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EU: Datenschutz und Terrorbekämpfung

23.09.2008|13:22

Das EU-Parlament hat sich bei seiner Sitzung am Dienstag in Brüssel mehrheitlich erneut für einen stärkeren Schutz persönlicher Daten ausgesprochen, die im Rahmen der polizeilichen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten und Drittländern übermittelt und verarbeitet werden.

Dabei geht es auch um die Verarbeitung der Daten, die im Rahmen der Umsetzung der EG-Richtlinie zur Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten [Data-Retention, VDS] gewonnen werden.

Das Parlament nahm einen Bericht von Martine Roure [SP], der Berichterstatterin des Innenausschusses, an, in dem zahlreiche Verschärfungen gegenüber dem aktuellen Vorschlag der EU-Innenminister zu einem entsprechenden Rahmenbeschluss enthalten sind. 556 Parlamentarier stimmten zu, 90 stimmten dagegen, 19 enthielten sich. Der Entwurf passierte das Parlament bereits zum zweiten Mal.

Die Berichterstatterin beklagt in ihrer Stellungnahme, dass sich die EU-Innenminister auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner" beim Datenschutz geeinigt hätten. So sei etwa die Einsetzung einer unabhängigen Kontrollinstanz weggefallen, die überprüfen sollte, ob die Datenschutzregeln von den beteiligten Polizeibehörden eingehalten werden. Auch der Verweis auf das Übereinkommen 108 des Europarats zum Schutz persönlicher Daten sei weggefallen, so Roure.

Datenschutz auch bei Weitergabe

Weiterhin tritt das Parlament dafür ein, dass der Datenschutz auch beim Austausch von Informationen mit Drittstaaten, beispielsweise den USA, gewahrt bleiben soll. Generell soll die Verarbeitung personenbezogener Daten, aus denen politische Meinungen, philosophische Überzeugungen, das Sexualleben oder die Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen könnte, untersagt bleiben - die Formulierung des Rates war hier wesentlich schwächer.

Doch auch der Bericht des Parlaments sieht vor, dass solche Daten ausnahmsweise verarbeitet werden können, sobald die Genehmigung einer zuständigen Justizbehörde fallweise eingeholt werde. Besagte persönliche Daten sollen aber nicht automatisch verarbeitet werden dürfen, so das Parlament.

Weggefallen ist auch eine Klausel des Rats, nach der der Rahmenbschluss "die wesentlichen nationalen Sicherheitsinteressen und spezifische nachrichtendienstliche Tätigkeiten, die die innere Sicherheit betreffen", ausdrücklich ausgenommen hätte. Die EU-Innenminister wollten, dass die Geheimdienste die Datenschutzregeln nicht beachten müssen. Das Parlament fügte auch Passagen ein, nach denen sich private Dienstleister, denen persönliche Daten von öffentlichen Auftraggebern überlassen wurden, an den Rahmenbeschluss halten müssten.

Papier zur Terrorbekämpfung

Ebenfalls mit großer Mehrheit [600 Ja-, 21 Nein-Stimmen, 39 Enthaltungen] nahm das Parlament das Papier der Berichterstatterin Roselyne Lefrancois [SP] aus dem Innenausschuss zum Rahmenbeschluss zur Terrorismusbekämpfung an.

Hier ging es vor allem darum, die zuweilen sehr vagen Formulierungen des Rates darüber zu präzisieren, was terroristisches und strafbares Verhalten sei. So tritt das Parlament dafür ein, statt des Begriffs der "öffentlichen Aufforderung" zur Begehung terroristischer Akte den deutlicheren Begriff der "öffentlichen Aufhetzung" zu verwenden. Es sollten nicht hypothetische Gefahren zu konkreten Straftaten erklärt werden können.

Auch die Grundrechte müssten unter Hinweis auf die Europäische Menschenrechtscharta gewahrt bleiben. Dazu gehörte, dass die Inhalte privater Unterhaltungen und technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation wie E-Mails besonders geschützt werden.

[futurezone | Günter Hack]

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Forum

 
  • Vielleicht koennte die Tante ausnahmsweise hier ...

    vergesstwahlenkauftaktien, vor 503 Tagen, 10 Stunden, 49 Minuten

    ... einmal sinnvoll ausfraeumen und den noch nicht einmal OT Quatsch unten entfernen?

    Danke!

    • nervös?

      kleeklee, vor 503 Tagen, 7 Stunden, 33 Minuten

  • Datenschutz ist auch Privatsache

    xphönix, vor 503 Tagen, 12 Stunden, 15 Minuten

    Hier die Anleitung zum eigenen Internet Durchblick!, denn nur wer Augen hat kann auch sehen!

    sehen was sich so über einen Internetanschluss heute so alles abspielt, wer sich so aller am privaten PC zu schaffen macht.

    Um zu sehen was so über die "Pipe" abspielt müssen wir uns erst mal ein Stück durchsichtiges Internet ein Art Schauglas zulegen. Dies geschieht mit wenigen Mausklicks durch installieren eines eigenen privaten Proxy, diesen bekommen wir gratis und fix fertig vorkonfiguriert auf der Webseite:

    http://privoxy.org

    • Ref:

      xphönix, vor 503 Tagen, 12 Stunden, 15 Minuten

      http://de.wikipedia.org/wiki/Privoxy

      http://www.fabiankeil.de/privoxy-anleitung

    • xphönix, vor 503 Tagen, 12 Stunden, 14 Minuten

      Was so ein proxy alles kann:

      * Erst mal beinhaltet privoxy bereits eine Menge vorkonfigurierte Filter welche ohne unser Zutun ganz freche Zugriffe auf den eigenen PC blockieren, diese Filter beeinträchigen keineswegs das eigenen Survvergnügen, es gehen ganz einfach keine überflüssige Daten ins Netz zurück.

      * Wir können Privoxy mit einem eigenen Jugenschutzfilter aufrüsten, dazu genügt es folgene Einträge hinzuzufügen:

      Jugenschutz als nützliches Beiwerk:
      Als nützliches Abfallprodukt dieser Aktion fällt auch durch den eigenen Proxy ein eigener mächtiger Jugenschutzfilter ab.

      Papa trägt dazu für seinen pubertierende Teil der Familie unter Privoxy "Edit User Actions" einen Filtereintrag wie
      im angefügten Beispiel ein:

      # Block all documents
      # but send an empty document instead of the usual HTML message.
      {+block{Blocked} +handle-as-empty-document}
      xxx.com
      unerwünschtewebseite.at
      www.shortview.de

      #(*Exemplarische Beispiele)

      * (Optional)Privoxy kann im Heimnetzwerk geteilt werden, ein Jugendzimmer kann so bei Bedarf nur mit "weißen Listen" ins Internet, nur noch am zentralen familien PC herrscht dann volle Freiheit, im anonymen Jugendzimmer laufen nur freigegebene Webseiten.

      * Privoxy erlaubt optional mittels einstallbaren Log, den Eltern einen Blick in das Internetverhalten der eigenen Kinder, bedenkliche Seiten können dann in eine "Schwarze Liste" eingetragen werden.

      und und und....

  • bootleg, vor 503 Tagen, 15 Stunden, 7 Minuten

    Das ist mit Abstand das unnötigste Forum, das ich je bei einem fuzo-Artikel gelesen habe. Gratuliere!

  • Datenschutz ist auch Privatsache

    xphönix, vor 504 Tagen, 4 Stunden, 6 Minuten

    Hier die Anleitung zum eigenen Internet Durchblick!, denn nur wer Augen hat kann auch sehen!

    sehen was sich so über einen Internetanschluss heute so alles abspielt, wer sich so aller am privaten PC zu schaffen macht.

    Um zu sehen was so über die "Pipe" abspielt müssen wir uns erst mal ein Stück duchsichtiges Internet ein Art Schauglas zulegen. Dies geschieht mit wenigen Mausklicks durch installieren eines eigenen privaten proxy, diesen bekommen wir gratis und fix fertig vorkonfiguriert auf der Webseite:

    http://privoxy.org

    • Ref:

      xphönix, vor 504 Tagen, 4 Stunden, 4 Minuten

      http://de.wikipedia.org/wiki/Privoxy

      http://www.fabiankeil.de/privoxy-anleitung

    • xphönix, vor 504 Tagen, 3 Stunden, 54 Minuten

      Was so ein proxy alles kann:

      * Erst mal beinhaltet privoxy bereits eine Menge vorkonfigurierte Filter welche ohne unser Zutun ganz freche Zugriffe auf den eigenen PC blockieren, diese Filter beeinträchigen keineswegs das eigenen Survvergnügen, es gehen ganz einfach keine überflüssige Daten ins Netz zurück.

      * Wir können Privoxy mit einem eigenen Jugenschutzfilter aufrüsten, dazu genügt es folgene Einträge hinzuzufügen:

      Jugenschutz als nützliches Beiwerk:
      Als nützliches Abfallprodukt dieser Aktion fällt auch durch den eigenen Proxy ein eigener mächtiger Jugenschutzfilter ab.

      Papa trägt dazu für seinen pubertierende Teil der Familie unter Privoxy "Edit User Actions" einen Filtereintrag wie
      im angefügten Beispiel ein:

      # Block all documents
      # but send an empty document instead of the usual HTML message.
      {+block{Blocked} +handle-as-empty-document}
      xxx.com
      unerwünschtewebseite.at
      www.shortview.de

      #(*Exemplarische Beispiele)

      * (Optional)Privoxy kann im Heimnetzwerk geteilt werden, ein Jugendzimmer kann so bei Bedarf nur mit "weißen Listen" ins Internet, nur noch am zentralen familien PC herrscht dann volle Freiheit, im anonymen Jugendzimmer laufen nur freigegebene Webseiten.

      * Privoxy erlaubt optional mittels einstallbaren Log, den Eltern einen Blick in das Internetverhalten der eigenen Kinder, bedenkliche Seiten können dann in eine "Schwarze Liste" eingetragen werden.

      und und und....

    • Auch, wenn es deine Kinder sind:

      c1x111, vor 503 Tagen, 15 Stunden, 32 Minuten

      Kinder haben genauso ein Recht auf Privatsphäre. Die "Überwachung" der Kinder durch einen Proxy, der alles mitprotokolliert, ist verboten!

      Oder willst du vielleicht nicht gleich eine Webcam auf dem Klo installieren, damit du siehst, wann deine Kinder Pipi machen?

    • @c1x111

      xphönix, vor 503 Tagen, 14 Stunden, 32 Minuten

      überzeuge mal von Deiner Meinung "unstatthafter Überwachung" unseren "Vater Staat"

      Aber mal im Ernst, es ist ein riesen Unterschied ob mit "Kinder" >11 Jährige, oder

    • xphönix, vor 503 Tagen, 14 Stunden, 31 Minuten

      12Jährige+ gemeint sind, unser Vater Staat meint jedenfalls auch 99 jährige Bürger seien seine Kinder.

  • Jetzt reicht's

    4spoetter, vor 504 Tagen, 7 Stunden, 4 Minuten

    Warum hat es der schwarzen östereichischen Innenministerin bei der EU-Ministerratschaft nicht gereicht, als die EU-rokraten dort die so gut wie unbeschränkte Datenweitergabe aus den Polizeicomputern der EU-Mitgliedstaaten an die USA verhandelt hatten? Warum hat sie es in Österreich verschwiegen, was da in Brüssel an Gehorsam gegenüber dem Ami Reichssicherheits-Hauptamt an neuer Liebedienerei ausgepackelt wurde? Gewissermaßen ein elekrtonisches Pendant zu den geheimen Foltergefängnissen der CIA in den EU-Mitgliedsstaaten Polen, Bulgarien und vermutlich auch Rumänien...Genau so wie bekanntlich die Ami-Raketen in Polen samt dem Radar in Tschechien auch die Raketen aus Nordkorea auf Europa und die aus dem Iran nach den USA abwehren sollen. Genau so auchz, wie der Irak-Überfall durch die Amis und ihrer Vasallen auch zwecks Vernichtung der MVW des Saddam angezettelt wurde..

    Aha, das ist ja ein "europäisches Friedensprojekt" - und wer dagegen wäre, gehört zu einem Schurkenstaat. Da muss man schon dienlich sein, wie schon im Vorfeld die belkannt schleimigen östererichischen DiplomatInnen, die da immer auf neue EU-Posterl bei irgend welchen Missionen gieren. Wo es steuerfrei das doppelte Gehalt eines östererichischen Ministers zu ergattern gibt. Frag' nach beim Petritsch, beim Busek,usw. usf.. Für die Nachfolge der dummen Benita stellen...

    • Ergänzung

      4spoetter, vor 504 Tagen, 6 Stunden, 55 Minuten

      Was da das EP an "Stärkung des Datenschutzes" beschlossen hat, ist auschließlich ein Rauchvorhang, vergleichsweise ein magerer Knochen an einen beißwütigen Hund, der hingeworfen wird, damit die ganze Ungeheuerlichkeit dieses Datenzugriffss der Amis (und Israelis!) auf die EU-Bürger nicht einen wütenden Protest hervorruft.
      Dass das EP so nutzlos bei der Wahrung der Bürgerrechte, insbespondere gegenüber den Machtansprüchen der Amis auf und in der EU ist, dürfte schön langsam dem Dümmsten dämmern.
      Mit guten Grund haben die Iran neuerlich einer Ausweitung der EU-rokratie (in Vasallenschaft zu den USA!) nicht zugestimmt. Hätte man in Frankreich und Holland, in Deutschland oder Dänemark abermals Volksabstimmungen zu den Brüsseler Macht-Machwerk zugelassen - es wäre so sicher abgelehnt worden wie in Österreich. Denn auch hier hat man gelernt, was alles 1994 den Leute vor gelogen wurde. Übrig geblieben sind die "offenen Grenzen" gegenüber der Ostkriminalität - und natürlich die zweithöchste Nettozahler-Position aller Mitgliedsstaaten.

    • Die "Iren" nicht Iran ;-)

      4spoetter, vor 504 Tagen, 6 Stunden, 54 Minuten

    • Apropos offene Grenzen

      benaja, vor 504 Tagen, 5 Stunden, 58 Minuten

      Buchtipp:
      Misha Glenny: "McMAFIA. Die grenzenlose Welt des organisierten Verbrechens", DVA,
      2008, EUR 25,70.
      "Das organisierte Verbrechen ist ein Gewinner der Globalisierung - das ist die bittere Erkenntnis des englischen Journalisten Misha Glenny nach jahrelangen Recherchen in der kriminellen Unterwelt. In seiner so spektakulären wie erschreckenden Reportage enthüllt er die brutalen Profiteure der weltumspannenden Schattenwirtschaft von der kasachischen Kaviarmafia über ukrainische Waffenhändler bis zu kanadischen Drogensyndikaten." (Klappentex).