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Vereinte Kommunikation am Desktop

04.08.2008|07:00

"Unified Communications", dem Zusammenwachsen von Telefoniediensten und Internet-Kommunikation auf dem Desktop, werden jährliche Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent bis 2012 vorhergesagt. IBM, Microsoft, Cisco & Co. haben auf den Trend bereits mit Produkten reagiert.

Die Prognosen der US-Analysten lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Unified Communications" [UC] ist das "nächste große Ding".
Der Markt für Kommunikationssysteme, die Telefon, E-Mail, Instant Messaging, SMS, Dateitransfer, Videokonferenzen etc. unter einen Hut bringen, wird in den kommenden Jahren weltweit jeweils um etwas mehr als 50 Prozent wachsen.

Welten wachsen zusammen

Für 2012 geht man von einem globalen Umsatz um die 16 Milliarden US-Dollar [zehn Mrd. Euro] aus. Die Integration von VoIP-Telefonie spielt dabei eine wichtige Rolle, denn die dominierenden Kommunikationsformen Sprachtelefonie und E-Mail wachsen erstmals zusammen und können einheitlich organisiert werden.

Beide Kommunikationsformen entstammen verschiedenen Welten: hier TCP/IP und ein "Packet Switched Network" mit dem Funktionsprinzip permanenter Verbindung, dort ein "Circuit Switched Network", ein traditionelles Telefonnetz, das nach Bedarf die Teilnehmer verbindet und dabei in Minuten abrechnet anstatt in Datenvolumen.

Kostenfaktoren

Die Ersparnis durch die geringeren Minutenkosten von VoIP-Telefonie ist nur eine Art Nebeneffekt, der billigend in Kauf genommen wird. Die tatsächlich wichtigen Faktoren sind andere.

Ein nicht unbedeutender Kostenpunkt in jedem Unternehmen sind Betrieb und Wartung einer herkömmlichen Telefonanlage [PBX, Private Branch Exchange], für die in der Regel ein Techniker des Lieferanten notwendig ist.

Nur ein weiteres TCP/IP-Service

VoIP hingegen ist nichts als ein weiteres Service auf dem Internet-Protokoll TCP/IP, mit dem jeder Netzwerktechniker täglich zu tun hat.

Zudem werden die Mitarbeiter generell produktiver, wenn sie weniger Zeit damit vertun, zwischen den einzelnen Datenbanken, zwischen Telefon und Computer hin- und herwechseln müssen.

E-Mail-Anrufbeantworter

Ein Beispiel für das beginnende Zusammenwachsen von Telefon und E-Mail ist ein gängiges Service, das sogar kleinere VoIP-Anbieter wie die Wiener Fairytel längst im Portfolio haben.

Auf dem Anrufbeantworter eintreffende Sprachnachrichten werden als MP3-Attachment an die Mailadresse weitergeleitet und können mit einem Klick anstatt mit Herumtippen auf Tastatur des Telefons angehört werden.

Kontrollzentren

Andere, etwa der Breitbandanbieter Silverserver, haben virtuelle Telefonanlagen im Programm, die länderübergreifend "Durchwahlen" bzw. "Klappen" verwalten.

Das ist freilich erst der Beginn der "vereinten Kommunikation", als deren Kontrollzentrum im Büro der PC, unterwegs Laptop oder das Smartphone fungieren.

Einig ist man sich unter den Analysten dieses aufsteigenden Markts jedenfalls auch darüber, dass der größte Nutzen von UC in der internen und übergreifenden Prozessoptimierung liegen wird.

Microsoft,Cisco, IBM

Den "richtigen Client" dafür, also eine einheitliche Oberfläche, werde es so bald nicht geben, heißt es ebenfalls unisono von den Analysten.

Microsoft und IBM, Cisco und andere bieten längst derartige "UC-Suites" an, wobei die Erstgenannten von der Papierform her für das Startjahr die besseren Karten haben.

Notes, Outlook, SMS

Mit Lotus Notes und Microsoft Outlook/Exchange haben beide Firmen führende Produkte zur Bewältigung des digitalen Kommunikationsalltags in Firmen.

Nun kommen Telefonie und Anverwandte [SMS] in der ohnehin stets geöffnete Programmsuite dazu, was nicht nur Firmenchefs, sondern auch Kommunikationsarbeitern gelegen kommen muss.

Das Meta-Tool

Die Frage ist nicht nur, wie dieses zukünftige Meta-Tool zur Handhabung der vielen gängigen Kommunikationskanäle von der Oberfläche her aussehen soll.

Dem werden wir im dritten Teil der Serie bei Cisco, Microsoft und IBM ebenso nachgehen wie den Auswirkungen auf österreichische VoIP-Anbieter im KMU-Bereich.

[futurezone | Erich Moechel]

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Forum

 
  • Der wahre Fortschritt

    kleeklee, vor 726 Tagen, 5 Stunden, 39 Minuten

    ist heute die Pflege einer einzigen zentralen Kontakte Datenbank

    die Vernetzung der Kommunikation über Rufnummer und KONTAKT, dieses bildet zunehmend auch beim Telefon die bereits im Internet gewohnte mächtige DNS Funktionalität nach. Anrufen nicht mehr mit Nummer, sondern nur noch mit dem Kontakteintrag.

    Der Beleg für meine Behauptung:
    kaum jemand merkt sich heute noch Telefonnummern.

    • Fürs Büro unverzichtbare Fortschritte:

      kleeklee, vor 726 Tagen, 5 Stunden, 28 Minuten

      * Microsoft Excange als zentrale Kontaktedatenbank.

      * Nokia PC Sync, gleicht Mobiltelefonkontakte mittels einfachem Infrarot Stick, mit Microsoft Outlook Kontakten ab. jedes neue Handy ist so in Sekunden mit sämtlichen auch hunderten Rufnummern "gefüttert".

      * Blackberry, die PC Kontakte auch am Handy

      * Microsoft Mobile, Outlook Kontakte immer und überall

      * Mit www.estos.de Hotkey, aus der mittleren PC Maustaste eine Telefonwählscheibe machen, ermöglicht wählen aus jeder PC Anwendung heraus, Zahlenfolge mit der Maus markieren, ein mittlerer Tastendruck leitet das Telefonat ein.

      * www.Herold.at CD, der ultimative Outlook Kontaktefüller, unbekannte Rufnummer in die Herold PC Anwendung eintippen, ein Tastendruck fabriziert aus dem Suchergebniss einen vollwertigen Outlook kontakte Eintrag

  • VOIP Preise

    mhoch4, vor 726 Tagen, 16 Stunden, 9 Minuten

    finde ich national nicht so günstig. Gerade International sind sie recht günstig und dann auch nur, wenn sie ins Ausländische Festnetz gehen. Wenn ich auf ein Deutsches Handy via VOIP telefoniere, kostet das 25 Cent, via Festnetz zahle ich 24 Cent.

    National sind die VOIP Preise ebenfalls kaum bis gar nicht günstiger wie Festnetzanbieter. Weder ins Festnetz noch zum Handy.

    Leider.

    Da ich kein Handy habe, nutze ich Festnetz und VOIP, geschaltet mittels Fritzbox. Doch Privattelefonierer die keine Freunde und bekannte im Ausland haben, ersparen sich nicht wirklich viel.

    • honigbiene22, vor 726 Tagen, 11 Stunden, 24 Minuten

      Es geht hier primär um die Kommunikation innerhalb des Unternehmens - standortübergreifend - mittels VoIP, und nicht um die Kommunikation nach extern.

  • wenn sich Lotus Notes

    derskeptiker1, vor 726 Tagen, 16 Stunden, 38 Minuten

    auch ohne lange Einschulung vernünftig bedienen lassen könnte, die Menüs so aufgebaut wären, dass man auch findet was man sucht und die Bedienungsschritte gleich wären, wie bei hunderten anderen Programmen, wäre es vielleicht was sinnvolles. So ist es nur ein Krampf.

    • ist schon komisch...

      edisoncarter, vor 726 Tagen, 16 Stunden, 28 Minuten

      Zwar wird sooo gerne bei jeder Gelegenheit auf MS geschimpft, aber wenn mal ein Produkt vom MS-Trampelpfad abweicht, "gewohnte" Engen aufbricht und so nebenbei auch die Wahl des Betriebssystems frei stellt, DANN ist MS plötzlich wieder das Maß aller Dinge. Was nun?

    • Lotus Notes ist aber wirklich das Letzte.

      nudgenudge, vor 726 Tagen, 8 Stunden, 26 Minuten

      Lotus Notes bedienen ist so, wie wenn man einen Videorecorder mit einer Taste programmieren muss.

      Es geht zwar theoretisch, aber ist nervig, kostet ewig viel Zeit, und bietet keinen Vorteil.

  • wer erinnert sich noch an "unified messaging"

    scioutnescio, vor 726 Tagen, 19 Stunden, 6 Minuten

    das vor 8 jahren als das umsatzwunder der zukunft gepriesen wurde -
    es wiederholt sich - immer schneller eben

    es ist nach wie vor befriedigender, sich mit menschen zu treffen und von angesicht zu angesicht zu kommunizieren, als die kommunikation über einen kamm zu scheren (unified) und sich damit von sicherheits-wahnsinnige noch dazu kontrollieren zu lassen.

    huxley und orwell drehen sich im grab um

    • UM soll ja keine persönlichen Treffen verhindern...

      sluggie, vor 726 Tagen, 18 Stunden, 19 Minuten

      ...sondern "nur" alle digiatlen (oder ex-analogen) Kommunikationswege zusammenführen und überall verfügbar machen. Im Prinzip endet es am Business Sektor damit das ich mir mein Büro (Durchwahl, Email, Voice Nachrichten, SMS, etc) überall hinmitnehmen kann wos Internet gibt...

  • Mobile Phone provider als Internet Provider

    meikomenta, vor 726 Tagen, 20 Stunden, 33 Minuten

    Achtung, Telering unterbricht die Internetverbindung automatisch, wenn man mit Skype telefoniert. Waehlen sie ihren Internet Provider sorgfaeltig!

    Ich hoffe, dass mit dem Fortschritt in naher Zukunft manche dilletantische Geschaeftspraktik (idealerweise mit dem Geschaeft) verschwindet!

    • proof or stfu

      sluggie, vor 726 Tagen, 19 Stunden, 19 Minuten

    • datalife, vor 726 Tagen, 18 Stunden, 45 Minuten

      Telering und Tele2 sind überhaupt der letzte Dreck

    • schon richtig das diese anbieter vielleicht nicht die besten sind..

      sluggie, vor 726 Tagen, 18 Stunden, 24 Minuten

      trotzdem, wegen der skype sache: proof or stfu.

    • proof

      meikomenta, vor 726 Tagen, 14 Stunden, 10 Minuten

      Genügt die Tatsache, dass ich Willi seit 6 Monaten verwende und regelmässig skype, wobei nach etwa 3 - 15 Minuten die Verbindung zusammenbricht als Praxis-Beweis? Um eine neue Verbindung herzustellen muss ich MacMac erst neu starten. Verwendest du eine andere HSDPA-Software?

      BTW, watch your language ;)

    • tauceti, vor 726 Tagen, 8 Stunden, 39 Minuten

      Wahrscheinlich will dich Telering ohnehin nur vor dam Ausspionieren schützen ;-)

      (Es gibt da die wildesten Gerüchte über eine bekannte Telefon-Software, die ich natürlich auch nicht beweisen kann...)

      http://www.heise.de/newsticker/Skype-unter-die-Lupe-genommen--/meldung/71094

    • tauceti, vor 726 Tagen, 8 Stunden, 38 Minuten

      Es gibt übrigens Alternativen, wo man DEFINITIV WEIß, dass sie sicher sind. Aber gut - jeder wie er mag...

  • Wie es aussehen soll?

    xype, vor 726 Tagen, 20 Stunden, 35 Minuten

    Cool, die einen Diskutieren und Philosophieren (IBM, Microsoft, Cisco & Co), die anderen machen's vor (Apple, RIM).

    • Die einen

      tomtiger, vor 726 Tagen, 19 Stunden, 34 Minuten

      bieten die Infrastruktur, die Technik (IBM, Cisco & Co) und werden von den dummen Endbenutzern nicht gekannt, die anderen bieten die Benutzeroberfläche (Apple, RIM) und glauben die dummen Endanwender "die haben es erfunden".

  • a gscheites notizbüchl

    frizzdog, vor 726 Tagen, 21 Stunden,

    und a festnetzleitung
    sind nach wie vor unüberbietbar.

    • datalife, vor 726 Tagen, 18 Stunden, 44 Minuten

      stimmt

    • wer a gscheites notizbüchl

      derskeptiker1, vor 726 Tagen, 16 Stunden, 40 Minuten

      vernünftig im Griff hat, sprich eine gewisse Ordnung darin, der kann es elektronisch auch. Wer sich sonst nicht organisieren kann, dem hilft die Elektronik auch nicht.