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Kontrolle am Flughafen mit einem Nacktscanner

"Nacktscanner erhöhen Sicherheit nicht"

SICHERHEIT
22.01.2010|06:00

Über den Einsatz von Nacktscannern auf Flughäfen lässt sich aus verschiedenen Gründen debattieren. Entscheidend sollte jedoch sein, ob die Geräte tatsächlich die Flugsicherheit erhöhen. Der Wiener Physiker Werner Gruber bezweifelt das und führte kürzlich im ZDF vor, wie leicht einer der derzeit gängigen Scanner ausgetrickst werden kann. ORF.at traf den Experten zum Gespräch.

Gruber demonstrierte vor einer knappen Woche in der ZDF-Show "Markus Lanz" vor laufender Kamera, wie sich Ganzkörperscanner austricksen lassen. Beim Körperscan mit einem Passivscanner des Herstellers ThruVision führte er mehrere Gegenstände mit sich, die das System nicht erkennen konnte. Darunter befanden sich ein Schweizermesser, drei kleine Flaschen Thermit, eine Eprouvette - ein kleines Reagenzglas, das unter einem Pflaster versteckt war -, ein Zünder und ein Feuerzeug.

Werner Gruber, Physiker
Werner Gruber ist seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Experimentalphysik der Universität Wien und ist Mitglied der "Science Busters".

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Mit dem Wissen, an welcher Stelle man ein Loch in die Innenwand schmelzen muss, könne man mit dieser Mischung wichtige Kabelstränge in einem Flugzeug beschädigen und die Maschine zum Absturz bringen, erklärte Gruber. Die chemische Substanz Thermit könne man zudem in Drogeriemärkten um wenige Cent erwerben. Der Scanner aus der Serie T8000 des US-Unternehmens ThruVision befindet sich derzeit auf dem Flughafen Schiphol in Amsterdam im Testbetrieb.

ORF.at sprach mit dem Physiker über die Sinnhaftigkeit von Körperscannern und weiteren Sicherheitsmethoden, die auf Flughäfen zum Einsatz kommen.

ORF.at: Was halten Sie als Physiker vom Einsatz von Nacktscannern auf Flughäfen?

Gruber: Ich glaube nicht, dass sie eine sinnvolle Erweiterung der aktuellen Überprüfungen am Flughafen bringen werden. Sie sind eine zusätzliche technische Spielerei, die relativ viel kostet, aber die nicht wirklich mehr bringen wird.

Der aktuelle Fall in München, bei dem ein Mann durch die Sicherheitskontrolle gelaufen ist und nicht erwischt wurde, zeigt deutlich, dass selbst die bisherigen Modelle nicht funktionieren. Solange braucht man eigentlich gar nicht darüber reden, neue Geräte anzuschaffen.

ORF.at: Bei den Nacktscannern überwiegt also aus Ihrer Sicht der Kosten- den Nutzenfaktor.

Gruber: Ja, so kann man das formulieren. Ein einziger Nacktscanner kostet etwa 150.000 Euro. Zweitens: Die Passagiere brauchen etwa die doppelte bis dreifache Zeit, bis sie abgefertigt werden können. Das ist unpraktisch und unangenehm. Drittens: Nacktscanner lassen sich ohne Weiteres austricksen.

Selbst wenn die Sicherheitslage im Flugzeug einmal ausreichend wäre, würden Terroristen die Tatortlage verändern und auf Bahnhöfe oder Einkaufszentren ausweichen.

ORF.at: Sie haben vor kurzem demonstriert, wie einfach man Nacktscanner austricksen kann.

Gruber: Dabei hat es sich um den ThruVision der Serie T8000 gehandelt. Das ist ein Passivscanner, der nur auf die natürliche Wärme- und Terahertzabstrahlung des menschlichen Körpers zurückgreift. Damit lässt sich ein Abbild der Körperkonturen ohne anatomische Details erzeugen. Vor allem das Thermit, also die chemische Substanz, und das Schweizermesser hätte der Scanner aber auf jeden Fall erkennen müssen - hat er aber nicht.

ORF.at: Den Zünder haben Sie im Mund transportiert. Dieser kann von Körperscannern nicht erfasst werden. Ist es so gesehen eigentlich ausreichend, wenn man den Mund und Hautfalten zur Verfügung hat, um gewisse Substanzen zu transportieren?

Gruber: Als Terrorist kann man damit gediegen arbeiten. Sie brauchen ungefähr eine Sprengstoffmenge in der Größenordnung eines Feuerzeugs, um zu ermöglichen, dass dieses mit Garantie nicht mehr landet.

ORF.at: Dazu muss man wahrscheinlich auch kein Physiker sein.

Gruber: Nein. Wenn Sie im Internet nach Sprengstoffen suchen, finden Sie rasch Bauanleitungen. In Wahrheit braucht man nur auf die Universitätsbibliothek gehen, in den Fachbereich Chemie, und dort findet man zahlreiche Bücher zur Herstellung von Sprengstoff.

Die chemische Substanz, die ich verwendet habe, ist kein Sprengstoff, aber sie verbrennt bei einer Hitzeentstehung über 3.000 Grad Celsius sehr rasch. Thermit kann man im Drogeriemarkt kaufen. Eine Dose mit zwei Kilogramm kostet etwa 50 Euro, aber es reichen kleine Flaschen mit 20 Millilitern.

ORF.at: Hätte derselbe Trick auch bei Aktivscannern funktioniert?

Gruber: Aktivscanner sind viel genauer und detaillierter, hier hätte man zu anderen Tricks greifen müssen, um diese zu überlisten. Aus technischer Sicht wäre es aber problemlos möglich gewesen.

Bei Aktivscannern wird der Körper von einem fokussierten Strahl abgescannt. Das Problem dabei ist, dass die Leute, sobald sie das Wort Strahlung hören, nervös werden, weil sie sofort an Röntgenstrahlen denken. Aber die Geräte sind vor allem wegen der genauen Darstellung des Körpers weniger beliebt.

ORF.at: Würde Sie es persönlich stören, wenn Sicherheitsleute Sie nackt sehen?

Gruber: In der Physik gibt es keine Privatsphäre. Mir persönlich wäre es egal, ob mich jemand nackt sieht oder nicht. Bei berühmten Persönlichkeiten wäre es allerdings nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Bilder im Internet auftauchen würden. Sobald die Daten da sind, können sie missbraucht werden, und das fände ich nicht gut. Als Physiker kann ich allerdings nur eines ganz klar sagen: Die Scanner werden keinen Mehrwert an Sicherheit bringen, und deswegen sind sie unsinnig. Dass sie in die Privatsphäre auch noch eingreifen, ist ein zusätzliches, emotionales Problem. Natürlich muss man auch die Sicht des Überwachungspersonals sehen: Ich glaube nicht, dass es sehr angenehm ist, den ganzen Tag lang nackte Personen anzusehen, vor allem haben nicht alle eine Modelfigur.

ORF.at: Sie sind außerdem ein starker Gegner des Verbots, bestimmte Mengen an Flüssigkeiten von außerhalb des Duty-Free-Bereichs an Bord zu bringen. Können Sie begründen, warum das Ihrer Meinung nach nicht sinnvoll ist?

Gruber: Bei dem Attentatsversuch in Großbritannien, der als Auslöser für das Verbot gilt, wurde versucht, bestimmte Flüssigkeiten in Shampoo-Flaschen an Bord zu bringen. Aus diesen beiden Flüssigkeiten, Aceton und Wasserstoffperoxyd, könnte man den Sprengstoff APEX bauen. Das große Problem dabei ist allerdings, dass allein beim Zusammenmischen der beiden Stoffe nichts passieren würde, da ein Katalysator oder eine Säure fehlt.

Erst danach beginnt die Flüssigkeit zu flocken, und es bildet sich ein Schaum, bevor das Ganze filtriert wird. Diese weißliche Struktur müsste dann getrocknet werden. Dieser Vorgang dauert etwa vier bis fünf Stunden, erst danach erhält man hochexplosive Kristalle. Im Flugzeug wäre sich das alles zeitlich nie ausgegangen. Außerdem funktioniert das nur unter perfekten Laborbedingungen. In einem Flugzeug würde man das niemals zusammenbringen.

ORF.at: Aber wie sieht es mit Flüssigsprengstoffen aus, die bereits fertig sind?

Gruber: Davon gibt es zwei Arten, die beide für den Terrorismus nicht geeignet sind, da sie schlagempfindlich sind. Das Flüssigkeitsverbot ist daher praktisch sinnlos.

Wenn man Kontrollen macht, müsste man diese außerdem unmittelbar vor dem Flugzeug machen. Ein Sicherheitsbereich mit Infrastruktur ist relativ durchlässig, da braucht man sich eigentlich nur als Mitarbeiter zu bewerben.

Auch das Verbot von Schweizermessern ist heutzutage nicht mehr zwingend sinnvoll. Heutzutage würden sämtliche Attentäter, die im Flugzeug ein Messer ziehen, sofort von den Passagieren überwältigt.

ORF.at: Was müsste man Ihrer Meinung nach tun, um die Sicherheit im Flugverkehr zu erhöhen?

Gruber: Wenn man wirklich mehr Sicherheit haben will, müsste sich jede Person zu 100 Prozent nackt ausziehen, in einer Kabine einen bereitgestellten Pyjama anziehen und danach einem Ganzkörperröntgen unterzogen werden.

Josef Scheuring, der Chef der Polizeigewerkschaft in Deutschland mit langjähriger Erfahrung im Sicherheitsbereich, hat mir erzählt, dass man es Personen ansieht, ob sie etwas planen. Ein Passagier, der weiß, dass er gerade seinen letzten Kaffee trinkt, verhält sich anders als jemand, der in den Urlaub fährt. Gut geschultes Personal erkennt so etwas.

Bevor man in Nacktscanner investiert und in ein Flüssigkeitsverbot, sollte man das Geld daher eher in gut geschultes Sicherheitspersonal investieren.

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(futurezone/Barbara Wimmer)

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Forum

 
  • sverige, vor 227 Tagen, 19 Stunden, 23 Minuten

    Und wieso bringen die ein Bild vom Norbert Haug?

  • Jegliche Sicherheitskontrolle

    nicetohave, vor 228 Tagen, 3 Stunden,

    kann unterwandert werden. Sicherheitskontrollen sind dazu da, um Gelegenheitsdeppen auszufiltern. Wirkliche Profis kann man nicht aufhalten und die sind - leider - nicht so blöd, es mit der gleichen Masche nochmals zu versuchen.

  • ramboiv, vor 228 Tagen, 5 Stunden, 16 Minuten

    Bitte WOO kann man Thermit kaufen?????????

    Beim DM, Bipa?

    • Thermit

      buddhabrot, vor 228 Tagen, 5 Stunden, 9 Minuten

      laut Wiki: "ein Gemisch aus Eisen(III)-oxid- (Rost) und Aluminium-Pulver"

      dürfte nicht allzu aufwändig/teuer sein...

    • suit, vor 228 Tagen, 3 Stunden, 21 Minuten

      Ich habs weiter untern auch schon erwähnt dass ich die Drogerie-Sache bezweifle - aber in einem Malergeschäft oder gut sortieren Baumarkt kann z.B. Pigmente kaufen.

      Englischrot ist z.B. reines Eisen-III-Oxid, das kg kostet gut 10 Euro, gehört zur Grundausstattung eines jeden Restaurators.

      Aluminiumpulver kostet pro kg rund 50 Euro - braucht man als Pigment z.B. zum Anmischen für Metallic-Lacke, steht in jeder autolackiererei Kiloweise herum.

  • Eine Boden-Luft-Rakete,

    weiseraltermann, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten

    jemanden, der damit umgehen kann und keine Flughafenkontrolle der Welt kann die Katastrophe verhindern...
    Für eine Terrororganisation kein Problem.
    Und solange die Kontrollen bei Inlandsflügen, vor allem in den USA, so lächerlich bleiben, sind alle Verschärfungen reine Schikane.

    Und warum wird bei Bahnhöfen, Bushaltestellen uswusf. nicht so streng kontrolliert? Weil es dort keine Gefahrren gibt? Keine Angst vor Terroranschlägen?
    Nein, weil es dort nicht um so viel Geld wie in der Luftfahrt geht.

    • Warum nicht Bus und Bahn?

      wolfx, vor 228 Tagen, 5 Stunden, 25 Minuten

      Weil man dort mit einer geringen Sprengstoffmenge keine 400 Menschen töten kann. Ein Riss in der Außenhaut hat bei einem Bus möglicherweise überhaupt keine Auswirkung.

    • naja ich weiss nicht

      buddhabrot, vor 228 Tagen, 5 Stunden, 18 Minuten

      so einn bissl C4 oder Termit im vollen Fussballstadion dürfte wohl auch nicht so ganz glimpflich ausgehen, die meisten Opfer würden wohl der die Massenpanik zum Opfer fallen

      oder

      ein bei Bombenanschlag auf einen ICE wäre wohl genauso verheerend wie auf ein Flugzeug

    • @wolfx

      patriotoesterreichs, vor 228 Tagen, 5 Stunden, 16 Minuten

      Ich sag nur ICE:Eschede.

      (leg dem Zug was auf die Schienen und alle sind 200 Passagiere sind tot, bei 200 km/h sind es schon die Hälfte)

  • Ein Brustimplantat, ein als Herzschrittmacher...

    eudiktator, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 41 Minuten

    ...getarnter Zünder und jede terroristisch veranlagte Frau kann unabhängig von allen Kontrollmaßnahmen einen Flieger vom Himmel holen. Schade um jeden Cent der für solche Geräte verschwendet wird. Scheinbar bleibt der Flugbetrieb auch der einzige Bereich den man gegen Terroristen absichern will. Trinkwasserleitungen sind z.b. so schlecht geschützt, dass sie von jedem Kleinkind vergiftet werden können wenn man ihm zeigt wie das geht. Was früher "kalter Krieg" und noch früher "Kampf gegen Windmühlen" hieß, nennt man heute eben "Kampf gegen den Terror". Wenn man sich nicht so viele Feinde machen würde, müsste man sich auch nicht so stark verteidigen.

    • patriotoesterreichs, vor 228 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten

      Sie sprechen mir aus der Seele.

      Ich bin froh dass es so viele andere Österreicher gibt, die rational denken können, zumindest im ORF-Forum. Das bestärkt meine Meinung.

      Aber die Politik besteht nicht aus Durchschnittsösterreichern und lässt sich leider nur über Wahlen wirklich beeinflussen, wenn überhaupt.

  • Scanner sind sinnlos.

    hnapjun, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 49 Minuten

    Es gibt Stellen am Körper, wo man ganz locker eine Stange Dynamid verstecken könnte. Das kann so ein Scanner nie erfassen. Auch beim Abtasten könnte man es nicht erspüren.

    • Es geht ja nicht um die Sicherheit.

      eudiktator, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 21 Minuten

      Es geht um Millionen von Euro die selbsternannte Sicherheitsfirmen den Flughäfen abnehmen wollen. Diese werden dann als Flughafengebühren an die Airlines weiterverrechnet und der Passagier bezahlt sie letzten Endes über höhere Ticketpreise. Am Schluß wurde leider nicht die Sicherheit sondern nur der Ticketpreis und die Wartezeit erhöht. Und selbst wenn Du Deine Stange Dynamit nicht rektal transportieren möchtest gibt es mindestens noch 1.000 weitere Möglichkeiten, sie durch - oder am Nacktscanner vorbei - zu schummeln.

  • die lösung: irgendsoein hellseherinnentrampel hinsetzten,

    mausilugner, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 53 Minuten

    die sehen alles, ganz genau, 104% sicher ...

    • minus t

      mausilugner, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 52 Minuten

  • Es ist ganz einfach:

    sendemast, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 54 Minuten

    Wenn Nacktscanner aufgestellt werden, steige ich in kein Flugzeug mehr. Wenn mehr Leute diese Gesinnung teilen würden, würde sich die Frage der Nacktscanner rasch von selbst eliminieren...

    PS: Lieber ORF: Modellfigur oder Modelfigur? *g*

    • sehr klug

      myname, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 6 Minuten

      und wie kommt man dann von A nach B und nicht unbedingt wochenlang dauernde Alternativen nutzen möchte?

    • Man verzichtet einfach

      kistenteufel, vor 228 Tagen, 5 Stunden, 54 Minuten

      So wie früher....da konnte man auch nicht eben so von a nach b düsen.
      Urlaub zuhause ist auch schön. Die Flughäfen sollen mal sehen was sie davon haben wenn keine gäste mehr kommen. Aber die Lemminge unter euch werden weiterhin sich den schmarren der gesetzgeber gefallen lassen und es wird so bleiben, anstatt mal 3 jahre zurückzustecken und so seinen unmut zum ausdruck bringen

  • Das sollte zu denken geben

    lydia89, vor 228 Tagen, 7 Stunden, 45 Minuten

    "Josef Scheuring, der Chef der Polizeigewerkschaft in Deutschland mit langjähriger Erfahrung im Sicherheitsbereich, hat mir erzählt, dass man es Personen ansieht, ob sie etwas planen."

    Bedauerlich, dass Scheuring aufgrund seiner Position in der Gewerkschaft offenbar unkündbar zu sein scheint und man ihn mit Sicherheitsaufgaben betraut hat.

    • Das wird dir aber jeder bestätigen,

      brauser, vor 228 Tagen, 6 Stunden, 51 Minuten

      der mit der Materie zu tun hat.
      Mit geschultem Auge und gezielten Fragen, verhindert die El Al schon seit Jahrzehnten Anschläge. Und zwar effektiver, als es jede Technik je könnte.

  • Auf den am schärsten kontrollierten Flughäfen der Welt

    brauser, vor 228 Tagen, 7 Stunden, 46 Minuten

    -in Israel, verzichtens fast vollständig auf technischen Firlefanz und setzen bestens geschultes Personal ein, mit Erfolg.