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EU-Pläne bedrohen das freie Internet

02.07.2008|11:26

Bürgerrechtler schlagen Alarm: In einer konzertierten Aktion wollen internationale Medienkonzerne und ihnen nahestehende Abgeordnete noch im Laufe dieses Sommers dafür sorgen, dass das Internet in der EU gefiltert werden kann. Der Hebel dazu wird im Telekompaket angesetzt, mit dem der Kommunikationsmarkt in der EU neu geregelt werden soll.

Am 7. Juli beraten in Straßburg zwei Ausschüsse des EU-Parlaments über das Telekompaket, eine Initiative der EU-Kommission, mit der der Telekommarkt in der Union neu geordnet werden soll. Das Paket umfasst auch Maßnahmen wie die Neuordnung der Regulierung in den Mitgliedsstaaten, und die zuständige Kommissarin Viviane Reding hat sich vor allem den Konsumentenschutz auf die Fahnen geschrieben.

Am 2. September soll im EU-Parlament über das Telekompaket abgestimmt werden. Beraten wird im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz [IMCO] und im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie [ITRE].

Wie eine detaillierte Untersuchung der Politikwissenschaftlerin Monica Horten von der Universität Westminster zeigt, will eine Koalition aus Lobbyisten der US-amerikanischen und französischen Medienindustrie über ihr nahestehende EU-Abgeordnete zahlreiche subtile Änderungen in die umfangreichen Texte der betroffenen fünf Richtlinien einfließen lassen.

Mehr zum Thema:

Auf Anfrage von ORF.at zeigen sich österreichische Abgeordnete zum EU-Parlament äußerst skeptisch gegenüber den Plänen zu Internet-Sperren. Diese sind von der Medienindustrie-Lobby in die Richtlinien zur Regulierung des EU-Telekommarktes eingeschleust worden - und von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der in seiner Heimat mit den Sperrplänen nicht recht vorankommt.

Netzneutralität in Gefahr

Diese Änderungen laufen darauf hinaus, dass die europäischen Internet-Provider ihren Status als neutrale Informationsübermittler verlieren und für die Inhalte verantwortlich gemacht werden, die über ihre Systeme übertragen werden. Bürgerrechtler wie die französische Initiative La Quadrature du Net, das deutsche Blog Netzpolitik.org und die britische Open Rights Group schlagen nun Alarm. Die Netzneutralität in der Europäischen Union, so die Bürgerrechtler, sei durch das Telekompaket so stark gefährdet wie noch nie.

Kommt das Telekompaket mit den Zusätzen der "medienindustriefreundlichen" Abgeordneten durch, werden die Provider dazu verpflichtet, den Verkehr im Internet permanent abzulauschen und zu kontrollieren - um nicht von der Medienindustrie systematisch geklagt zu werden.

Dabei geht es nicht einfach um Filesharer, die nicht lizenzierte Mediendateien tauschen. Der gesamte Datenverkehr im Netz soll systematisch und vollautomatisch überwacht werden. Das hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Datenübermittlung von Firmen, auf den E-Commerce und E-Government. Einem total überwachten Netz ist nicht mehr zu trauen.

Internet-Präsident Sarkozy

Großes Vorbild für die Aktion ist das Modell "Three Strikes Out" alias "Loi HADOPI", das von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy derzeit durch die französischen Instanzen geschleust wird.

Es sieht die Installation einer staatlichen Aufsichtsbehörde [HADOPI] vor, die das Netz kontrollieren und Usern auf Zuruf der Medienindustrie den Netzzugang kappen soll - ohne richterliche Kontrolle.

Legalisierung von Rootkits

Die Aktivitäten von Industrie und ihr nahestehenden EU-Abgeordneten treiben dabei auch merkwürdige Blüten. Die französische Initiative La Quadrature du Net, die gegen das HADOPI-Gesetz kämpft, hat in den Eingaben der EU-Parlamentarier Manolis Mavrommatis [Griechenland; konservativ] und Ignasi Guardans [Spanien; liberal] wortwörtliche Übereinstimmungen mit den Vorgaben der französischen AV-Medienlobby SACD festgestellt.

Mavrommatis, so eine Analyse der Bürgerrechtler, habe sogar vorgeschlagen, die Definition von Spyware dahingehend zu ändern, dass sie nicht mehr auf Programme zuträfe, die "illegitime" Aktionen des Nutzers aufzeichnen. Solche von der Medienindustrie eingesetzte Spyware solle demnach "keinen gravierenden Eingriff in die Privatsphäre" mehr darstellen. Damit wären, so die Initiative, auch Programme wie das berüchtigte Sony-Rootkit mit einem Streich in der ganzen EU legal.

Französische Verhältnisse

Der am 18. Juni im französischen Parlament eingebrachte Gesetzesentwurf sieht die Schaffung einer Regierungsbehörde vor, die mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet werden soll. Die HADOPI [La Haute Autorite pour la diffusion des oevres et la protection des droits sur Internet] genannte Regierungsstelle soll auf Zuruf der Rechteinhaber vermeintliche Urheberrechtsverletzer kontaktieren, verwarnen und gegebenenfalls die Sperre der Zugänge anordnen.

Die Behörde kann darüber hinaus Internet-Anbieter dazu verpflichten, Filtertechnologien zu implementieren, und Strafen in Höhe von bis zu 5.000 Euro gegen Anbieter verhängen, die Nutzern, die sich auf der "schwarzen Liste" der Regierungsstelle befinden, Zugänge zur Verfügung stellen.

Kopiere der Adressat dennoch rechtswidrig weiter, werde sein Internet-Abonnement "für die Dauer von drei Monaten bis zu einem Jahr" gesperrt. Die Nutzer könnten sich auch gegen eine "Transaktion", wie es in einer Mitteilung von Kulturministerin Christine Albanel heißt, eine schnellere Wiederherstellung des Netzzugangs erkaufen. Das Gesetz soll im Jänner 2009 in Kraft treten. Erarbeitet wurde die "Three Strikes Out"-Vereinbarung von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Denis Olivennes, dem Geschäftsführer der französischen Medienhandelskette FNAC.

Die Privatisierung des Rechts

Solche Maßnahmen sollen nun in allen EU-Mitgliedsstaaten ermöglicht werden. La Quadrature du Net identifiziert folgende Probleme:

Die Kommission kann Standards zum Filtern und Überwachen des Datenverkehrs im Internet implementieren und nationalen Behörden nach französischem Vorbild schnelle und undemokratische "Problemlösungsmechanismen" an die Hand geben.

Ferner sollen alle Aktionen der Nutzer im Netz automatisiert überwacht und gefiltert werden, sei es mit Hardware- oder Software-Maßnahmen.

Auch die nationalen Regulierungsbehörden sollen dazu gezwungen werden, mit den Rechteinhabern zu kooperieren, und dazu eingespannt werden, die Überwachungstechnologien bei den Providern durchzusetzen.

La Quadrature du Net: "Diese Ergänzungen [zu den Richtlinien, Anm.] schaffen im europäischen Recht einen bisher noch nie da gewesenen Mechanismus [...]: Gesetzgeber und Gerichte werden zugunsten privater Akteure und technischer Systeme zu automatischer Überwachung und Filterung ausgeschaltet."

Euro-ISPA will kämpfen

Kurt Einzinger, Generalsekretär des österreichischen Providerverbandes ISPA und Vorsitzender der Euro-ISPA, zeigt sich auf Anfrage von ORF.at angesichts dieser Entwicklungen kämpferisch: "Wir versuchen, uns dagegen zu wehren. Wir glauben, dass es den Provider nichts angeht, was seine Kunden im Netz machen. Man darf nicht in den Datenstrom hineinschauen."

Die Gesetzeslage in Österreich sei klar. Datenschutz-, Telekom- und Privatrecht würden dafür sorgen, dass der Provider in den Traffic der Kunden nicht hineinschauen dürfe. "Mit dem französischen Modell macht man die Grundrechte mehr kaputt, als man das kommerzielle Interesse der Medienindustrie schützen würde." Mit der Überwachung durch die Provider würde auch das Briefgeheimnis verletzt.

Bürgerrechtler: Abgeordnete aktivieren

Die involvierten Bürgerrechtsorganisationen fordern besorgte Bürger dazu auf, ihre Abgeordneten im Europaparlament zu kontaktieren und sie über die problematischen Aspekte des Telekompakets zu informieren.

[futurezone]

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Forum

 

  • Sarkozy

    winslow, vor 506 Tagen, 9 Stunden, 34 Minuten

    Wer so klein ist, braucht kein Rückgrat!

  • Und dann regen sich Europapolitiker auch noch über das irische...

    iwasobakannamen, vor 506 Tagen, 10 Stunden, 13 Minuten

    ...Votum auf !!

    Und sie fragen sich, wie das wohl möglich sei, was die Gründe für das Nein waren. Und sie behaupten, die Regierung hätte die Bevölkerung schlecht informiert! Nun ja, vielleicht haben die Iren einfach nach einem "Bauchgefühl" abgestimmt. Offenbar war dieses Bauchgefühl schlecht, und offenbar hatten sie recht damit!

    • Amen!

      ljack, vor 506 Tagen, 9 Stunden, 42 Minuten

      Man kann es nicht treffender formulieren!

    • Was haben dieser französiche Entwurd

      c1x111, vor 506 Tagen, 9 Stunden, 4 Minuten

      mit dem EU-Vertrag zu tun? Der EU-Vertrag regelt lediglich die künftige Struktur und Zusammenarbeit der "EU-Regierung", sonst nichts.

      Und überhaupt: Wenn Österreich nicht in der EU wäre, wer ist so naiv zu glauben, dass es dann keine Reisepässe mit Fingerabdrücken oder Datenvorratsspeicherung gäbe?

      Lasst die EU in Frieden, die Problem liegen bei UNSERER Regierung!

    • friedl333, vor 506 Tagen, 5 Stunden, 14 Minuten

      Ich finde es ja interessant, dass gerade die EU-Gegner so massiv gegen den Lissabon-Vertrag sind. Sie müssten doch klar dafür sein, denn in diesem Vertrag ist ERSTMALS ein Austrittsprocedere definiert. Bislang ist ein EU-Austritt nicht möglich, erst mit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags werden alle EU-Beitrittsverträge nachträglich de facto mit einer Kündigungsklausel versehen!

      Aber wir haben ja unser Bauchgefühl, und als Gefühl ignoriert es den Verstand und das Wissen, und dieses Bauchgefühl sagt: "EU = Brüssel = bäh!!"

  • EU-Austritt JETZT !!!

    hüterin, vor 506 Tagen, 10 Stunden, 44 Minuten

    Wer die Diktatur noch immer nicht wittert, dem ist nicht mehr zu helfen...

    • Und was dann?

      winterkind, vor 506 Tagen, 10 Stunden, 15 Minuten

      Sich von Gusi und Molti papierl'n lassen?? Glaubst du wirklich, dass die beiden sich nicht von der Wirtschaft die Richtung vorgeben lassen?

    • völlig richtig winterkind, aber von 2 Übeln wähle ich das...

      iwasobakannamen, vor 506 Tagen, 10 Stunden, 11 Minuten

      ...kleinere heißt's doch !?

      Die 2 Kasperln kann man wenigstens noch überschauen, die EU ist ein weit entfernter undurchsichtiger Moloch über den man als "Normalbürger" eines Landes noch viel weniger Kontrolle hat.

    • winterkind

      hüterin, vor 506 Tagen, 9 Stunden, 59 Minuten

      Weder das eine noch das andere.
      Das Volk hat es in der Hand.

  • oida....

    derwalter, vor 506 Tagen, 11 Stunden, 4 Minuten

    ich glaub schön langsam sollte man sich den austritt aus der eu überlegen. ich habe kein interesse daran, das irgendjemand erfährt was ich mir wann wie runterlade, was ich wann wie mit wem rede und das ich 0//24 überwacht werde.

    außerdem will ich keinen rootkit auf meinem pc wissen, der JEDE MAUSBEWEGUNG jeden KLICK und JEDE TASTE DIE ICH DRÜCKE speichert und weiterschickt, denn dadurch kennt die eu ALLE MEINE PASSWÖRTER....

    soll der staat echt von konzernen gelenkt werden? ich mein das is ja grad ein ultra übler scherz oder? das ein konzern sagt, den wollma vom internet draußen haben und ohne irgendwas zu prüfen wandert ein rsa brief zu dem und der hat ka inet mehr... totaler wahnsinn, oder?

    hin zum wertkarten internet...! gogo :D

  • oidi55, vor 506 Tagen, 11 Stunden, 16 Minuten

    Eu DIKTATUR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • bootleg, vor 506 Tagen, 15 Stunden, 32 Minuten

    Entweder es kommt eine EU die Grundrechte achtet, oder ihr könnt euch den ganzen Verein in den A. schieben. ... und den Platter gleich mit.

  • friedl333, vor 506 Tagen, 15 Stunden, 42 Minuten

    Ich möchte ja gerne in den vielstimmigen Chor der Anti-EU-Poster einstimmen, nur drängt sich mir dabei eine Frage auf: Wer garantiert mir, dass nach einem allfälligen EU-Austritt Österreichs keine konzertierte Aktion von internationalen Medienunternehmen und ihnen nahestehenden Nationalratsabgeordneten und Regierungsmitgliedern zur Überwachung, Kontrolle und Filterung von Netzinhalten bei der nächsten Gelegenheit der Änderung eines Telekommunikationsgesetzes durchgeführt werden kann? Und was, wenn das doch passiert? Soll ich dann die Auflösung der Republik Österreich in ihre Bundesländer fordern?

    Internationale Unternehmen wittern die Möglichkeit, Richtlinien, Gesetze oder was auch immer zu beeinflussen und versuchen, diese Möglichkeiten zu ihren Gusten zu nützen. Wenn nicht bei der EU, dann demnächst bei einem Einzelstaat, ob EU-Mitglied oder nicht. "Three Strikes Out" ist schließlich ein Alleingang Frankreichs und betrifft allein französisches Recht.

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich graut mir vor diesen Vorstößen und deren möglichen Konsequenzen. Aber in Zeiten auf jeder politischen Ebene gegenwärtigen Lobbyings ist das EU-Bashing hier wie einen Fußballplatz verantwortlich zu machen, dass darauf schlechter Fußball gespielt wird.

    • cyana, vor 506 Tagen, 13 Stunden, 29 Minuten

      Natürlich garantiert niemand, dass durch einen EU-Austritt konzertierte Aktionen der Content-Industrie ausblieben. Aber das Signal an die EU-Politiker wäre unmissverständlich. Das Wohl der Allgemeinheit und das unverhandelbare Recht auf Privatsphäre geht vor jedes Konzerninteresse.

    • Ich bin Friedls Meinung..

      winterkind, vor 506 Tagen, 10 Stunden, 18 Minuten

      Der Druck der Industrie ist auf die gesamte EU sicherlich geringer, als er auf Österreich wäre. Ausserdem darf man auch nicht vergessen, dass Österreich dermaßen von den anderen EU-Staaten abhängig ist (zB. Stromnetz), dass der Druck dann eben von Industrie und der EU auf Österreich kommt und das können wir uns beim besten Willen nicht ohne Verluste bei den Arbeitsplätzen und der Lebensqualität leisten.

    • Bevor ich auf die von Gott gegebene ..

      thejoe, vor 506 Tagen, 2 Stunden, 42 Minuten

      ..Freiheit verzichte, verzichte ich lieber auf etwas Lebensqualität.

      Sonst fördere ich nur Verbrecher.

      Einem Drogenjunkie (machthungrigen Politiker) sollte man keinen Stoff geben!

    • Wobei:

      thejoe, vor 506 Tagen, 1 Stunde, 56 Minuten

      Ein Junkie tut mir normalerweise nichts.
      Aber was machen solche Politiker mit solchen Ansichten?

  • immer mehr

    gluni, vor 506 Tagen, 16 Stunden, 55 Minuten

    bin mittlerweile immer mehr davon überzeugt das ein austritt sicherlich nicht der schlechteste weg währe.dazu gleich einen bund mit der schweiz eingehn und eine neue union gründen auf basis der direkten demokratie.bin überzeugt das wir nicht die letzten wären die austreten.ungarn slowenien evtl kroatien wären sicher auch dabei

    • flo36, vor 506 Tagen, 16 Stunden, 50 Minuten

      es geht ned um die union. Das problem is, dass Staaten bei aller Freundschaft einfach ned miteinander können. Da Problem sind die Leute die Regieren bzw. Umfallen wenns um ne wichtige entscheidung geht. Die EU wird zerfallen. Die Grundidee des Staatenbundes is gut. Siehe USA. Nur wenn es soviele Länder mit sovielen unterschieden gibt klappt es nicht.

    • Die USA...

      liquidsnake, vor 506 Tagen, 14 Stunden, 19 Minuten

      ... sind definitiv KEIN Musterbeispiel für einen gelungenen Staatenbund...

    • Richtig, liquidsnake!

      thejoe, vor 506 Tagen, 2 Stunden, 25 Minuten

      Und die Leute (Bürger) in Europa können wunderbar miteinander! Passen wunderbar zusammen! Hat man auch bei der EURO2008 deutlich spüren können.

      Nur Leute - Politiker - die "regieren" wollen, im Sinne von Monarchen und Metternich, werden das zerstören, wenn sie weiterhin glauben das machen zu dürfen.

      National und International.

      Nein! Sie dürfen NICHT!

      Managen ja, regieren - im Sinne von HERRSCHEN - NEIN! Auf keinen Fall!

      Diener der Völker: Denkt einmal nach!!

      Wer war für die meisten Kriege verantwortlich?
      Die Völker? Oder waren es doch fast immer narrische Politiker?

  • Totalüberwachung ist der sichere Tod

    irkin, vor 506 Tagen, 17 Stunden, 14 Minuten

    Totalüberwachung ist der sichere Tod von Demokratie, Meinungsfreiheit und Bürgerrechten!
    Verantwortungslose Politiker sprechen scheinheilig "Nie wieder Hitlerfaschismus", während sie gleichzeitig an der Errichtung eines noch schlimmeren Horrorszenario mitwirken.
    Seit 2000 ist zunehmend klar zu sehen, dass Konzerne schleichend eine Diktatur hineindrücken, welche nie da gewesene Ausmaße erreichen wird, da sie global angelegt ist.
    Demokratie, Ethik ... liegen im Sterben. Politiker sind längst entmachtet bzw. infiltriert und Verräter.
    Das Rezept: Man nehme aus den ehemaligen kommunistischen Staaten Überwachungsfaschismus und Polizeigewalt. Man nehme aus dem Ex-Kapitalismus Konsumverblödung und -verblindung. Man entferne lästige Aspekte dieser vergangenen Systeme, wie etwa Demokratie und Bürgerrechte, soziale Werte und Sicherheit. Dann kommen wir dorthin, wo wir schon bald leben: Die Menschen sind versklavt. Der Globus ist ein Konzentrationslager. Am Ruder ist der schmarotzende pathologische Größenwahn. - Es ist KRANK.

    • Schon vor etlichen Jahren gab es

      ldir, vor 506 Tagen, 16 Stunden, 46 Minuten

      ein Spiel namens "Syndicate" (Amiga & PC) welches in erschreckender weise zeigt was passiert wenn die Welt unter Privatfirmen unterteilt und regiert wird. Das ist der Beginn...
      Die EU ist eine Wirtschafzunion, d.h. es geht hier vorrangig um die wirtschaftlichen Interessen, und die Großkonzerne wissen schon was sie tun, wenn sie Politiker schmieren... ich meine natürlich, im Wahlkampf unterstützen!

    • maui123, vor 506 Tagen, 14 Stunden, 27 Minuten

      irkin, wenn du schon unbedingt einen Hitlervergleich anstellen musst, hier ein Link für die, bitte lesen http://blogs.taz.de/hitlerblog/2008/07/01/
      unvergleichlich_ausser_mit_hitler_vielleicht/

    • @maui123

      thejoe, vor 506 Tagen, 34 Minuten

      Ok! Das ist aber jetzt reiner Polemismus!
      (Obwohl Sie es sicher nicht so gewollt oder gemeint haben.? ;-) )

      Erklärung:
      Die paar Toten. Hitler hat viel mehr umgebracht!

      ??

      Ab wievielen Morden zählt es denn? Hitler hat die millionen Menschen auch nicht _persönlich_ umgebracht!

      Politischer Mord! Kalt! Keine Menschenrechte!

      Genau das nutzen die Politiker aus. Obwohl schon ein einziger Mord zuviel ist!

      Hitler ist auch nicht böser als das Böse in jedem Menschen!

      Auch der Teufel war (ist?) ein Engel!

      Also nochmal, maui123: Polemik.
      Jedenfalls der gelinkte Artikel!

      Die wollen aber nicht morden, sondern "melken"!

      Darum geht es hier!

  • Ich bin, seit ich mich für Politik interessiere, ...

    liquidsnake, vor 506 Tagen, 17 Stunden, 22 Minuten

    ... ein strikter Gegner der Europäischen Gleichschalt... - äh, Union. Wie schön, dass sie es einem gar nicht schwer macht, ihr mit größtmöglicher Skepsis gegenüber zu stehen.

    Das Problem dabei: wenn all ihre Überwachungstechniken erst installiert sind und laufen, nutzt den noch-Befürwortern die späte Erkenntnis auch nichts mehr...

    Die Europäische Union verändern zu wollen, ist allerdings vergebe Liebesmühe. Denkt hier tatsächlich irgendjemand, die Menschen in Brüssel, die schon lange ein Leben in Saus und Breus, fernab des Volkes - der Völker - dem / denen zu dienen sie sich verpflichtet haben, führen, interessiert, was 'ein paar Narren' unter ihnen denken? Solange die Regierungen zur EU stehen - und das tun sie, denn ihren loyalsten Dienern gewährt die Union irgendwann, wenn ihre politischen Karrieren enden - was, in unruhigen Zeiten wie diesen, rasch geschehen kann - einen Platz in ihrem erlauchten Zirkel.

    Scheiß' auf's Volk, zahlt das den Politikern etwa einmal ein fettes Gehalt für's quasi-Nichtstun?

    Auch, wenn ich eigentlich kein Science Fiction-Fan bin, aber mich erinnern die Handlanger der EU lebhaft an die Priore der Orii aus "Stargate", falls das jemandem etwas sagt. Die kamen auch, um das Universum zu missionieren - und Tod...

    • Jedes Großreich zerfällt einmal

      flo36, vor 506 Tagen, 17 Stunden, 15 Minuten

      Der Anfang vom Ende der EU hat begonnen als sie mehr sein wollten als eine Wirschaftsunion. Jedes große Reich indem verschiedene Sprachen gesprochen wurden/werden ist zerfallen. Das Römische Reich, alle Kolonialreiche, Österreich, Sowjetunion und auch die EU wird zerfallen. Alles eine Frage der Zeit bis die Bürger nicht nur zu hunterten oder tausenden auf die Straße gehen, sondern zu hunderttausenden, spätestens dann müssen die Politiker nachdenken.

    • Jedes Großreich zerfällt einmal

      flo36, vor 506 Tagen, 17 Stunden, 15 Minuten

      Der Anfang vom Ende der EU hat begonnen als sie mehr sein wollten als eine Wirschaftsunion. Jedes große Reich indem verschiedene Sprachen gesprochen wurden/werden ist zerfallen. Das Römische Reich, alle Kolonialreiche, Österreich, Sowjetunion und auch die EU wird zerfallen. Alles eine Frage der Zeit bis die Bürger nicht nur zu hunterten oder tausenden auf die Straße gehen, sondern zu hunderttausenden, spätestens dann müssen die Politiker nachdenken.

    • Habe eben erst bemerkt, dass...

      liquidsnake, vor 506 Tagen, 17 Stunden, 7 Minuten

      ... die blöde Foren-Software meinen Beitrag abgeschnitten hat.

      Fortsetzung:

      ... und Tod allen Ungläubigen! Die Orii brauchen, ähnlich, wie die Leutchen in Brüssel, Milliarden, die sie gleich Göttern anbeten, um durch ihre Energie (= unser Geld, in dem Fall) immer mächtiger zu werden - doch in "Stargate" war zumindest offensichtlich, dass die Orii 'böse' Tyrannen sind...