrauch (oder, moderner: CO2) bezogen.

    • molekühl, vor 86 Tagen, 2 Stunden, 48 Minuten

      'tschuldigung, ich korrigiere mich: die km-Abgabe ist eh abhängig von der Fahrzeuggröße - das geht nur aus obigem Artikel nicht hervor.

  • So ist es ..

    offthspc, vor 86 Tagen, 4 Stunden, 5 Minuten

    Weg mit der Strafsteuer auf Kfz-Besitz und her mit kilometergenauer Abrechnung. Rausfinden wo ich wann, wo, war kann der Staat auch über mein Handy.. also Überwachung ist auch kein Argument.

    • jim99, vor 85 Tagen, 20 Stunden, 10 Minuten

      Du bist echt Big Brothers Liebling.

  • Heute ist der GPS Chip in deinem Handy.

    lpino, vor 86 Tagen, 4 Stunden, 49 Minuten

    Morgen in deinem Auto.

    Übermorgen in deinem Unterarm.

    Ökomaut, Terrorgefahr, Sicherheit, CO2 Reduktion, Klimawandel, Kindesentführung.
    Irgendeinen Grund gibt es immer.

    • ofenrohr, vor 86 Tagen, 4 Stunden, 45 Minuten

      schön das wenigstens die holländer draufkommen, das leute die viel fahren auch endlich mehr zahlen sollen.Bei uns sind ja alles pendler, die keine möglichkeit haben aufs auto zu verzichten. In österreich zahlen wir lieber hohe fixgebühren (autobahnpickerl, kfz-steuer, nova) anstatt nur für das zu zahlen, was auch gefahren wird!

    • @Ipno

      frohsinn, vor 86 Tagen, 3 Stunden, 27 Minuten

      GPS Empfänger können (wie der Name schon sagt) Signale empfangen, nicht senden.

      Übermittelt werden die Daten an GSM-Stationen (Handymasten) also eine Art: Dienst-SMS.

      Wenn du Sorge hast, das man Leute übers Einloggen von Handys ausspionieren kann: Ja, das geht. Bitte organisiere eine Demo. :)