"Fiktionskollaps nach Fraakh-Kriegen"
Monochrom-Theater, Nerd-kompatibel
Die Wiener Cross-Media-Gruppe monochrom, die unter anderem den Powerpoint-Vortrag als Kunstgattung fest etabliert hat, schlägt zur Abwechslung wieder auf dem Theater zu.
Für das Wiener Volkstheater hat man das Genre "Fiktionskollaps" erfunden, das Setting der neuen Produktion "Warten auf Goto" ist "nach den desaströsen Fraakh-Kriegen" angesetzt, handelnde Personen sind Xenosoziologinnen und Lehramtskandidatinnen des Xeremarianischen Kontrollsystems.
Was wirklich drinnen ist, erfährt man in der Premiere am Freitag im Volkstheater, Außenstelle Hundsturm.
Ebenso wie man erst vor einem Jahr live im Rabenhoftheater erfahren hat, dass in einem Musical über den als verurteilten Mörder verblichenen Finanzjongleur, Schweinehirten, Pluhar-Lover, Demel-Eigentümer etc. Udo Proksch vier Programme einer Banking-Software die Hauptrollen singen. Die Schlußarie schmetterte im Übrigen ein "eBay-Powerseller".


