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Leben in Informationsruinen

26.07.2008|06:00

Der moderne Büroarbeiter springt alle drei Minuten zu einer neuen Aufgabe. Mal schreibt er eine E-Mail, schickt eine SMS und surft im Web. Die permanente Ablenkung verhindert zusammenhängendes Denken und führt uns in ein dunkles Zeitalter, meint Buchautorin Maggie Jackson im Gespräch mit ORF.at.

Für das ständige Piepsen, Blinken und Klingeln wurden schon viele Worte gefunden: E-Mail-Flut, SMS-Lawinen, Handyterror. Die amerikanische Journalistin Maggie Jackson fasst all diese Phänomene unter dem Begriff "Klima der Ablenkung" zusammen und zeigt in ihrem Buch "Distracted" ["Abgelenkt"; "Zerstreut"], welche weitreichenden Folgen das für unsere Gesellschaft haben könnte.

Jacksons These: Der "Homo connectus" verliere an Kreativität und engen Freundschaften. Für Maggie Jackson ist die Informationsflut wie eine neue Form der Umweltverschmutzung. Sie wünscht sich eine Gegenbewegung, ähnlich der Ökowelle.

Zur Person:

Maggie Jackson ist Kolumnistin des Boston Globe und veröffentlichte im Juni das Buch "Distracted: The Erosion of Attention and the Coming Dark Age".

Darin warnt sie vor den Auswirkungen der Informationsüberlastung, sucht nach den Ursachen dieser Entwicklung und gibt einen Einblick in den aktuellen Wissensstand der Aufmerksamkeitsforschung.

ORF.at: Oft hat man das Gefühl, dass man sich gar nicht mehr konzentrieren kann, weil es dauernd piepst und klingelt. Aber steckt hinter diesem persönlichen Eindruck auch ein globales Phänomen, das viele Menschen betrifft?

Ich glaube, dass es ganz unterschiedliche Menschen betrifft – wie Eltern, Arbeitnehmer und Manager. Weil sich die Technik verbreitet und immer mehr Menschen Handys, BlackBerries und PDAs haben. Ich bekomme Anrufe von Journalisten aus Australien, England und Bogota.

Und anekdotenhaft höre ich, dass das eine Sorge in vielen Ländern ist. In der USA ist es so, dass der durchschnittliche Wissensarbeiter im Schnitt alle drei Minuten seine Tätigkeit wechselt. Er springt zu einer neuen E-Mail, ruft jemanden an oder redet mit dem Kollegen. Und alle drei Minuten macht er etwas anderes. Das zeigt, wie stark zersplittert seine Arbeit ist.

Ist dieses Springen zwischen den Tätigkeiten denn so schlimm?

Nicht unbedingt. Nur wenn das die Grundstruktur unserer Arbeit ist, kommt das unsere Produktivität und Kreativität teuer zu stehen. Untersuchungen an der Harvard Business School haben etwa gezeigt, dass Arbeiter dann kreative Arbeit erbringen, wenn sie sich konzentriert fühlen.

Fühlen sie sich hingegen zerstreut, sind sie nicht kreativ. Diese Zersplitterung der Aufmerksamkeit zehrt an unserer Kreativität. Dabei leben wir in einem Zeitalter, in dem wir nach Innovation und neuer Erkenntnis streben. Nur kann uns das unter diesen Umständen nicht gelingen. In den USA sagt etwa ein Drittel der Arbeiter, dass sie so stark beschäftigt oder abgelenkt sind, dass ihnen die Zeit fehlt, über ihre Arbeit nachzudenken.

Aber vielleicht können jüngere Menschen damit besser umgehen.

Das spreche ich in meinem Buch auch an. Es mag sein, dass jüngere Leute eine höhere Technikkompetenz besitzen. Aber eine Studie nach der anderen zeigt, dass diejenigen, die mit Technologie aufgewachsen sind, Information aus dem Web nicht richtig bewerten.

In den USA gibt es einen neuen landesweiten Test von Collegestudenten. Die Hälfte der Teilnehmer schafft es darin nicht, die Objektivität einer Website korrekt einzustufen. Und das ist wirklich eine grundlegende Fähigkeit im digitalen Zeitalter.

Sind wir auch zu Hause davon betroffen?

Ja. Auch diesen Preis zahlen wir für das Klima der Ablenkung. Erstens denken wir nicht so scharfsinnig, wie wir können. Und zweitens gehen unsere Beziehungen nicht tief genug. Eine Anthropologin hat zum Beispiel das amerikanische Familienleben studiert und herausgefunden, dass sich die Familienmitglieder abends nicht mehr grüßen – großteils, weil sie so sehr von den Bildschirmen abgelenkt sind und sich mit etwas anderem beschäftigen.

Nur in einem Drittel der Fälle sagen die Ehefrauen "Hallo" oder "Willkommen zurück", und ihre Gatten sagen es jedes zweite Mal. Dabei ist der Gruß ein grundlegendes menschliches Ritual – das anerkennt, dass jemand in eine Gruppe zurückkehrt.

Einer der Gründe, warum die Abhängigkeit von E-Mails, Instant Messages und Handys so gefährlich ist, ist die soziale Zerstreuung. Die ständige Erreichbarkeit hat dazu geführt, dass wir mit so vielen Menschen in Verbindung stehen, dass es unmöglich wird, engen Kontakt aufrechtzuhalten. Wenn sich der engere Familien- und Freundeskreis auf mehr als 23 Leute ausdehnt, nimmt die Zahl der Kontakte zwischen diesen Leuten ab – bis auf die Zahl der E-Mails.

Dann gibt es weniger Besuche, weniger Anrufe, nur der E-Mail-Versand steigt. Also verlassen wir uns auf eine gesichtslose Form der Kommunikation. In den USA sagt heute jeder Vierte, dass er keinen engen Vertrauten hat, dem er seine Probleme schildern kann. Und diese Zahl hat sich in den letzten zwanzig Jahren verdoppelt.

In Ihrem Buch sprechen Sie von einem bevorstehenden dunklen Zeitalter. Was meinen Sie damit?

Ich habe über dunkle Zeitalter quer durch die Geschichte recherchiert. Diese Epochen waren nicht nur negativ. Im Mittelalter wurden zum Beispiel viele Erfindungen gemacht wie die Windmühle und das Bankensystem. Es gibt also nicht nur Finsternis im dunklen Zeitalter.

Trotzdem ist es eine Zeit kultureller Verluste. Wenn wir uns nur auf Informationshäppchen und Kommunikationsschnipsel verlassen und das Suchergebnis von Google mit Wissen verwechseln, dann riskieren wir ein dunkles Zeitalter. Was ich damit sagen will: Wir laufen Gefahr, uns nur an der Oberfläche unseres Lebens zu bewegen.

Aber wer ist daran schuld, dass wir dauernd abgelenkt sind? Die Technologie oder wir selbst?

Viele Menschen machen die Geräte verantwortlich. Ich glaube nicht, dass das stimmt. Erstens sind Geräte Werkzeuge, die wir mittels unserer eigenen Wertvorstellungen verwenden. Wir entscheiden uns selbst, Handys mit E-Mail-Funktion einzusetzen. Und zweitens halte ich es für wichtig, tiefer in die Vergangenheit zu blicken.

Die ersten hochtechnologischen Revolutionen kamen im 19. Jahrhundert auf: das Kino, die Eisenbahn, das Telegramm. Da fingen die Menschen an, Zeit und Raum neu wahrzunehmen. Wir glauben immer, wir sind die ersten, die im Cyberspace leben. Aber ich habe ein Buch aus dem Jahre 1880 gefunden, das "Wired Love" ["Liebe durch den Draht", Anm.] heißt. Darin geht es um eine virtuelle Liebesaffäre unter Telegrafisten.

Die Vorstellung, dass wir zwei Dinge zur gleichen Zeit machen können, gibt es schon lange. In langsamen Schritten näherten wir uns der heutigen Multitasking-Sucht. Deswegen ist es wichtig, sich die Wurzeln dieser Entwicklung anzusehen.

Warum ist das so, dass man ein neues E-Mail bekommt und nervös wird, wenn man es nicht sofort öffnet?

Wir Menschen sind dazu programmiert, gegenüber äußeren Reizen aufmerksam sein. Deswegen springen wir auch sofort auf ein neues E-Mail an. Das ist das Gleiche wie bei jenen Menschen, die im Dschungel lebten und auf Tiger achtgeben mussten.

Die Aufmerksamkeit ermöglicht die grundsätzliche Überlebensfähigkeit des Menschen. Es gibt drei Arten der Aufmerksamkeit: Die erste ist der Fokus, der Mittelpunkt unseres Geistes. Wir brauchen ihn für menschliche Beziehungen oder um Probleme zu lösen. Die zweite Form ist Bewusstsein, auch Wachsamkeit genannt. Dabei handelt es sich um unsere Empfindlichkeit gegenüber der Umwelt. Und die dritte Form ist die ausführende Aufmerksamkeit – die Fähigkeit, ein Urteil zu fällen, einen Entschluss zu treffen. Das Problem ist, dass wir diese drei Arten der Aufmerksamkeit nicht vollkommen ausschöpfen.

Welche Lösungsansätze gibt es?

Zuallererst müssten wir dieses ständige Klima der Ablenkung hinterfragen. Es braucht nicht normal zu sein, dass es ständig piepst und läutet. Das Ganze ist ein Umweltproblem, ähnlich wie die Luftverschmutzung.

Zum Beispiel richten manche amerikanische Firmen "Weißräume" ein. Das sind Räume ohne Technik, in denen man nachdenken kann. Ich glaube, das können wir auch zu Hause anwenden. Wir können unseren Kindern zeigen, wie sie ihren eigenen Weißraum kreieren, in dem sie ihre Hausaufgaben machen. Sie werden dann schneller und gründlicher arbeiten.

Eine Studie der University of California zeigt zum Beispiel, dass Schüler schlechter lernen, wenn sie dabei multitasken. Sie machen zwar ihre Hausaufgaben, aber sie stellen dabei keine Verbindungen zu anderen Teilen ihres Wissens her.

Also sollten wir weniger an den Maschinen hängen?

Ja, wir müssen diese lärmende Umgebung zurückdrängen. Es hat lange gedauert, bis die Ökobewegung nicht mehr als ein Haufen verrückter Leute angesehen wurde. Heute ist sie akzeptiert. Ich glaube, wir können dasselbe schaffen. Und dann müssen wir noch unsere Fähigkeit zur Aufmerksamkeit stärken.

Haben Sie Ratschläge, wie das gelingt?

Ich glaube, wir müssen gute Vorbilder sein. Wenn ich immer ein Auge am Handy habe, welche Botschaft vermittelt das?

Wir können unser soziales Verhalten verändern und darüber nachdenken, wie wir unsere eigene Umwelt verschmutzen. Wir können kleine Sachen machen, zum Beispiel darauf Acht geben, jemanden nicht zu unterbrechen.

Denn wenn ein Wissensarbeiter einmal unterbrochen wurde, braucht er fast eine halbe Stunde, um zu seiner ursprünglichen Tätigkeit zurückzufinden.

Es gibt auch die Meinung, dass die Technik das Problem für uns lösen könnte, dass intelligentere Programme helfen werden, unsere Aufmerksamkeit zurückzuerobern.

Ja, das ist ein interessanter Punkt. Technologie könnte Teil der Lösung sein. Ich traf bei IBM zum Beispiel die Forscherin Jennifer Lai. Sie hat einen Instant-Messaging-Anrufbeantworter entwickelt. Von diesem erhält man nicht einfach die Nachricht, dass der Chatpartner "away" ist. Sondern man hat die Wahl, verschieden darauf zu reagieren: Zum Beispiel kann man eine SMS schreiben, anrufen oder doch nur eine Nachricht senden, die weniger stört.

Einige Entwickler arbeiten an Technologie mit mehr Feingefühl. Ja, wir können ausgeklügeltere Werkzeuge erfinden. Aber ich glaube, dass man vorsichtig sein sollte, bevor man seine vordere Hirnrinde an eine Maschine auslagert. Es ist eine Sache, ein Hightech-Gerät als Hilfsmittel zu verwenden. Aber es ist eine andere Sache, zu glauben, dass die Maschine für uns denken wird.

Mehr zum Thema:

Die ständige Ablenkung durch E-Mails und Anrufe kostet die amerikanische Wirtschaft jährlich 650 Milliarden Dollar, rechnet das Beratungsunternehmen Basex vor. Dieser Thematik widmete sich vergangene Woche auch der erste Kongress der Information Overload Research Group in New York, an dem Forscher und Manager teilnahmen. Auch Maggie Jackson stellte dort ihr neuestes Buch vor.

[Ingrid Brodnig]

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Forum

 
  • Wo ist das Problem?

    thepianoplayer, vor 602 Tagen, 18 Stunden, 30 Minuten

    Jedes moderne Gerät hat zumindest einen Ein/Aus-Schalter. Handys und Computer kann man auch stumm schalten. Und notfalls kann man dem nervenden Kollegen auch einmal klipp & klar erklären, dass es nicht zum eigenen Aufgabengebiet gehört, ihm andauernd diese und jene Software zu erklären oder seine Arbeit so *nebenbei* auch gleich mit zu erledigen, nur weil er total ahnungslos ist. Und was die Objektivität des Webs betrifft: Papier ist geduldig, sagte man früher. Heute kann man sagen: Bunte Bilder müssen nicht immer Recht haben. Und nur weil etwas besonders hübsch gestaltet ist, muss es nicht gleich automatisch richtig sein. Und aus.

  • Been there, done that

    cyana, vor 603 Tagen, 1 Stunde, 36 Minuten

    so aus eigener Ansehung: Es überlebt sich. Der homo connectus ist eine Lebensphase, die sich meist nach dem ersten regelmäßigen Internejahr einstellt. Es ist aufregend, im Internet Gleichgesinnte kennenzulernen, mit denen du mental oft viel mehr gemein hast als mit den Menschen im real life.

    Ich schätze mal, die 'heiße' Phase dauert so zwischen zwei und zehn Jahren, dann ebbt das Interesse spontan ab. Irgendwann merkst du, dass sich alles zu wiederholen beginnt. Spätestens dann ist die Luft draußen und du reduzierst deine online Auftritte auf jene Dinge, die für dich unverzichtbar sind, und Stellungnahmen in der FuZo ;)))))

    • einseher, vor 602 Tagen, 18 Stunden, 17 Minuten

      Sehr treffender Kommentar! Oder zumindest reduziert man es beträchtlich.

      Das mit dem Wiederholen konnte ich ebenfalls schon feststellen. Ich glaube, das liegt teilweise am "Zustrom" neuer Teilnehmer, die sich noch nicht beim hysterischen Diskutieren immer derselben Themen abgenutzt haben. :-)

  • Handy einfach abmelden

    krufti, vor 603 Tagen, 1 Stunde, 43 Minuten

    Also ich hab seit ca. Jänner dieses Jahres mein Handy einfach abgemeldet. Total. Aus. Nein. Brauch ich nicht.

    Ich habs in meiner Jugend bis '97 oder so (bis ich 16 war) ohne Handy geschaftt - und dann ging dieses ganze, meiner Meinung nach schon "skurrile" Spiel los, das man sogar einem 8-jährigem schon ein Handy in die Hand drückt ...

    Punkt #1

    Anfangs wars noch ein Presitge-Objekt "I hab a eins" ... und später dann ein mittel um zu demonstrieren das man "in" ist, und mit der Zeit geht.

    Und entzwischen versuchen Jugendliche in der U-Bahn indem sie von irgendwelchen mp3 handies lieder abspielen welchen Sie eine Bedeutung zuordnen (ob man die nun versteht oder nicht) Ihre Meinung kund zu geben.

    Und ich habe es auch schon öfters erlebt, dass Leute rumlaufen und so "tun als ob" sie telefonieren würden. Früher hat man zu solchen Leuten gesagt sie spinnen, weil sie Selbstgespräche führen, heutzutage scheint das durch die Mobiltelefone legalisiert zu werden. Furchtbar.

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    Punkt #2

    Der Marktwirtschaftliche Aspekt von Mobiltelefonen ist ja auch eine Sache für sich. Früher, wie gesagt musste man noch viel her-berappen für eine Mobiltelefon, entzwischen werfen Sie es einem nach, weil Sie eh...

    • Handy einfach abmelden

      krufti, vor 603 Tagen, 1 Stunde, 43 Minuten

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      Punkt #3

      Die Mobil-Telefon-Strahlung. Also das ein Handy etwas "aussendet" - nämlich elektromagnetische Strahlung ist ein Fakt. Sonst würd dieses Teil ja gar nicht funktionieren. Ob diese Strahlung nun schädigend ist wird immer noch stark diskutiert. Aber das Studien der Mobilfunk-Betreiber zu dem Schluss kommen "Handy-Strahlung ist ungefährlich" ist genaus so klar wie Sie behaupten die besten Tarife zu haben - hierfür lassen sich viele Vergleiche finden.

      Und das man bei längerem Telefonieren mit dem Handy warme Ohren bekommt ist wahrscheinlich vielen bekannt. Manche sagen zwar: Nein, nein, das ist weil das Handy selber warm ist. Aber dann sollen sie einfach mal den Kopf in eine Mikrowelle stecken ... dann haben sie den selben Effekt, nur rascher und gebündelter !

      Aber einfach mal in google oder wikipedia (oder anderen Quellen) den Begriff "SAR" nachschlagen. Und mich würde interessieren "wie" die Mobilfunkbetreiber feststellen das diese Strahlung ungefährlich ist ... ich mein ich hab bis jetzt immer nur gelesen "jaja, das tut nix" - aber über die Vorgehensweise dieser Tests, also ob sie Mikrobilogische Untersuchungen ähnlich wie bei Krebs erregenden Stoffen durchführen, hab ich noch nicht gehört.

      und Punkt #4 - und mich bitte dafür jetzt...

    • Punkt #2 unvollständig

      krufti, vor 603 Tagen, 1 Stunde, 40 Minuten

      PS: Warum kann man in der futurezone keine gscheit langen kommentare schreiben - halt mit "weiter" button oder so.

      In den paar zeilen fürs datenbankfeld kann man doch wohl allerhöchsten einen kurzen überblick über seine gedanken geben.

      ---

      Punkt #2

      Der Marktwirtschaftliche Aspekt von Mobiltelefonen ist ja auch eine Sache für sich. Früher, wie gesagt musste man noch viel her-berappen für eine Mobiltelefon, entzwischen werfen Sie es einem nach, weil Sie eh an den Gesprächsgebühren verdienen.

      Und selbst wenn man sagt: "Ich hab ja e 1000 Freiminuten". Sollte einem klar sein das die Verlierer in dem Spiel dann die ganz Jungen sind, oder eben deren Eltern, wenn sie kein angemeldetes Handy bekomkmen sondern ein Wertkarten-telefon, und dann die höchsten Gesprächsgebühren zahlen.

      Und ausserdem ist wahrscheinlich derzeit mindestens 2% (nur eine Schätzung) des irdischen Produktionspotentials dafür aufgebraucht neue Mobiltelefone, Sender, Klingeltöne, Covers und den ganzen anderen Mist herzustellen, zu programmieren oder zu warten. Nur weil jeder ein "Individualist" sein will. Der "einzige" der dieses neue Cover hat, oder einer der "wenigen" mit dem neuen tollen ei-Phone von apple *g*

      Ok. Ich hab früher auch mama gefragt ob sie mir jogging-high kauft damit ich andere schuhe habe als die...

    • Punkt #4

      krufti, vor 603 Tagen, 1 Stunde, 39 Minuten

      Mah ... das Blob nervt ...

      und Punkt #4 - und mich bitte dafür jetzt nicht lynchen oder zum Vollidioten erklären:

      Punkt #4: Im Prinzip strahlt die Erde ins All ab wie ein brennender Christbaum der mit Benzin getränkt wurde ... ich mein: Radio, Fernsehn, Mobilfunk, WLAN, etc. etc. .... alles hochfrequent. Ich mein ok - vor vielen Jahren habens eine Sonde ins all geschickt (Voyager) die einfach richtung "weg von der Sonne" ins all geschossen wurde und ein funksignal abstrahlt. Nur war dies ein eher leistungschwaches Signal.

      Und es ist ja so das sich Funkwellen entweder aufheben, oder auslöschen, je nachdem ob die Schwingungen in Phase oder gegen-phasig sind. Also von weitem weg sind wahrscheinlich nur die einzelnen "Funkbänder" erkennbar - von denen manchmal eines dazu kommt (UMTS/WLAN etc.) und manchmal eines weg (CB-Funk, D-Netz, etc.)

      Und mit sehr grosser wahrscheinlichkeit kann man die Signale von weit weg auch nicht differenzieren - sprich Daten rausholen, sondern am ehesten nur die Intensität feststellen.

      Aber das sind halt mutmassungen. Und die Sache die ich hiermit ansprechen will ist halt etwas "freakig".

      Ich mein einerseit wollen die Menschen Kontakt zu anderem intelligentem Leben aufnehmen - nur wenn man...

    • Punkt #4 - Der Rest :)

      krufti, vor 603 Tagen, 1 Stunde, 39 Minuten

      Ich mein einerseit wollen die Menschen Kontakt zu anderem intelligentem Leben aufnehmen - nur wenn man nicht weiss ob andere Lebensformen uns freundlich gesinnt sind, sollte man nicht mal von vornherein die Sirene aufdrehn um zu sagen "Hier sind wir".

      Ich denke zwar schon, dass das meiste intelligente Leben einen Zustand erreicht hat, in welchem sie andere Lebensformen "akzeptieren" und diese nicht ala` "Independence Day" maier machen wollen ... aber wenn man keine Ahnung von etwas hat sollte man lieber mal die Finger davon lassen (Ich geb auch keinem Besoffenen Pensionisten eine Schrotflinte, wenn er nicht Jäger ist *g*)

      PS: Ich hab jetzt einfach zuhause Festnetz der Telekom, und im Büro einen VoIP Anschluss von sipgate.at samt VoIP Telefon (Marke: Grandstream) - und das funktioniert so gut wie problemlos (Hatte bis jetzt einmal ein schlechte Verbindung)

    • Was mich inter...

      bots, vor 602 Tagen, 1 Stunde, 47 Minuten

      ...essieren würd: "Und ich habe es auch schon öfters erlebt, dass Leute rumlaufen und so "tun als ob" sie telefonieren würden." Wie merkst du denn, dass sie nur so tun? Ich kenn nur einen solchen - aber bei dem isses leicht, der betet immer den Rosenkranz ins Headset :)))

  • Als Grafiker

    adagio, vor 603 Tagen, 6 Stunden, 34 Minuten

    kenne ich die Problematik sehr gut. Das stänige herausgerissen werden bremst enorm!
    Weissraum gefällt mir, werde drüber nachdenken, aber modifiziert - soll heißen statt Raum Zeit. Zeiträume ohne Fremdeinfluss, zw. 14:00 und 18:00 kein Handy, kein Mail.
    Ohne Disziplin wird man freilich von den Gadgets der Gadjets willen ausgebremst, aber wie effizienter könnte Surfen ohne Werbung sein, allein immer essientelle von Werbeinformation separieren bremst aus und kann sicher von Leuten ebenfalls mit Milliarden Dollar beziffert werden. Nur ganz ohne Werbung erlahmt die Wirtschaft und Jobs gehen verloren bzw. werden nicht geschaffen. Fakt ist das Bewusstsein geht hier weit auseinander, von Ex-Ostblockstatten-Mentalitäten die jede Technik stolz und demonstrativ (laut) der Umwelt präsentieren müssen und sich daduch produzieren, bis disziplinierte Minimalisten die können wenn sie wollen, sich aber nichts aufzwingen lassen.
    Guter Artikel, endlich ein wenig Tiefgangn und Niveau und nicht immer der Krone-Chronik-Schrott der austauschbar ist wie ein Wetterbericht mit dem anderen...

  • einseher, vor 603 Tagen, 9 Stunden, 33 Minuten

    Brobleme homde leid... hom de kan ausschoitgnobf? :-)

    • balon, vor 603 Tagen, 5 Stunden, 22 Minuten

      Wona obrochn is kon ma nix mea ausschoidn! ;-)

  • nur weil diese alte schabracke ....

    cybercop, vor 603 Tagen, 9 Stunden, 53 Minuten

    ... probleme hat sich mit neuen medien zurecht zu finden heisst das noch lange nicht, dass wir alle damit probleme haben.

    ps: bin selber über 40 und habe keinerlei probleme damit - ich konnte mich eh noch nie wirklich auf was konzentrieren ;)

    • wrongplayer, vor 603 Tagen, 7 Stunden, 56 Minuten

      mir geht's genauso (Konzentrationsschwäche seit Kindheit). Vielleicht bin ich auch deshalb Programmierer geworden - bei solchen Jobs ist das ja von der Atmosphäre her "normal".
      Aber mir war derlei (was die Jackson schreibt) schon immer bewusst - ich hab' das halt einfach akzeptiert - bis zu meiner Kündigung...

    • wenn ich deine selbstdarstellung auf viele programme hochrechne ...

      vivelaevolution, vor 603 Tagen, 2 Stunden, 53 Minuten

      wundert mich gar nix mehr !!!

    • rynia, vor 601 Tagen, 17 Stunden, 44 Minuten

      nun, im Grunde hat ja die Jackson schon recht. Dieses Umfeld ist für viele Programmierer seit eh und je normal. ABER genauso gibt es Programmierer, die sehr konzentriert arbeiten und dieses Umfeld vergiftet diese ... es hängt zum Teil von den Leuten einfach ab.

      Freund von mir ist Web-Programmierer (Java, Perl, PHP usw) und bei dem rennt in der Firma dauernd die PS3, der Fernseher, am zweiten Monitor ne DvD, hat 2 Handies (privat und geschäftlich), blödelt mit seinem Kollegen herum (der ist der Grafiker der Firma).

      Er kann gar nicht anders. Ist halt in seiner Natur ... genauso wie ich dauernd Musik um mich brauche ... egal was ... solange es leise vor sich herdüddelt ... aber das Handy hab ich beim Arbeiten und eigentlich auch oft Privat auf leise geschalten. Ausschalten mag ich einfach nicht, da mir dann das einschalten zulange dauert.

  • Und wieder mal

    mysticmike74, vor 603 Tagen, 12 Stunden, 8 Minuten

    ein Buch das die Welt nicht braucht...

    • wrongplayer, vor 603 Tagen, 7 Stunden, 54 Minuten

      Deine Meinung. vielleicht bist Du Dir Deines Problems damit einfach nicht bewusst :)

  • Idiotisch,

    feherto, vor 603 Tagen, 14 Stunden, 33 Minuten

    den Stress bekomt man nur, wenn man in zulässt und wenn man sich von den Geräten beherrschen lässt.
    Ich habe alle diese Gimnicks und habe weniger Stress als früher. Ich nutze nur die Funktionen die ich wirklich brauche, der Rest ist abgeschaltet odcer deinstalliert.

    • Allerdings:

      aufiaufi, vor 603 Tagen, 12 Stunden, 34 Minuten

      Der Streß kommt auch von der Kontrollierbarkeit der Sklaven. War früher der Chef auf Dienstreise zu faul um in eine Telefonzelle zu klettern, um seine Angestellten zu nerven, so macht er das von Handy aus unentwegt. Das ist so praktisch von der Autobahn anzurufen und die im Büro tätigen werden permanent kontaktiert und belästigt. Eigentlich auch eine Charaktersache. Aber was solls.
      Also ist dieser moderene Technik-Scheiß nicht nur ein Segen.

  • So einen Schwachsinn zu veröffentlichen...

    liebisch, vor 603 Tagen, 15 Stunden, 34 Minuten

    • Das dachte ich auch....

      miraculix11, vor 603 Tagen, 13 Stunden, 12 Minuten

      ....als ich Deinen Beitrag gelesen habe. Aber warum zum Teufel hast Du ihn dann geschrieben?

  • Ha!

    thepianoplayer, vor 603 Tagen, 17 Stunden, 2 Minuten

    Bei mir piepst nichts! Mein Computer ist prinzipiell auf stumm geschaltet. Und die ach so praktischen Software-Updates habe ich auch erfolgreich eingedemmt. Ich will arbeiten und nicht andauernd das Sanduhr-Symbol sehen müssen, geschweige denn andauernd den Computer runter- und rauf zu fahren. Ach ja, und die Taskleiste ist bei mir auch aufgeräumt.

    Und zur angeblichen Objektivität von Webseiten: Nehmt nur das Gallagher-Forum (http://xrl.in/adi) her, worin die Community seit fast 4 Jahren debattiert, ob die einstige Hauptdarstellerin der 70er-TV-Kinderserie "Die Fünf Freunde" sich nun tatsächlich 1999/2000 umgebracht haben soll oder nicht - nur weil das irgendwann einmal zwei Personen behauptet haben. Mehr dazu auch unter http://preview.xrl.in/adj