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Amazon Kindle

Macmillan bestätigt Streit mit Amazon

MEDIEN
31.01.2010|11:11

Das Online-Kaufhaus Amazon hat wegen eines Streits über die Preise von E-Books sämtliche Bücher des US-Verlags Macmillan aus seinem Angebot gestrichen. Das bestätigte der Verlag nun offiziell.

Nach Angaben des Verlags nahm Amazon die Bücher aus dem Programm, nachdem Macmillan gegen den Verkauf von E-Books auf dem E-Reader Kindle zum Preis von 9,99 Dollar protestiert hatte. Der Verlag verlangte mehr Mitspracherechte in der Preisgestaltung von Bestsellern, wie "New York Times" und "Wall Street Journal" berichtet hatten, vor allem für aktuelle Bestseller würden die Verleger gerne höhere Preise ansetzen als Amazon zulässt.

Macmillan ist einer jener Verlage, die mit Apple in dessen E-Book-Store iBooks kooperieren, der mit dem Start des Tablet-Computers iPad ans Netz gehen wird. Apple tritt damit in Konkurrenz zu Amazon - kann aber freilich keinen Verkauf physischer Bücher anbieten.

Vertrieb beendet

Macmillan-Vorstandschef John Sargent erklärte am Samstag (Ortszeit), er habe sich am Donnerstag mit Amazon-Vertretern getroffen und seine Preisvorstellungen erläutert. Am Freitag sei er dann von Amazon informiert werden, dass das Online-Kaufhaus Macmillan-Bücher nicht mehr anbieten werde. Das gelte sowohl für E-Books als auch für andere Bücher.

Die Entscheidung trifft den Verlag hart, weil Amazon einer der wichtigsten Buchhändler der USA ist. Macmillan wiederum ist eine der größten Verlagsgruppen der Vereinigten Staaten, zu der unter anderen die Häuser Farrar Straus and Giroux, Henry Holt & Company und St. Martin's Press gehören. Das Unternehmen gehört der deutschen Gruppe Georg von Holtzbrinck.

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(APA/futurezone)

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Forum

 
  • Autoren sollten EBooks selbst "verlegen"

    nudgenudge, vor 48 Tagen, 20 Stunden, 2 Minuten

    Wenn sich EBooks durchsetzen dann sind die Verlage genauso unnötig wie die Musikindustrie.

    • funkelfels, vor 48 Tagen, 8 Stunden, 12 Minuten

      Gerade bei Büchern redigiert der Verlag noch... und hilft aus einem Skript ein professionel aussehendes Buch zu machen. Gerade das Hobby-MS-Word ist nicht unbedingt dafür geeignet.

  • solala, vor 48 Tagen, 20 Stunden, 11 Minuten

    Macmillan bittet sich ja noch immer an, Amazon wegen Mißbrauch seiner Monopolstellung zu klagen.

    Kann mir vorstellen das Amazon da noch sehr harte Nüsse beißen muß.

    Warum aber anderseit's Macmillan nicht ein eigenes Angebot auf die Beine stellt sondern sich Amazon auf gedeiehen und verderben auslieft bleibt ein Rätsel, erklärbar wäre es noch bei einem kleinen Verlag, aber einer der Landesweit größten Verleger sollte das ja wohl kein ernstes Problem sein oder?

    • Monopolklage wird schwierig

      xype, vor 48 Tagen, 19 Stunden, 51 Minuten

      Für Bücher gibt's in den USA nämlich auch Barnes & Noble — und die haben ihre Shops über die ganzen USA verstreut.

  • Naja...

    3n3my1, vor 48 Tagen, 22 Stunden, 7 Minuten

    ...bevor ich die von Macmillan geforderten 15$ (ergo 19€) für ein E-Book hinblättere, kaufe ich mir das Taschenbuch um 9,90€. Das kann ich verleihen, keiner kann es löschen, keiner wird es mir am Strand stehlen, anstecken muss ich es auch nicht, um am nächsten Tag weiterzulesen.

    Dieses Geschäftsmodell ist noch lange nicht reif. Die machen jetzt mal ein paar Jahre lang die Fehler der Musikindustrie und wenn sie in den letzten Zuckungen liegen, beginnt der Umdenkprozess(vielleicht).
    Würde letztlich auch hier in der Hand der Konsumenten liegen - leider halten wir nur zusammen, wenn es die Preise für Alkohol betrifft.

    • Zu teuer / Rechenfehler

      vieldenker, vor 48 Tagen, 22 Stunden,

      15 USD sind rund 10 EUR, nicht 19 EUR.

      Ich gebe dir aber recht, 15 USD sind zu teuer, in USA kosten Paperbacks zwischen 6 und 12 USD. Warum sollte ein E-Book um so vieles teurer sein? Man braucht keinen Druck, keine Lagerhaltung, der Versand entfällt..... ich würde eher sagen, e-Books werden nur erfolgreich sein können, wenn sie 5 USD kosten.

    • 15 USD sind zwar 10 Euro

      niemandmehr, vor 48 Tagen, 21 Stunden, 50 Minuten

      Aber ein 15 USD Preis ergibt automatisch einen 19 Euro Preis für Europa. Akzeptiert? Tja, is leider meist so.

    • Das ergibt halt

      vieldenker, vor 48 Tagen, 21 Stunden, 44 Minuten

      einen 19 EUR Preis in Deutschland und Österreich. "Dank" der Buchpreisbindung.

      In den meisten anderen Ländern sind Bücher billiger als in D und A.....aber die Buchpreisbindung ist ja so super und schützt angeblich die Vielfältigkeit. Man sollte einmal die Veröffentlichungszahlen genauer ansehen, dann wüsste man, dass das nicht stimmt. Buchpreisbindung schützt nur die Ideenlosigkeit der Verlage.

    • völlig richtig!

      leitenstein, vor 48 Tagen, 21 Stunden, 28 Minuten

      Da kann man nur voll und ganz zustimmen.
      Der Vertrieb ist viel billiger (wie bei mp3) und dennoch gleiche Preise oder sogar mehr?

      Das ist dumm und kurzsichtig. Schon heute kann man sehr viel als pdf (z.T. nicht legal) im Netz finden. Das wird auch noch mehr werden. Solange sich die Preise nicht in vernünftigen 3-4€ Bereichen bewegen, ist das totaler unsinn!

    • 3n3my1, vor 48 Tagen, 20 Stunden, 45 Minuten

      @Vieldenker: Ich hatte die 15$ auf den Preis eines Hardcovers bei einem österreichischen Buchhändler umgerechnet.
      Bestseller kosten zwischen 19€ und 25€ - ist auch nicht gerade günstig, aber da hat man wenigstens etwas in der Hand.
      Mir (leidenschaftlicher Leser) ein E-Book schmackhaft zu machen, ginge (wenn überhaupt) nur über den Preis. 5€ wäre meine persönliche Grenze für ein E-Book und selbst dann würde ich noch immer das Taschenbuch bevorzugen.

      E-Books wären imo im Bildungswesen interessant. Die gesamte Studienlektüre gespeichert auf einem E-Book Reader - ein Traum. Aber gerade hier stellt sich dann auch die Frage nach dem Preis.
      Für Fachlektüre als E-Book das gleiche zu verlangen wie für die gebundene Ausgabe...
      das wäre schon fast unmoralisch.

    • @vieldenker

      sskm, vor 48 Tagen, 19 Stunden, 48 Minuten

      dann kaufst halt dort, wo die buchpreisbindung nicht gilt ;)

    • Manche (=kleine) Fachbuchverlage

      xype, vor 48 Tagen, 19 Stunden, 43 Minuten

      sind da schon recht flexibel und näher am Kunden. Z.B. bei Paperback $49,95, das eBook $25, beide zusammen $59,95 — wobei "upgrades" möglich sind und das eBook eben schneller verfügbar ist (da kein Druck & Lieferung). Und die machen damit auch schönes Geld, weil die Leute die Preispolitik für vernünftig halten.

      Ich hätte bei eBooks mit 9,99 Euro kein problem, wenn es z.B. einem 350+ Seiten Paperback entspricht. Wenn es aber geich teuer oder teurer als das normale Buch wird, dann kauf ich weder das eine noch das andere, und höchstwahrscheinlich von dem Verlag gar nichts mehr.

    • lambert1223, vor 48 Tagen, 9 Stunden, 11 Minuten

      die setzen auf die dumme riege der konsumenten die alles kauft, hauptsache es ist trendy. da kanns auch gern teurer sein und unhandlicher etc., die kaufgeilen konsumenten werdens schon haben wollen. siehe iphone z.B.

  • selber schuld

    0123, vor 49 Tagen, 3 Stunden, 35 Minuten

    Ein e-Book kann man nicht in der strandtasche oder auto lassen, braucht strom und kostet und letztendlich liefert man sich wieder Konzernen aus.

    Also abwarten bis der Markt reifer ist. In Kürze werden die e-Books wie das Handy umsonst zu haben sein und nur für Content bezahlt, also ähnlich des Papierbuches. Hier zahlt auch niemand extra für das Papier, oder?

    • E-Books gratis, aber Content nicht?

      xype, vor 49 Tagen, 22 Minuten

      E-Books sind purer Content. Oder meinst die E-Book Reader?

      Und, ja, bei Büchern zahlt jemand fürs Papier, den Satz, die Cover-Gestaltung, den Druck, den Vertrieb und das Marketing. Ist alles im Preis inbegriffen.

      Irgendwie hamn manche Leute schon eine eigenartige Vorstellung davon, wie die Welt funktioniert ...

    • umsonst, 0123,

      ruflinger, vor 48 Tagen, 22 Stunden, 25 Minuten

      war die schule

    • 0123, vor 48 Tagen, 19 Stunden, 35 Minuten

      Beim Telefon zahlt kaum jemand den wahren Preis direkt bei Kauf sondern über die Nutzung. Gleiches wirs sich beim E-Book-Reader einstellen. USD 260 für ein solches Ding sind vollkommen überzogen, aber die Entwicklungskosten müssen eben schnell wieder rein.

    • funkelfels, vor 48 Tagen, 8 Stunden, 10 Minuten

      0123 du hast keine ahnung über die verwendete Display technolgie und deren preis, ja billige eBookreader mit LSD-Display gibts auch, aber wer will schon da drauf schaun?

      Dieses "ist zu teuer" kommt immer wieder von Leuten die sich NULL auskennen.

    • @funkenfels

      0123, vor 48 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten

      Unterhalten wir uns in ein paar Monaten wieder. Ich sage nicht, dass jetzt jemand Schrott kaufen soll oder jetzt etwas gratis bekommt, nur zuwarten! Ich darf erinnern, dass Autotelefone um rd. EUR 4.000 über den Tisch gingen und jetzt? Kann x-faches und kostet fast nichts ;-) Gilt für andere "must haves" auch.

  • Ist vordergründig das gleiche wie das hinunterlizitieren der lebensmittelpreise

    ruflinger, vor 49 Tagen, 3 Stunden, 48 Minuten

    in den ketten, geht hier auf kosten der (heimischen) erzeuger und der qualität.....