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Ideen für die Internet-Sicherheit

15.10.2008|13:33

Einblick in die Schattenwirtschaft von Cyber-Kriminellen und eine Verschlüsselungssoftware für das mobile Internet: Die Aktion "Netidee" der Internet Privatstiftung Austria [IPA] präsentierte die geförderten Projekte für das Jahr 2008.

Spam, Phishing und Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug - die Internet-Kriminalität blüht. Das Volumen dieser "Underground-Economy" wird auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. "Genau weiß das keiner", sagt Gilbert Wondracek von der Technischen Universität Wien.

Mit dem Projekt "Spotlight" will er Informationen über die Arbeitsweisen, Kommunikationsmittel und wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Schattenwirtschaft sammeln und auf Basis der dabei gewonnen Informationen Strategien gegen die Bedrohungen entwicklen, die über den rein technischen Maßnahmenkatalog hinausgehen: "Ziel ist es, den Cyber-Kriminellen geschäftliche und finanzielle Anreize für ihre Aktivitäten zu entziehen."

"Spotlight" ist eines von acht Projekten, die 2008 im Rahmen der Internet-Förderaktion "Netidee" der IPA mit insgesamt 100.000 Euro gefördert wurden. Heuer stand die Aktion unter dem Generalthema "Sicherheit im Internet". Eingereicht wurden 24 Projekte. Am Mittwoch präsentierte IPA-Stiftungsvorstand Rupert Nagler in Wien die geförderten Ideen.

Verschlüsselungssoftware

Darunter ist auch das Projekt "UrbanShield", das eine Verschlüsselungssoftware für das mobile Netz bereitstellen will. Sicheres, anonymes Surfen sei ein Bürgerrecht, sagte Projektinitiator Johannes Mario Laub.

Die von ihm entwickelte Software baut verschlüsselte und anonymisierte Verbindungen auf, über die alle Daten getunnelt werden. Im April nächsten Jahres soll "UrbanShield" für Windows, Mac OS X und das iPhone verfügbar sein, kündigte Laub an.

Zugang zum Internet

Neben der Sicherheit im Internet lag ein weiterer Schwerpunkt der Förderaktion auf dem Abbau von Barrieren für den Netzzugang. Als beispielhaft dafür wurde das Projekt "CAP-KOM" genannt, das kognitiv beeinträchtigte Menschen an das Internet heranführen will.

Ein einfacher, bildgestützter Web-Auftritt mit klarer Struktur solle dieser Nutzergruppe eine selbstständige Kommunkation im Netz ermöglichen, hieß es in den Projektunterlagen. "Accessibility ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen und maßgeblich für die demokratische Weiterentwicklung des Internets", sagte Nagler.

Weiters unter den geförderten Projekten: "Proxmox", eine Virtualisierungsplattform zum einfachen Betrieb von vorgefertigten Linux-Servern und das Projekt "Kwickserver", das Installation und Betrieb eines mit aktuellen Sicherheitstechnologien ausgestatteten Fileservers ohne Spezailkenntnisse ermöglicht. Detaillierte Informationen zu den geförderten Projekten können auf den Seiten der Förderaktion abgerufen werden.

Drittes Jahr

"Netidee" ging heuer bereits ins dritte Jahr. Im vergangenen Jahr wurden 26 Projekte gefördert. Im Jahr davor waren es 25, darunter die Volldigitalisierung des österreichischen Wanderkartensystems und ein umfangreiches Anti-Phishing-Projekt an der Uni Wien.

Gefördert werden Projekte auf Open-Source-Basis, die den Public-Domain-Gedanken verfolgen. Mit "Netidee" wolle man eine Initialzündung setzen. Immer mehr Projekte würden eine Zweitfinanzierung durch Bundesländer, Ministerien und Unternehmen erhalten, so Nagler: "Der Schneeballeffekt ist wichtig." Mittlerweile gebe es auch in anderen Ländern Nachahmer, etwa in Schweden und Großbritannien.

Nächster Call im Frühjahr

Die Förderaktion soll auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden, kündigte Nagler an. Auch dabei wolle man wieder auf "spezifische Probleme des Internets" fokussieren. Der nächste Call soll im kommenden Frühjahr erfolgen.

Zum Thema:

[futurezone | Patrick Dax]

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Forum

 
  • aha :"Ziel ist es,

    derskalarvonperl, vor 482 Tagen, 6 Stunden, 36 Minuten

    den Cyber-Kriminellen geschäftliche und finanzielle Anreize für ihre Aktivitäten zu entziehen". Ich hätte es umgekehrt gemacht. Ich hätte diejenigen gefördert, die was es schaffen, Vollkoffern auszunutzen, die was überall Kreditkartendaten über ungesicherte SSL-Verbindungen eingeben oder überall ihre echte E-Mail-Adresse hinterlassen. Betrug gehört aus dem Strafrecht gestrichen! Weil der, der was sich betrügen lasst, der gehört bestraft und nicht der, der was betrügt. Eigentlich müsste man ja sogar in Elsner aus der Haft entlassen...

    • Also wenn Dich jemand überfällt,

      euripides, vor 482 Tagen, 4 Stunden, 58 Minuten

      dann bist Du selber schuld, weil Du Dich überfallen läßt?

    • gjulia, vor 482 Tagen, 4 Stunden, 41 Minuten

      4 x "der was" aber über "Vollkoffern" lästern.

    • "die was es schaffen"

      sluggie, vor 482 Tagen, 3 Stunden, 43 Minuten

      sooooo geil. perl, erzähl uns welches OS du verwendest.... (drama in 3...2...1...)

    • antieverything, vor 481 Tagen, 10 Stunden, 29 Minuten

      genau gjulia ... jeder vollkoffer weiß doch, dass das "de wos ..., oida" heißt! :D

      und wenn betrug jemals aus dem strafrecht gestrichen werden sollte, dann bitte dummheit bei strafe verbieten.

    • welches OS?

      derskalarvonperl, vor 480 Tagen, 52 Minuten

      WELCHE! MZ! Alle - sogar Windows 3.0 und Suse 6.0 is noch auf alten PCs im Einsatz - fürs Skripte basteln reichts. Aber is modernste is Ubuntu und der 2008er Server.

  • Klare Sache

    kleeklee, vor 482 Tagen, 6 Stunden, 58 Minuten

    eine solche Funktionalität sollte heute jeder Internetzugang bieten, tut er aber nicht, mit NGN (rtr.at) soll sich die Angelegenheit noch wesentlich verschlechtern.

    Wir benötigen folgende Merkmale die da wären:

    * Vorratsdatenspeicherung Ja aber mittels gesicherten EGOV Partition im Heim PC

    * IP6 für alle, ohne Länder Flag als Europäische IP

    * Das Grundrecht auf eine Dynamische IP

    • Sehr lustig!

      c1x111, vor 481 Tagen, 15 Stunden, 24 Minuten

      IPv6 wird teilweise in Corenetzwerken schon verwendet, ohne dass der Benutzer umzustellen braucht. Momentan für den Enduser weder notwendig, noch sinnvoll.

      Vorratsdatenspeicherung zu Hause? Das ist wie Telefonüberwachung, bei der das Telefon zu Hause die Gespräche aufzeichnet, aber niemend auf der Leitung aktiv mithören kann. Meinst du das Ernst, oder haben wir heute den 1. April?

      Dynamische IP: Auch das geht bestenfalls für einen Enduser, und der Provider, der sie vergibt, kennt sie trotzdem. (Oder, wie soll das sonst gehen?)

      Und wie willst du routen, wenn du das Ziel nicht kennst? Das ist so, wie wenn ich dir jetzt eine Nachricht auf Papier schicke und auf das Kuvert nur "Europa" schriebe. Glaubst du, du bekommst den Brief jemals?

    • @c1x111

      kleeklee, vor 481 Tagen, 8 Stunden, 58 Minuten

      IP6, Editiere ich zum Beispiel in Wikipedia anonym, hängen an den wenigen IP`S kleiner Provider schon zu-viele Einträge, auch kann es vorkommen dass eine IP aus irgend einem Grunde gesperrt ist, warum soll ich für andere büßen?, IP6 Adressen lösen dieses Problem durch den riesigen Adressumfang elegant.

    • Dynamische IP:

      kleeklee, vor 481 Tagen, 8 Stunden, 10 Minuten

      Natürlich weis mein Provider wer ich bin, mittels einer Dynamischen IP verhindere ich aber dass jede von mir öfters besuchte Webseite mich anhand meiner IP erkennt, oder anhand meiner IP bequem ein Profil mit meinem Surfverhalten erstellen kann.
      Schlimmer ist noch dass Webserver ohne mein Einverständnis mir vorausgewählte Inhalte servieren, zum Beispiel Herr Meyer als Österreich bekommt von uns noch vorausgewählte Inhalte serviert.

      Eine Dynamische IP schützt mich nicht vor einer strafrechtlichen Verfolgung, mein Provider muss meine Identität auf eine Staatliche Anfrage rausrücken, das ist gut so, nur allen anderen geht meine Identität einen Furz an.

    • Vorratsdatenspeicherung:

      kleeklee, vor 481 Tagen, 8 Stunden, 4 Minuten

      Daten sind siehe gerade aktuelle Skandale, am besten auf End PC aufgehoben, möchte der Staat Zugriff soll er sich doch die PC`s bei Privat abholen. Zugleich ist dies unschlagbar billig, und löst auch eine Problematik Tor-Netzwerke.

      Im Abendland gilt noch die Unschuldsvermutung.

    • kleeklee, vor 481 Tagen, 8 Stunden, 2 Minuten

      Also lieber c1x111,
      Dumm kommt von Dummheit!

      Ich vermute bei Dir aber eher einen Vernebler, womöglich sogar aus der Überwachungsecke.

  • Schön, und Linux bleibt wieder außen vor.

    darling, vor 482 Tagen, 8 Stunden, 15 Minuten

    • aussen vor

      dermannimkontor, vor 482 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      "aussen vor" sagt man in Österreich nicht, es sei denn man sieht zuviele deutsche Talkshows. :-)))