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Geografie der "dunklen Zone"

19.09.2008|06:00

Der Geograf und Medienkünstler Trevor Paglen spürt der unsichtbaren Welt der US-Geheimdienste und Militärs nach. ORF.at hat mit ihm über Leerstellen auf der Landkarte, "Foltertaxis" und bizarre Militärabzeichen gesprochen.

"Power Hunter", "Prairie Dog", "Pony Express" und "Poker Bluff I": Mindestens 30 Milliarden Dollar des US-Militärbudgets fließen jährlich in Projekte, die mit solchen und ähnlichen Codenamen versehen sind und in den öffentlich zugänglichen Berichten der US-Regierung nicht näher ausgeführt werden.

Paglen vermutet, dass über diese Budgetposten eine gigantische militärische Infrastruktur am Laufen gehalten wird, die in US-Militär- und -Geheimdienstkreisen die "schwarze Welt" ["Black World"] genannt wird. In diesen streng unter Verschluss gehaltenen Zonen, die auf Landkarten nicht aufscheinen, werden Militärtechnologien getestet und Geheimprojekte ausgebrütet.

Paglen machte es sich zur Aufgabe, diese Leerstellen in Geografie und Gesellschaft der USA sichtbar zu machen. So gut es eben geht. Als Ausgangspunkt dienen ihm öffentlich zugängliche Regierungsdokumente, biografische Notizen von Militäbediensteten, Abzeichen geheimer Kommando-Einheiten und die Flugpläne privater Fluggessellschaften, die dem US-Militär als Vehikel für Gefangenentransporte rund um den Globus dienen. Paglen fotografiert darüber hinaus militärische Sperrzonen mit Hilfe leistungsfähiger Teleskope und spürt mit Daten, die von Amateur-Astronomen gewonnen werden, Spionagesatelliten auf.

Bild: ORF.at

Trevor Paglen

Seine Recherchen dokumentierte der in Berkeley lebende Geograf und Medienkünstler bisher in zwei Büchern: "Torture Taxi: On the Trail of the CIA's Rendition Flights" befasst sich mit den geheimen CIA-Flügen, mit denen Verschleppte zu Verhören auf der ganzen Welt gebracht werden. "I Could Tell You but Then You Would Have to Be Destroyed by Me: Emblems from the Pentagons Black World" gibt Einblick in die Welt der Militärabzeichen aus der "dunklen Zone" und hat Paglen auch eine Einladung zu der in den USA sehr populären Comedy-Show "Colbert Report" verschafft. Ein drittes Buch - "Blank Spots on the Map" - soll im Februar 2009 erscheinen. Daneben sind Dokumente seiner Recherchen auch in Ausstellungen zu sehen, zuletzt etwa beim Medienkunstfestival Transmediale in Berlin.

Diese Woche war Paglen beim Wiener Festival für digitale Kunst und Kulturen, paraflows, zu Gast. Im metalab sprach er unter anderem über "nichtexistente" Punkte auf der Landkarte.

ORF.at: Was hat Ihr Interesse an der "Black World" geweckt?

Paglen: Bevor es Google Earth gab, konnte ich nur über die Archive von US-Regierungsstellen, etwa dem U. S. Geological Survey, an Satellitenaufnahmen kommen. Ich habe damals viel in den Archiven recherchiert und bemerkt, dass es eine Reihe von Orten gibt, die dort nicht zu finden waren. Ich dachte mir, dass es wohl nicht möglich sei, dass es im 21. Jahrhundert noch immer Leerstellen auf der Landkarte gibt und habe bald festgestellt, dass diese Aufnahmen entfernt wurden, weil sie geheime Orte zeigen.

Zu dieser Zeit war bereits bekannt, dass eine Reihe von Leuten von US-Geheimdiensten und Militärs verschleppt und für Verhöre an geheime Orte gebracht wurde. Es ging also nicht um UFOs und Außerirdische, wie sie in Verschwörungstheorien oft genannt werden. Es war klar, dass hier etwas Wichtiges passierte. Es gab aber sehr wenige Informationen darüber. Das hat mein Interesse geweckt.

ORF.at: Wie haben Sie sich diesen "dunklen Zonen" angenähert?

Paglen: Die zentrale Frage war, wie man diese geheime Welt sichtbar machen kann. Ich habe versucht herauszufinden, wo sich diese "dunklen Zonen" mit der Welt überschneiden, die wir alle kennen. Ich dachte, dass sich Hinweise auf diese Zonen etwa in Regierungsdokumenten finden. In dieser Welt mussten natürlich auch Leute leben. Ich habe mich also gefragt, wie ich sie finden kann.

ORF.at: Sie haben Treffen von Militärangehörigen besucht, die in diesen Programmen beschäftigt waren. War es schwierig, an diese Leute heranzukommen?

Paglen: Ich wurde eingeladen, weil ich den Leuten sehr nette Briefe geschrieben habe. Diese Leute denken nicht, dass sie etwas Böses tun. Die meisten Bewohner der "dunklen Zonen" sind stolz auf ihre Arbeit. Die Leute waren immer sehr freundlich zu mir. Natürlich gibt es bestimmte Dinge, über die sie mit mir nicht reden. Sie sind aber froh darüber, dass sich jemand für ihre Arbeit interessiert.

ORF.at: Sie haben ein Buch über die militärischen Abzeichen der "dunklen Zone" veröffentlicht. Wie würden Sie diese militärischen Subkulturen charakterisieren?

Paglen: Das Buch heißt "I Could Tell You but Then You Would Have to Be Destroyed by Me" [Anm.: "Ich könnte ihnen Auskunft geben, aber dann müsste ich Sie vernichten"] und ist eine Sammlung von Abzeichen, die im Rahmen von Geheimprojekten ausgegeben werden. Das ist natürlich seltsam. Denn einerseits wird die Existenz dieser Programme und Projekte geheim gehalten, andererseits gibt es davon Souvenirs. Natürlich werden diese Abzeichen nicht im Supermarkt getragen. Sie stehen jedoch auch nicht unter Verschluss.

Diese Badges geben Einblick in diese Welt und die Denkweisen ihrer Träger. Man findet viel Humor, vor allem schwarzen Humor. Unter der humorvollen Oberfläche spürt man aber jedoch eine gewisse Nervosität. Diese Leute wollen von ihrer Welt erzählen. Sie dürfen es aber nicht. Die Leute arbeiten an geheimen Projekten und wollen irgendwie beweisen, dass sie dabei waren.

ORF.at: Welches ist Ihr Favorit?

Paglen: Es gibt eines, das einen Drachen mit ausgestreckten Flügeln zeigt. In diesen Flügeln ist die US-Fahne abgebildet. Der Drache hält den Globus in seinen Klauen. Ich glaube, dass das ein besonders kriegerisches Abzeichen ist: "Wir wollen die Welt kontrollieren." Man kann diese Symbolik aber durchaus auch als Kritik verstehen. Das finde ich sehr interessant.
==ORF.at: Sie verwenden sehr viele Informationen, die Sie von Amateuren bekommen, etwa mitgeschnittene Funkgespräche und Aufzeichnungen von Leuten, die Flugzeuge beobachten, sogenannte Planespotters. Haben diese verteilten Sensoren ein politisches Potenzial?==
Paglen: Ich arbeite sehr viel mit Amateurforschern und Hobbyisten zusammen. Viele Leute, die etwa Flugzeuge beobachten, sind etwas exzentrisch. Das kommt mir sehr entgegen, denn ich mag exzentrische Leute. Es sind Leute, die an sehr obskuren Dingen interessiert sind. Sie freuen sich darüber, wenn man sich für sie interessiert.

Diese Gruppen sind häufig an technischen Fragen der Informationssammlung interessiert und nur wenige verfolgen mit ihrer Arbeit auch ein politisches Interesse. Es ist ein Spiel. Aber man kann diese Daten natürlich auch zu anderen Zwecken verwenden. Ich glaube nicht, dass diese dezentralisierte Art der Informationsbeschaffung uns retten wird, ich bin aber froh, dass es sie gibt.

Um auf die Praxis der CIA-"Foltertaxis" aufmerksam zu machen, hat Paglen 2004 gemeinsam mit dem Institute for Applied Autonomy das Webprojekt Terminal Air ins Leben gerufen. Über die Plattform lassen sich die Flüge der US-Geheimdienste im Rahmen des "Extraordinary Rendition Program" rund um den Globus verfolgen.

ORF.at: Wie haben Ihre Kontakte aus den geheimen Regierungsprogrammen auf Ihre Veröffentlichungen reagiert?

Paglen: Ich habe aus den Einheiten viele Rückmeldungen bekommen. Viele Leute waren froh, ihre Abzeichen in dem Buch zu finden. Andere haben geschrieben, dass ich sie falsch interpretiert habe. Sie könnten mir jedoch darüber nichts erzählen.

"Torture Taxi", mein erstes Buch, hat im Gegensatz dazu viele Leute verstört. Es gab jedoch auch in diesem Apparat Stimmen, die sehr froh waren, dass dieses Buch geschrieben wurde. Sie arbeiten zwar an diesen Projekten mit, stimmen aber mit den dabei gewählten Vorgangsweisen nicht überein.

ORF.at: Wurden Sie von offiziellen Stellen kontaktiert?

Paglen: Von offiziellen Stellen habe ich keine Reaktionen bekommen. Das Paradox an den Vereinigten Staaten ist, dass es einerseits eine Reihe von Geheimprojekten gibt. Gleichzeitig ist die USA aber eine der offensten Gesellschaften der Welt.

Es gibt in den meisten Ländern Gesetze, die die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen verbieten, etwa in der Schweiz. In den USA gibt es kein Gesetz, das es Zivilisten verbietet, Staatsgeheimnisse zu publizieren. Was ich mache, verstößt also nicht gegen das Gesetz. Wenn ich ein Militärangehöriger wäre, müsste ich wohl ins Gefängnis.

ORF.at: In der Diskussion nach Ihrem Vortrag im metalab wurde Ihre Arbeitsweise mit der eines Hackers verglichen. Sie legen mit Ihren Recherchen Bugs im System offen. Diese werden wahrscheinlich nach Möglichkeit von den verantwortlichen Stellen geschlossen. Wird es für Sie schwieriger, an Informationen zu kommen?

Paglen: Es gibt sicherlich gewisse Methoden, die ich jetzt nicht mehr anwenden kann. Aber ich glaube, dass sich gleichzeitig andere Türen öffnen. Diese Systeme sind nicht perfekt. Es gibt immer einen Punkt, von dem aus man neue Entdeckungen machen kann.

ORF.at: Können Sie ausschließen, dass die Informationen, über die Sie verfügen, nicht falsche Fährten sind, die von den Geheimdiensten gelegt wurden?

Paglen: [lacht] Ich glaube das nicht. Es gibt sicherlich Dinge, die so einen Verdacht nahelegen. Aber je mehr ich mich in die Materie vertieft habe, desto mehr habe ich ein Verständnis dafür entwickelt, wie sich vertrauenswürdige Informationen von nicht vertrauenswürdigen Informationen unterscheiden lassen. Ich habe auch gelernt, keine voreiligen Schlussfolgerungen aus Informationen zu ziehen. Das ist eine Art intellektueller Selbstdisziplin.

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Forum

 
  • brigitte51, vor 500 Tagen, 8 Stunden, 15 Minuten

    Früher war es Atlantis und UFO´s. Davor war es der Teufel und Engel.
    Die Menschen benötigen nun einmal eine Grundlage für Märchen. Heute sind es diverse Verschwörungstheorien, und Morgen? Wer weiß.....

  • molekühl, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 55 Minuten

    Computer-Nerds scheinen eine allgemein höhere Anfälligkeit für Verschwörungstheorien zu haben. Manches in den Postings hier tut ja schon weh.

    • amfortas, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 44 Minuten

      Du bist wohl auch einer jener Zeitgenossen, die jeglichen Zweifel an "offiziellen Wahrheiten" als Verschwörungstheorie abtun..

    • > molekühl - Wie blöd kann man eigentlich sein, bevor...

      luaginsland, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 40 Minuten

      ...es weh tut?

    • @luaginsland

      leon27, vor 508 Tagen, 5 Stunden, 32 Minuten

      und bekommst du schon Morphium???
      Also muß schon sagen so viele Geistesgestörte auf einem Haufen wie hier findet man echt selten!

    • molekühl, vor 508 Tagen, 4 Stunden, 47 Minuten

      Eine kleine Anekdote zum Bildungsniveau des Users "luaginsland":
      In aktuellen Forum eines ORF-Berichts zum Thema Ozonbelastung (abgedriftet Richtung CO2) stellt er die Frage:
      "was mich schon lange interessiert:
      wie wird eigentlich CO2 gewogen?"
      Ich mein', das spricht schon für sich.

    • molekühl, vor 508 Tagen, 4 Stunden, 47 Minuten

      Eine kleine Anekdote zum Bildungsniveau des Users "luaginsland":
      In aktuellen Forum eines ORF-Berichts zum Thema Ozonbelastung (abgedriftet Richtung CO2) stellt er die Frage:
      "was mich schon lange interessiert:
      wie wird eigentlich CO2 gewogen?"
      Ich mein', das spricht schon für sich.

    • > leon27 - was schüttens denn dir rein ?

      luaginsland, vor 508 Tagen, 4 Stunden, 19 Minuten

    • :)

      linustintifax, vor 508 Tagen, 4 Stunden, 1 Minute

      es scheint auch am willen zu mangeln, eingenständige und vollständige Recherchen zu betreiben, dabei die qualität der gefundenen quellen zu überprüfen und fehlende informationen sinnvoll in einen gegebenen kontext einzufügen um anschließend das gewonnene (semantische) gesamtbild logisch zu überprüfen. die Frage nach dem Gewicht stammt sicher von der viel verwendeten gewichts(maß)einheit "tonne" für emittiertes CO2. zumindest soviel hat luagi begriffen. dass das gewicht von ausgestoßenem CO2 für seinen (wenn auch -z.B. im gegensatz zum schwächer gewordenen magnetischen strahlenschild des planeten - nur sehr kleinen) beitrag zur erwärmung der atmosphäre gegenüber seinem beimischungsanteil irrelevant ist, dafür reicht es bei luagi leider nicht. sorry, mir is grad ziemlich fad :)

  • @hwolf13

    amfortas, vor 508 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten

    Was die "guten" USA davon haben, in Afghanistan zu sitzen?

    1.) Den am weitesten "östlich" vorgeschobenen Stützpunkt innerhalb der chinesischen Einflußsphäre.

    2.) Den größten Truppenspielplatz der Welt - Testgebiet für Spezialwaffen (z.B. Daisycutter etc.)

    3.) Billiges Entsorgungscenter für "Altlasten" (diverse veraltete Bomben, siehe auch Golfkrieg I), die nicht mehr verschrottet werden müssen.

    3.) Kontrolle über dereinst verlaufende Pipelines.

    Und die Europäer dürfen fleissig Soldaten schicken und mitzahlen.

    • molekühl, vor 508 Tagen, 7 Stunden, 8 Minuten

      Man wird von den USA nicht verlangen können, für NICHTS Milliarden auszugeben und Soldaten zu opfern. Auch die Befreiung Europas von den Nazis war nicht absolut uneigennützig; trotzdem können wir wohl alle darum froh sein.

    • jaja

      linustintifax, vor 508 Tagen, 7 Stunden, 4 Minuten

      Wir armen Europäer dürfen zahlen und haben selbst gaaarnix davon! Ansonsten sind die von dir angeführten Gründe plausibel und höchstwahrscheinlich richtig. Und? Welcher Staat schaut nicht auf seinen geopolitischen Vorteil? Willst dass dir künftig die Chinesen bzw. Russen sagen wo's lang geht oder was? Da sind mir die Amis - siehe Menschenrechte (auf dutzende Delikte steht in China die Todesstrafe, Russland-Stichworte: Pressefreiheit, Gulag) - immer noch lieber. Guantanamo, Irak, Kolumbien und Afghanistan hin oder her.

    • ???

      amfortas, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 57 Minuten

      Was haben die Zustände der 1940er in Europa mit den Zuständen der 2000er-Jahre in Afghanistan miteinander zu tun? Rein ideologisch meine ich. Abgesehen davon waren die USA die wirtschaftlich größten Kriegsgewinnler des WK II.

      @linus:

      WIR Europäer (=EU) und unsere Soldaten als auch unsere politischen und wirtschaftlichen Ressourcen sind genauso Teil des Planes wie alle anderen Mächte auch. Ziel wird die globale Super-Regierung sein, die wir finanztechnisch schon haben.

      Naive dürfen weiterhin an den "Zufall" der gigantischen Bankenfusionen dieser Tage glauben..

    • @amfortas

      linustintifax, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 49 Minuten

      was meinen ersten Satz angeht, erwäge die meinerseitege verwendung von ironie....und an eine globale superregierung glaubst jawohl ned im ernst. warum sollten sich die wirklich mächtigen es offiziell bekannt machen, dass sie die macht haben? das wäre ein anachronismus par excellence! tipp: macht entsteht im bereich zwischen wissen und unwissen, lüge und wahrheit. wake up

    • amfortas, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

      Ich muss nicht daran "glauben". Wir haben sie schon, du Schläfer.

    • amfortas

      linustintifax, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 44 Minuten

      definiere den Begriff Regierung - und werd gefälligst nicht untergriffig

    • amfortas, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 40 Minuten

      Was den "Schläfer" betrifft, so darfst du die meinerseitige Verwendung von Ironie in Erwägung ziehen.

      Battttttttttttttttttttt

    • amfortas

      linustintifax, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 33 Minuten

      aha. und wo bleibt die Definition des Begriffs Regierung? - Fehlanzeige?

    • anstatt sich im forum zu befetzen

      calypso, vor 508 Tagen, 5 Stunden, 43 Minuten

      ein kleiner buchtipp zum thema usa und afghanistan: steve coll - ghostwars (the secret history of the cia, afghanistan and bin laden, from the soviet invasion to september 10, 2001). sehr interessant, liest sich wie ein thriller, basiert (leider) jedoch auf wahrheiten.

      und wenn ihr schon die superregierung sucht, dann empfehle ich bücher über die bildenberg-group. leider gibts da aber nicht vieles, was nicht schwer verschwörungstheoretischen charakter hat.

    • danke für den buchtipp calypso

      linustintifax, vor 508 Tagen, 5 Stunden, 15 Minuten

      auf bildenberg-literatur kann ich verzichten, da ich wie schon erwähnt, nicht an eine globale regierung glaube. dafür gibt es einfach zuviele machtgierige menschen mit naturgemäß unterschiedlichen - weil selbstsüchtigen - interessen. verschwörungstheorien finde ich auch deshalb nur mäßig interessant, weil mir der hang zur paranoia fehlt.

  • Wie spürt man…

    hardliner, vor 508 Tagen, 10 Stunden, 6 Minuten

    …einer unsichtbaren Welt nach? In der Futurezone gibt es 99% Antiamerikanische Artikel zu solchen Themen und weniger als 1% zu anderen (wirklichen) Bösewichten. Warum ist das so? Weil die USA offen und fei sind und die andern wirklich in unsichtbaren Welten verborgen sind. z.B. Russland, China, Nordkorea und Iran.

    • glüxritter, vor 508 Tagen, 9 Stunden, 12 Minuten

      Der Fisch fängt am Kopf zum Stinken an.

      Und wenn schon einer meint Weltpolizei spielen zu müssen, dann muss man eben genau DEM auf die Finger schaun !
      Genau deswegen.

      China ist auch nicht unfehlbar, aber die stehen auch dazu und überfallen keine anderen Länder wegen deren Rohstoffen (Irak, Afghanistan, Iran,..)
      Zumindest noch nicht....

    • joehittn, vor 508 Tagen, 8 Stunden, 29 Minuten

      das ist nur auf ihre selektive wahrnehmung zurueckzufuehren, china und nordvietnam kommen in den medien auch nicht wirklich gut weg...

      ich sage nur zu china sehr schlechte menschenrechtsberichte, extreme zahlen bei der todesstrafe, usw...

      in nordvietnam gibt es sogar hungersnoete!

      wenn sie das nicht als schlimmer empfinden als geheimdienstaktivitaeten, dann liegt der fehler wohl bei ihnen.

    • @glüxritter

      powidltascherl, vor 508 Tagen, 8 Stunden, 22 Minuten

      Wie bitte? China steht dazu dass es nicht unfehlbar ist? Wann hat China je ein Verbrechen zugegeben? Zensur, Ausschluß der Medien und Repression von frei denkenden, das alles steht doch genau für das genaue Gegenteil. Selbst ein Mödchen das zwar nett singt aber nicht fürs fernsehen hübsch genug ist, wird ersetzt. Wer steht nun in China auch nur einen Jota zu seiner Unfehlbarkeit???
      Hardliner hat schon recht: Amerika und der Rest der Welt wird mit zweierlei Maß gemessen!

    • @glüxritter

      java1990, vor 508 Tagen, 8 Stunden, 13 Minuten

      powidltascherl hat eh schon das meiste gesagt, nur ergänzen möchte ich noch: China überfallt sehr wohl Länder um Rohstoffe zu gewinnen, allerdings ohne Waffen sondern mit "aufgezwungenen" Verträgen (besonders Afrika)

      lg

    • lieber Joe,

      romanschilhart, vor 508 Tagen, 8 Stunden, 4 Minuten

      sie meinten wohl Nord Korea?
      Vietnam ist längst kein geteiltes Land mehr, Onkel Ho sei Dank...

    • @glüxritter Dann würde mich mal interessieren ...

      hwolf13, vor 508 Tagen, 7 Stunden, 45 Minuten

      ... welche großartigen Rohstoffe den die USA aus Afghanistan beziehen? Denke nicht, dass die USA in Afghanistan interveniert haben um die Drogenhandel zu öffnen! Der ist ja nicht mal in amerikanischer Hand!
      Was so die anderen von Dir erwähnten Staaten betrifft? Naja - Tibet schon vergessen (auch wenn es eine inner-chinesische Angelegenheit ist)? Die Allmacht des Wächterrates im Iran? Der russische Präsident sch... auf die UNO und ist nicht mal für den Generalsekretär erreichbar (klar - kriegführen ist wichtiger) und zieht so nebenbei einfach die Grenzen am Nordpol neu, etc. etc.
      Klar - die USA haben keinen Heiligenschein - aber den hat wohl keiner! Aber die Möglichkeiten dich zu wehren sind unendlich größer als in den anderen mächtigen Staaten!

    • > java1990 - ebenso selektive Wahrnehmung !

      luaginsland, vor 508 Tagen, 7 Stunden, 39 Minuten

      China hat eine tausende Jahre alte Kultur, soweit können die Amis mit ihrem Ein-Bildungssystem noch gar nicht zählen. Daß sich der diktatorische Kommunismus des Landes bemächtigt hat, wird eine Facette in der Geschichte sein, die (leider) andere Kulturen auch durchmachen mußten. Immerhin erheben sie nicht den Anspruch, mit aller Gewalt Missionare der Demokratie zu sein und sie haben auch den (nun zusammenbrechenden) Kapitalfaschismus nicht erfunden.

    • so wie es frueher

      discr00t, vor 508 Tagen, 7 Stunden, 22 Minuten

      mal in war gegen das Establishment zu sein, so ist heute Antiamerikanismus der Renner.

    • molekühl, vor 508 Tagen, 7 Stunden, 1 Minute

      Wie blöd kann man eigentlich sein, bevor es weh tut? Fakten: China unterstützt Verbrecherregimes in Burma, Nordkorea, Sudan etc. Tibet ist immer noch besetzt. Die Han-Chinesen unterdrücken andere chinesische Ethnien z.T. massiv. China erkauft sich mit Waffenlieferungen an alle möglichen verfemten Dritte-Welt-Diktatoren politischen Einfluss. Und, und, und...
      Der Aufstieg Chinas ist leider ein unumkehrbares Faktum. Ich könnte allerdings darauf verzichten.

    • @luaginsland

      linustintifax, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 55 Minuten

      Erklär mir bitte genau, was die Kulturgeschichte von China mit seiner aktuellen globalen Wirtschaftspolitik zu tun hat. Und dann bitte noch warum willkürlicher kommentarloser Machtmissbrauch besser sein soll als Heuchelei.

    • Das aktuell herrschende Regime in China

      luaginsland, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten

      versucht sich halt jetzt im Nachäffen des angelsächsichen Kapitalfaschismus. Früher war das britische Empire der Terrorist in Asien, im letzte Jahrhundert hat diese Rolle die US-Mafia übernommen. Lateinamerika wehrt sich dagegen bereits erfolgreich, Afrika leistet sich leider noch zu viele Harvard-ausgebildete Vasallen.

    • luag

      linustintifax, vor 508 Tagen, 6 Stunden, 3 Minuten

      aaaahja, jetzt hab aber den durchblick! du verstehst aber wie der hase in der internationalen politik läuft, ehrlich. vielleicht schon daran gedacht zu emigrieren und diktator in einem der vom molekühl genannten länder zu werden?

    • calypso, vor 508 Tagen, 5 Stunden, 40 Minuten

      linustin, bezogen auf luaginsland letztes posting: wo hat er unrecht?

      hardliner: abgesehen von deinem nick, der hoffentlich nur provozieren soll -> die usa sind offen und frei, und es gibt "die wirklichen" bösewichte? es soll zwischen schwarz und weiß auch graustufen geben ;)

    • Hanebüchene Halbwahrheiten

      linustintifax, vor 508 Tagen, 5 Stunden, 3 Minuten

      z.B. mit dem Satz: "Früher war das britische Empire der Terrorist in Asien." Was ist mit Russland, China oder Japan? Oder war nur von "westlichen Terroristen" die Rede? Das weiß wohl nur der luagi. Weiters wehrt sich Lateinamerika nicht allein gegen die "US-Mafia". Ohne Hilfe oder besser Arrangement mit anderen Großmächten (China, Iran, Russalnd) ginge da gar nix - und die werden sicher nicht Bedingungslos helfen. Kommt also eher einer Wahl zwischen Pest und Kolera gleich, als einem echten Machtgewinn....der luagi sollte weiter denken und du - vielleicht - auch!??

    • Kritik an der Kriegs- und Außenpolitik US-Administration ...

      benaja, vor 508 Tagen, 4 Stunden, 52 Minuten

      ...ist bitte sehr kein "Antiamerikanismus"´, um das endlich einmal klarzustellen!
      Genauso wenig wie Kritik an der israelischen Politik - insbesondere die Strangulierung des palästinensischen Volkes - kein "Antisemitismus" ist!

    • richtig benaja

      linustintifax, vor 508 Tagen, 3 Stunden, 35 Minuten

      sachliche und faktisch korrekte kritik ja. nur leider liest man allzu oft wilde vermutungen, vorurteile, trugschlüsse und sonstigen nonsens wenn es um die kritik an der offiziell mächtigsten nation der welt geht. das gilt natürlich auch für die einzige demokratie im nahen osten

  • singlestroke, vor 508 Tagen, 10 Stunden, 13 Minuten

    www.nuoviso.de
    "Unter falscher Flagge"

    www.zeitgeistmovie.com

    • ich hab ja schon befürchtet, dass jemand mit diesem schmafu kommt...

      revolverocelot, vor 508 Tagen, 8 Stunden, 31 Minuten

    • Hab ich mir gestern angeschaut

      linustintifax, vor 507 Tagen, 7 Stunden, 58 Minuten

      der zeitgeistmovie ist wirklich ein schmafu. nicht uninteressant und eine ganze reihe der dargestellten sachverhalte stimmen auch (vermutlich) ABER 1) gibt er den weltreligionen und dem internationalen bankenwesen pauschal die schuld an allem übel (quasi als schmiermittel der kriegsmaschinerie) 2) zweitens wird er äußerst verschwörungstheoretisch (ein int. bankenkonsortium regiert mithilfe der nato etc. die welt) und 3) wird da was von "revolution jetzt" gefaselt und was von "öffnet eure augen" mit einem drohenden orwell-szenario am horizont aber kein einziger vorschlag wie man als individuum etwas konstruktives tun könnte ERGO: ein düsteres machwerk um die menschen scheinbare gewissheit zu geben und gleichzeitig ihren zorn auf ein elite heraufzubeschwören (a la sündenbock). hanebüchen und reichlich rechts-sektiererisch im spektrum angesiedelt. pfui

  • singlestroke, vor 508 Tagen, 10 Stunden, 18 Minuten

    Es gibt hinsichtlich 9/11 mittlerweile schon eine riesige, weltweite Bewegung, die sich durch alles Altergruppen, Berufssparten, Hautfarben zieht. Bitte Leute, seht euch diese Dokus an und recherchiert ein wenig selber nach diesen Informationen im Internet. Ihr werde bald erkennen, dass hier viel im Unklaren liegt und an jeder Ecke Lügen über die wahren Beweggründe dieser "Anschläge" verbreitet werden um schreckliche Dinge im Namen des "Anti-Terrorkrieges" zu rechtfertigen. Hier geht's nur um viel Geld und viel Macht für einen kleinen elitären Kreis, mehr nicht. Das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, es ist einfach nur die kranke Wahrheit.

  • singlestroke, vor 508 Tagen, 10 Stunden, 30 Minuten

    Und bei uns fängt der ganze Scheiß auch schon an!!!!!

  • singlestroke, vor 508 Tagen, 10 Stunden, 33 Minuten

    Warum sollte ich froh sein, in einem Land nach US-Vorbild zu leben? DIE USA weißt fast schon faschistoide Züge auf ==> siehe Patriot Act, der es der Regierung erlaubt, einfach so mir nichts dir nichts in die Häuser der Bürger einzudringen und zu durchsuchen, Telefonate anzuzapfen, Leute gefangen zu nehmen und zu foltern... Und das alles unter dem Vorwand "ein Terrorist zu sein".... Krank ist das. In allen neuen Amerikanischen Pässen sind RFID Chips (Radio frequency identification) eingepasst, kein Scheiß!! Damit sind die jederzeit und überall zu orten. Es gibt gar ein paar Verrückte, die sich im Namen einer "brave new world" dazu bereit erklärt haben, sich zu Studienzwecken solche Dinger einpflanzen zu lassen. Und das alles nur, weil diesen armen Irren da drüben die Terrorismusgefahr seitens Medien und Regierung seit Jahren aufs Aug gedrückt wird.

    • vargas, vor 508 Tagen, 10 Stunden, 3 Minuten

      Genau darum gehts ja. Wir unterscheiden nicht mehr zwischen verschiedenen Strömungen und Meinungen innerhalb einer funktionierenden Demokratie. Natürlich gibt es genug gegen die Republikaner und andere Falken, Evangelikalen und was auch immer zu sagen. Aber der Punkt ist das wir etwas sagen können. Wir können kritisieren, untersuchen, anprangern, verleumden und was uns sonst noch einfällt dagegen tun. Es ist allein schon den ECHTEN Opfern von Faschismus und Terrorismus gegenüber ein Hohn ihr Leid mit unseren Problemen zu vergleichen. Das sollten gerade wir Österreicher nicht vergessen. Aber stattdessen ist es einfach nur noch vermeintlich opportun ständig gegen die USA zu wettern. Find ich einfach nur erbärmlich, vor allem wenn man schon öfters in US war und mit Amerikanern befreundet ist.

    • singlestroke, vor 508 Tagen, 9 Stunden, 42 Minuten

      Mit Opportunismus hat mein "gegen die USA wettern" sicher nichts zu tun. Deshalb hab ich ja auch "die armen Irren" geschrieben. Auf das Volk der Amis kann man gar nicht böse sein, die sind doch die Leidtragenden! Wie gesagt, eine kleine elitäre Gruppe. Und ich find es ehrlich gesagt erbärmlich, dass manche Leute über einen dermaßen eingeschränkten Horizont verfügen und alles, was sich mit den Tätigkeiten hinter den Kulissen der weltpolitischen Bühne befasst, gleich als Verschwörungstheorie und dergleichen bezeichnen und schlecht zu machen. Da kannst du mir noch so viele Wörter wie "opportun" usw. entgegenschleudern, um wichtiger rüberzukommen. Genau das ist nämlich das Problem: Die USA sind ein weltweiter Meinungsbildner und Verhetzer! Wo waren denn die Massenvernichtungswaffen im Irak? Welche stichhalten Beweise gibt es für 9/11?? KEINE.

    • vargas, vor 508 Tagen, 9 Stunden, 38 Minuten

      Klar, und wir waren auch nicht am Mond: http://de.wikipedia.org/wiki/Kubrick,_Nixon_und_der_Mann_im_Mond

      Schönes Leben noch in deiner Black World.

    • singlestroke, vor 508 Tagen, 9 Stunden, 29 Minuten

      Schönes Leben noch im Tabaluga-Land, kann ich da nur antworten.

      Lieber kritisch und misstrauisch als so ein dummer Bauer wie du, der alles frisst was er in der Röhre hört und sieht.
      Dere du Lemming

    • singlestroke, vor 508 Tagen, 9 Stunden, 22 Minuten

      Und dein dämlicher Äpfel-Birnen-Vergleich von wegen Mondlandung und 9/11 hinkt sowieso. Einen Gegenbeweis zur Mondlandung gibt's sowieso erst dann, wenn mal ein anderer Staat an derselben Stelle landet. Und dann steht dort eben Material von den USA oder nicht. Egal jetzt, im Falle 9/11 gibt es mehr Beweise die gegen einen Terroranschlag sprechen als dafür. Es arbeiten mittlerweile hunderte Wissenschaftler, Physiker und Chemiker, Abrissexperten usw. daran, diesen Schwindel aufzudecken. Aber weißt du was? Jeder glaubt das was er will. Punkt.

    • @Vargas

      sedaleare, vor 508 Tagen, 5 Stunden, 6 Minuten

      "Aber stattdessen ist es einfach nur noch vermeintlich opportun ständig gegen die USA zu wettern."

      Hat Sie schon einmal der Gedanke gestreift, dass die Kritik an den USA nicht auf "Antiamerikanismus", sondern auf Solidarität mit den Opfern zurückzuführen ist?

      bzgl. Antiamerikanismus: Keiner hier hat was gegen Peru, Belize, oder Kanada - typisch semantische Keule aus dem Bausatz.

      Ausserdem ist es mit wichtig hervorzuheben, dass hier nicht das US-amerikanische "Volk" kritisiert wird, sondern die verschwindende Minderheit der Regierenden, des "Geldadels" und allen übrigen Kriegsgewinnlern.

  • na endlich wieder mal ein

    wwwin, vor 508 Tagen, 11 Stunden, 58 Minuten

    guter artikel!

    • stimme vollkommen zu.

      dafritz, vor 508 Tagen, 11 Stunden, 37 Minuten

      ein sehr guter artikel. hat jemand ahnung wann sein neues buch erscheint?

    • Interview mit Wolfgang Eggert

      wolfgang71, vor 508 Tagen, 11 Stunden, 8 Minuten

      http://www.nuoviso.de/filmeDetail_eggert.htm

  • interessant....

    rageagainstthemachine2005, vor 508 Tagen, 12 Stunden, 24 Minuten

    ....echt wahr ! der typ lebt noch und darf frei rumlaufen ???

    • jollyrogers, vor 508 Tagen, 12 Stunden, 15 Minuten

      ja aicher, er wohnt ja nicht in rußland, china oder sowas ähnliches.

    • @jollyrogers

      frabato, vor 508 Tagen, 11 Stunden, 38 Minuten

      Im von Dir genannten Osten wird die Exekution öffentlicher präsentiert, als Abschreckung. Im Westen gelten andere Spielregeln und da wird oftmals auf „Verunfallung“ zurückgegriffen. Allerdings kann das in gewissen Bereichen mehr Verstorbene zur Folge haben als die Ostversion…

    • gottqwert, vor 508 Tagen, 11 Stunden, 35 Minuten

      vl. is das nur ein Plan der Geheimdienste, der arbeitet für die, und tut so als ob, und somit bleibt der Schein weiterhin *verschwörungstheorieherzauber*