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Steiermark bekommt 2014 digitalen Polizeifunk

ABHÖRSICHER
14.12.2009|14:05

Ab 2014 sollen auch die steirischen Blaulichtorganisationen digital funken. Die steirische Landesregierung hat am Montag den Baubeginn für die Sendeanlagen für den Digitalfunk BOS-Austria für 2010 anberaumt.

Die Errichtungskosten belaufen sich laut Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) auf rund 35 Millionen Euro. 7,3 Millionen Euro davon würden vom Bund getragen. Finanzlandesrat Christian Buchmann (ÖVP) warnte jedoch vor den Betriebskosten, die ab dem Vollausbau jährlich bis zu drei Millionen Euro betragen würden.

Der Digitalfunk BOS-Austria (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) soll 2014 - und damit um Jahre verspätet - auch in der Grünen Mark Einzug halten. Ursprünglich wollte man das Netz mit dem abhörsicheren Tetrafunk bis 2005 flächendeckend in Österreich ausgebaut haben. Nach Problemen bei der ersten Ausschreibung erhielt Tetron den Zuschlag. Neuer Termin für den geplanten Vollausbau war Ende 2008, doch auch dieser konnte nicht eingehalten werden.

Beteiligungsmodell

Eckpfeiler des Projekts, das schrittweise in den Bundesländern umgesetzt werden soll, ist ein Länderbeteiligungsmodell. Stellt ein Bundesland die Standorte für die Unterbringung der Netz-Basisstationen zur Verfügung, können alle Blaulichtorganisationen darin 25 Jahre lang gratis funken.

Vorbild ist das Land Tirol, das die Errichtung der Basisstationen überwiegend in Landes- oder Gemeindegebäuden übernommen hat. Auch in Wien und Niederösterreich sowie in den Städten Salzburg und Klagenfurt ist der Analogfunk bereits Geschichte.

Steigende Kosten für Sender

Ein Grund für die Verzögerung speziell in der Steiermark sind die steigenden Kosten für die Sender. Allein in der Grünen Mark müssen statt der 2006 geplanten 221 Funkstationen nunmehr wegen der ungünstigen Topografie 351 errichtet werden. Eine Station kostet je nach Lage zwischen 80.000 und 300.000 Euro.

Dazu kommt noch die Anschaffung von rund 15.000 neuen Funkgeräten. 2008 veranschlagte Tetron für die Errichtung 48,69 Millionen Euro. Voves verhandelte nach und konnte den Preis mit Abstrichen auf 35 Millionen Euro drücken. Das darüber hinausgehende Kostenrisiko trägt Tetron.

Funknetze veraltet

Die bisherigen Funknetze von Polizei, Zoll- und Justizwache, Rettungsdiensten, Feuerwehren und anderen sind teilweise veraltet und arbeiten mit unterschiedlichen Technologien und in verschiedenen Frequenzbereichen. Eine organisationsübergreifende Funkverbindung der Blaulichtorganisationen in Anlass- und Katastrophenfällen ist daher momentan nicht möglich.

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(APA)

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Forum

 
  • Im Katastrophenfall?

    max7c, vor 89 Tagen, 5 Stunden, 30 Minuten

    Wir gehen also davon aus das im Katastrophenfall die Infrastruktur des Digitalfunks nicht betroffen sein wird?

    Auch wenn die Sender über eine Notstromversorgung Verfügen (gibt es eine?), ist der Sender selbst von der Katastrophe betroffen ist gibt es im Katastrophengebiet keinen Funk mehr.

    Beim "veraltetem" analogem System reichen 2 HFG um zu kommunizieren, da braucht es keine Sendemasten.

    Der einzige gravierende Nachteil vom analogen System ist wohl, dass darüber alles unverschlüsselt übertragen wird. Jeder kann also mithören.

    Übrigends können wir mit unserem veraltetem System serwohl mit anderen Einsatzorganisationen kommunizieren, es reicht den Kanal zu wechseln.

    Ich persönlich halte sehr wenig vom Digitalfunk.

    • Richtig, ein funktionierendes Digitalfunknetz gibt es nämlich.

      cdab, vor 89 Tagen, 4 Stunden, 35 Minuten

      Wir nennens halt Handy. Ist auch nicht's anderes, wär aber jedenfalls günstiger.

    • TETRA

      bitteichweißwas, vor 89 Tagen, 3 Stunden, 43 Minuten

      kann auch zwischen den Geräten kommunizieren und braucht keinen Repeater dazwischen.

      Zwischen den Organisationen kann nur analog gefunkt werden, wenn die Geräte auch die selben Frequenzen eingebaut haben.

      Handy ist zwar sehr ähnlich und könnte man natürlich auch verwenden, allerdings wünsch ich dir viel Spaß wenn du z.B. am 31.12. um Mitternacht einen Einsatz durchgeben willst. Da gibt es kaum ein Durchkommen. Auch SMS dauern oft so lange, dass man schon am Einsatzort ist, bis sie ankommen.

    • max7c, vor 89 Tagen, 2 Stunden, 55 Minuten

      Frequenzen werden nicht eingebaut sondern Programmiert.
      Wir haben jedenfalls die Frequenzen von Polizei und Feuerwehr in allen Geräten.

      Wenn Tetra auch von Gerät zu Gerät funken kann, weshalb bauen wir dann um Millionen € Sendemasten auf?

      Schon mal versucht Sylvester über Handy einen Notruf abzusetzen? Das wird funktionieren solange das Netz nicht komplett zusammenbricht. Anrufe und SMS lassen sich durchaus priorisieren. Der Rettungsdienst in Salzburg läuft zB atm über das Netz von A1.

      Das Ganze ist und bleibt meiner Meinung nach Geldverschwendung.

    • Tetra in Tirol

      mkogler, vor 88 Tagen, 12 Stunden, 56 Minuten

      Verwenden seit Anfang an Tetra in Tirol, mal ein paar Klarheiten:

      1.Sender: Bei Stromausfall sind diese USV-gepuffert, diese sind auf 30h ausgelegt. Danach können diese mit Notstromaggregaten betrieben werden. Für den Fall eines Senderausfalles gibt es im Tiris (Tiroler Raum- und Informationssystem) als Online-Anwendung die Möglichkeit, einzelne Masten planspielmässig abzuschalten und rechnerisch die Auswirkungen herauszufinden (wo habe ich noch empfang, wo nicht). AFAIK gibt es vom Bundesheer die Möglichkeit, Notsender aufzustellen. Für nicht versorgte Gebiete gibt es weiters die Möglichkeit, mittels Gateway (welches in ein Fahrzeug eingebaut wird) den Netzabdechungsbereich zu erweitern

      2. GSM als Alternative: schon mal drangedacht, wie lange ein Rufaufbau bei GSM dauert? wer will nach dem Drücken der Sprechtaste schon 5sec Warten, bis er sprechen kann? Bei Tetra sind es nur ein paar Millisekunden

    • max7c, vor 88 Tagen, 11 Stunden, 16 Minuten

      Es dauert keine 5s bis bei GSM eine Verbindung steht.
      Die Verbindung steht sobald das erste Klingelzeichen zu hören ist. Wenn man ein Handy so konfiguriert das es Automatisch abhebt dauert das vl eine halbe s.

      Vor einiger Zeit gabs ja mal das Push-to-Talk in normalen Handys.
      Da konnte man auch sofort sprechen.

  • soll das jetzt einen Jubelmeldung

    bitteichweißwas, vor 89 Tagen, 8 Stunden, 12 Minuten

    oder eher ein Beweis der Unfähigkeit sein? Da es hier nicht nur um Rettung oder Feuerwehr geht, was ja übrigens auch öffentliche Aufgabe ist, sondern auch um die Polizei, wäre es wohl Bundesaufgabe, diese paar Masten in ganz Österreich aufzustellen. Auch hier könnten bereits vorhandene Anlagen der Mobilfunker genutzt werden. Es handelt sich im wesentlichen um ein dem GSM ähnliches System. Und es gibt nicht einmal eine Konkurrenzsituation mit den Mobilfunkern.

    Einfach nur PEINLICH

    • caveb, vor 89 Tagen, 6 Stunden, 39 Minuten

      dachte ich auch grad.

      bin dafür das ab jetzt bezirk oder gemeindeweise der funkt umgestellt wird.